KAB Besichtigung Nikolaus Groß Haus in Hattingen am 06.10.2018

Am 06.10.2018 hatte die KAB Friedrichsfeld zu einer Besichtigung des Nikolaus Groß Haus in Hattingen eingeladen. Um 12:30 Uhr machte man sich in Fahrgemeinschaften von Friedrichsfeld aus auf den Weg nach Hattingen. Trotz hohem Verkehrsaufkommen wurde unser Zielort, das Nikolaus Groß Haus in Hattingen, pünktlich erreicht. Zunächst gab es eine kurze Einführung mit verschiedenen Stationen aus dem Leben von Nikolaus Groß. So erfuhren wir, dass Nikolaus Groß am 30. September 1898 in Niedwenigern an der Ruhr geboren wurde. nach der Beendigung seiner Schulzeit am 30. März 1912 arbeitete Nikolaus Groß als Jungarbeiter im Blechwalzwerk in Altendorf/Ruhr. Im Januar 1915 fing er dann als Schlepper und Kohlenhauer auf der Zeche „Dahlhauser Tiefbau“ an. 1920 gab er den Bergmannsberuf auf und wurde Jugendsekretär beim Gewerkverein Christlicher Bergarbeiter in Oberhausen. Nikolaus Groß stieg in seiner Zeit als Journalist bis zum Gewerkschaftssekretär auf. Zusammen mit seiner Ehefrau Elisabeth hatte Nikolaus Groß sieben Kinder. Am 12. August 1944 verhaftete die Gestapo Nikolaus Groß wegen seiner Zugehörigkeit zu katholischen Widerstandskreisen. In einem Hochverratsprozess vor dem Volksgerichtshof in Berlin erging am 15. Januar 1945 das Todesurteil. Es wurde am 23. Januar 1945 in Berlin-Plötzensee vollstreckt. Ein christliches Begräbnis verwehrten die damaligen Machthaber. Seine Leiche wurde verbrannt und die Asche über die Reisfelder verstreut.  Nikolaus Groß wurde am 7. Oktober 2001 selig gesprochen. Papst Johannes Paul II würdigte den am 23. Januar 1945 Hingerichteten als Familienvater und Märtyrer.

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