{"id":1809,"date":"2017-11-04T11:38:47","date_gmt":"2017-11-04T10:38:47","guid":{"rendered":"https:\/\/unser-quartier.de\/koeln-widdersdorf\/?page_id=1809"},"modified":"2023-09-11T16:38:43","modified_gmt":"2023-09-11T14:38:43","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/unser-quartier.de\/koeln-widdersdorf\/stadtteilinfo\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p>Das Gebiet rund um Widdersdorf wurde im 8. Jahrhundert besiedelt und erstmals im Jahre 1109 urkundlich erw\u00e4hnt. Das mittelalterliche Leben war gepr\u00e4gt durch die Grundherrschaft geistlicher Institutionen. In Widdersdorf bestand der Ortskern aus drei gro\u00dfen H\u00f6fen, die alle drei im Besitz der Kirche waren. Das K\u00f6lner Damenstift St. Maria im Kapitol besa\u00df den Burghof und das K\u00f6lner Dominikanerinnenkloster St. Gertrud den Mertenshof und den T\u00f6nneshof. Die H\u00f6fe wurden an Bauern meist gewinnbringend verpachtet. Die P\u00e4chter hatten im Dorf sehr viel Ansehen, da die meisten Bewohner nur kleine Bauern oder Tagel\u00f6hner waren. Weniger Grundbesitz als die Kirche hatte der Adel. So besa\u00df z.B. die Familie Brassart, daher auch heute der Name Franz Brassart Str., den Turmhof.<\/p>\n<p>Im 17. Jahrhundert fiel Widdersdorf in Bezug auf das Zivil- und Strafrecht in den Herrschaftsbereich von Brauweiler.<\/p>\n<p>Gegen Ende des 18. Jahrhunderts verbesserte sich die wirtschaftliche Situation der Bauern, denn am 09.06.1802 wurde von Napoleon durch Konsularbeschlu\u00df die Aufhebung der rheinischen Kl\u00f6ster und Stifte angeordnet. Somit wechselten die geistlichen und adligen Besitzungen auch in Widdersdorf ihre Besitzer. Landwirte \u00fcbernahmen die gro\u00dfen H\u00f6fe.\u00a0<\/p>\n<p>Widdersdorf geh\u00f6rte 1816 der B\u00fcrgermeisterei Freimersdorf zusammen mit Brauweiler, Dansweiler, Freimersdorf, Sinthern und Vogelsang an. Im Jahre 1851 wurde der Name B\u00fcrgermeisterei in Gemeinde Freimersdorf ge\u00e4ndert, dessen Amtslokal von 1851 bis 1855 in Widdersdorf lag und danach nach Brauweiler verlegt wurde.<\/p>\n<p>1927 wurde die Gemeinde Freimersdorf zur Gemeinde Brauweiler. Widdersdorf war damals einwohnerzahlm\u00e4\u00dfig eher klein, aber es wurden in den 20er und 30er Jahren doch einige Vereine gegr\u00fcndet, die zum Teil heute noch einen wesentlichen Teil des Dorflebens ausmachen. Es gr\u00fcndete sich der Musikverein Harmonie( Aufl\u00f6sung 1987), 1927 die DJK Teutonia und Anfang der 20er der Radfahrverein.<\/p>\n<p>Am 01.10.1934 wurde die Gemeinde Brauweiler mit den Orten Brauweiler, Dansweiler, Freimersdorf, Sinthern, Gut Vogelsang und Widdersdorf in das Amt L\u00f6venich eingegliedert. Der Amtssitz war damals in Weiden. 1937 wurde das Amt in Amt Weiden umbenannt, jedoch blieb Brauweiler, also auch Widdersdorf, eine ausgegliederte selbstst\u00e4ndige Gemeinde im Amt Weiden. 1951 wurde das Amt Weiden aufgel\u00f6st und die Gemeinden Brauweiler und L\u00f6venich waren selbstst\u00e4ndige Gemeinden. Der Verwaltungssitz der Gemeinde Brauweiler war in Brauweiler. Durch die kommunale Neuordnung im Jahre 1975 wurde Widdersdorf ein Stadtteil von K\u00f6ln.<\/p>\n<p>In den siebziger und achtziger Jahren gab es in Widdersdorf sehr viele Neubaugebiete. Widdersdorf war auch damals schon interessant als Wohnort f\u00fcr junge Familien, die lieber im Gr\u00fcnen wohnen wollten, aber trotzdem stadtnah. Die Einwohnerzahl spiegelt diese Attraktivit\u00e4t wieder. Im Jahre 1995 z\u00e4hlte Widdersdorf 4.998 Einwohner, 2004 ca. 6.857 und Anfang 2011 sind es schon 8.024 Einwohner. Insbesondere durch das Neubaugebiet Widdersdorf-S\u00fcd wuchs die Einwohnerzahl auf \u00fcber 12.136 an. (Stand: Ende 2016).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Gebiet rund um Widdersdorf wurde im 8. Jahrhundert besiedelt und erstmals im Jahre 1109 urkundlich erw\u00e4hnt. Das mittelalterliche Leben war gepr\u00e4gt durch die Grundherrschaft geistlicher Institutionen. 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