Riehler Geschichte: Die Aussichtsplattform am Rhein

Auf dem Gelände des heutigen Skulpturenparks und dem dazugehörigen Verwaltungsgebäude befand sich seit 1847 das Fort XI zur Stadtbefestigung von Köln, das 1888 in Fort Prinz Heinrich von Preußen umbenannt wurde.

Durch den Bau der neuen Befestigungsanlage im Bereich der Militärringstraße verlor der innere Befestigungsring an Bedeutung und die Aufbauten der Anlage wurden um1910 niedergelegt. Die unterirdischen Bauwerke sind wohl noch vorhanden, aber nicht erschlossen.

Zu der Festungsanlage gehörte auch eine Caponnière am Rhein als Teil des Festungswerks in Höhe der heutigen Elsa-Brändström-Straße. Von hier hatten die Soldaten einen Blick auf den Rhein, falls sich von dort ein Feind näherte. Durch den Fortfall des Forts hatte auch dieses Bauwerk keine Bedeutung mehr.

Caponnière im Jahr 2016
Caponnière im Jahr 2016 (Foto: Lang)

Am 12.4.1966 wurde der Aufbau der Caponnière entfernt und eine Aussichtsterrasse angelegt, die durch ein Gitter geschützt ist. Bänke wurden dort zum Verweilen aufgestellt. Den Sockel des Festungswerks mit seinen Schießscharten kann man noch vom Uferweg her sehen.

Leider gehört dieser Bereich heute nicht mehr zu Riehl, sondern zur Neustadt-Nord.

Caponnière im Jahr 2019
Caponnière im Jahr 2019 (Quelle: Joachim Brokmeier)

J. Brokmeier

Geboren 1944, wuchs er in den Riehler Heimstätten auf und war dort später in verschiedenen Aufgaben von 1969 bis 2004 tätig.
Seit 1984 sammelt er Ansichtskarten von Köln Riehl und befasst sich mit der Geschichte dieses Ortsteils.

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