Ausstellung im Waagehaus: Hochwasser in Riehl in früherer Zeit

Riehl hat in früherer Zeit durch die Nähe zum Rhein immer unter Hochwasser gelitten. So wurde der heutige Stadtteil von Köln am alten Standort – etwa an der Frohngasse – häufig zerstört. Auch lag das alte Zentrum des Ortes im Rayonbereich des Militärs und der Zoo sowie die Flora waren eröffnet. So konnte sich Riehl am alten Ort nicht weiter ausdehnen. Also verlegte man den Ortskern um 1875 ca. 1000 Meter nördlich an die Stammheimer Straße („Riehler Plätzchen“). Aber auch dieser neue Bereich musste erst durch eine Höherlegung der Straßen und Baugrundstücke hochwassersicher gemacht werden. Da aber immer noch Teile von Riehl aus früherer Zeit tiefer lagen, kam es auch nach 1875 zu weiteren Überflutungen an der Riehler- und Boltensternstraße. Eine Sicherheit trat erst ein, als im Zusammenhang mit dem Bau der Mülheimer Brücke ein Vorflutgelände und ein Damm von der Straße Niederländer Ufer bis zum Molenkopf in Niehl errichtet wurde.

Die kleine Ausstellung (drei Tafeln) im Waagehaus des Städtischen Senioren- und Behindertenzentrums Köln Riehl soll an die Hochwasserereignisse von 1883 bis 1926 erinnern. Das Waagehaus liegt direkt hinter dem Eingang Slabystraße. Die Tafeln können vom 3. bis zum 30.4.2021 – coronagerecht – jederzeit von außen angesehen werden.

A. Krick

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