Hakenbüchse

Die Hakenbüchse, die erste Handfeuerwaffe, welche ein genaueres Schießen gestattete und die unserer heutigen Flinte  ähnlich war, hatte zum Zwecke besseren Zielens und Hemmung des Rückstoßes an der unteren Seite des Laufes und des vorderem Ende nahe einen „Haken“ zum festem Auflegen des Gewehres. Sowohl das Gewicht  der Waffe als die noch wenig vollkommene Vorrichtung zur Entzündung der Pulverladung gestatteten  nicht wohl ein freihändiges Schießen. Nun liegt es aber auf der Hand, dass, wenn man zum Zweck des Zielens die Büchse seitlich um den Auflagepunkt drehte, der davor befindliche Schießschlitz sich alsbald als zu eng erweisen musste, und es vernotwendigte sich daher für die Handfeuerwaffen eine Verbreiterung der Schießspalte, welche Verbreiterung besonders, wenn eine besondere Vorrichtung zum Auflegen nicht vorhanden, zugleich zum Durchstecken des Gewehrlaufes nötig war.

Quellennachweis [4]

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