Buchbesprechung mit Elisabeth Sternberg. Heute: Eca De Queiroz, Die Rose

Die „Insel – Bücherei“: Liebeserklärung an eine ganz besondere Buchreihe

Vor einer Woche, Freitag, 23.4.2021, feierten wir den UNESCO „Welttag des Buches“. Seit 1996 gibt es an diesem Tag viele Aktionen rund ums Lesen. Bereits zum 25. Mal verschenken Buchhandlungen an diesem Tag das Welttagsbuch „Ich schenk dir eine Geschichte“ an eine Million Schülerinnen und Schüler der 4. und 5. Klassen. (Kurze Anmerkung zum Hintergrund: am 23.4. werden in Katalonien als Erinnerung an den Todestag von Cervantes und den Namenstag von St. Georg (Sant Jordi), Schutzpatron von Katalonien, Bücher und Rosen verschenkt.)

Ich nehme dies zum Anlass, Werbung für eine Buchreihe zu machen, die von Vielen – vielleicht auch von Ihnen – geliebt und von manchen auch gesammelt wird: Es handelt sich um die „Insel-Bücherei“ (nicht zu verwechseln mit den Insel-Taschenbüchern, die auch nicht zu verachten sind), die bis heute treue Freunde und Liebhaber hat.

Die seit 1912 gar nicht so kleine (bis heute sind über 1600 Titel erschienen), aber feine Reihe besticht durch gestalterische Besonderheiten sowie thematische Perlen. Das Spektrum reicht von Literatur über Kunst und Graphik, Themen aus der Blumen- und Tierwelt bis zu Kinderversen und Liedtexten. Jedes Bändchen ist von außen und innen liebevoll gestaltet: sei es durch einen besonderen Einband, begleitende Graphik oder einen speziellen Schrifttyp.

Treue Sammler wollen nicht nur die vollständige Nummern-Reihenfolge besitzen (die ist übrigens eine regelrechte Wissenschaft!), sondern erfreuen sich an der Schönheit dieser kleinen Kostbarkeiten. Inhalt und Form bilden einen stimmigen Einklang. Keine andere Buchreihe könnte mehr für den Erhalt des gedruckten Wortes werben als die Insel-Bücherei – mit jedem Exemplar erleben Sie ein sinnliches Buchvergnügen!

Als Beispiel nenne ich hier: Band 1177, Eca De Queiroz, Die Rose

Diese kleine Kulturgeschichte der Rose mit vielen Fotografien passt genau in den gerade beginnenden Monat, denn sie beginnt mit den Worten: “Wir sind im Monat Mai – und deshalb sollte man über Rosen reden.“

Der portugiesische Schriftsteller (1845-1900) schrieb den Text 1893, und es ist kein Sachbuch über Rosenzucht etc., sondern: „…er zeichnet in liebevoller Einsicht, kunstvoll vielstrahlig gebrochen im Prisma der Ironie, die Geschichte der Königin der Blumen von der Lieblingsblume der ‘Aphrodite’ bis zum Wahrzeichen des Sozialismus.“

Preis: 12,90 €

Anmerkung: Die älteste Buchhandlung in Köln, die „Lengfeld’sche“, Kolpingplatz 1, hat immer eine sehr große Auswahl vorrätig.

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