Riehler Geschichte: Das Eingangsportal zur Flora

Am 19.3.2000 wurde das rekonstruierte Eingangsportal der Flora der Öffentlichkeit übergeben.

Am 1.5.1864 war der Floragarten eröffnet worden und am 14.8.1864 auch das Festhaus, der Glaspalast oder auch Wintergarten genannt, fertig gestellt.

Der Träger war die Gartenbau-Aktien-Gesellschaft, die mit einem hohen finanziellen Aufwand die „Flora“ für die Kölner und auch auswärtige Besucher errichtet hatte. Um die Kosten zu decken, mussten Eintrittsgelder erhoben werden. Diese betrugen 15 Silbergroschen für die Besucher. Dieses hohe Eintrittsgeld hatte natürlich auch eine gewollte steuernde Wirkung, weil der Betrag für einen Arbeiter mit seiner Familie kaum erschwinglich war. So blieb die „höhere Gesellschaft“ in der „Flora“ unter sich.

An den Pfortenhäuschen mussten die Besucher den Eintritt bezahlen. Ab 1.4.1919 konnte man die Flora kostenlos besuchen, und am 1.1.1920 wurde die Anlage von der Stadt Köln übernommen. So verloren die Pfortenhäuschen ihre Bedeutung.

1995 ergriff die Kölner Zimmermannsinnung die Initiative zur Rekonstruktion der alten Torhäuser. Gruppen von Auszubildenden bauten unter fachlicher Anleitung die Häuser im alten Stil neu auf. Die Rekonstruktion des Tores sollte später erfolgen.

Am 19.3.2000 fand dann die offizielle Übergabe der Toranlage an die Bevölkerung statt. Heute werden die Torhäuser für Ausstellungen „Kunst im Torhaus“ genutzt.

Neue Torhäuser der Flora
Neue Torhäuser (Quelle: Sammlung Brokmeier)

J. Brokmeier

Geboren 1944, wuchs er in den Riehler Heimstätten auf und war dort später in verschiedenen Aufgaben von 1969 bis 2004 tätig.
Seit 1984 sammelt er Ansichtskarten von Köln Riehl und befasst sich mit der Geschichte dieses Ortsteils.

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