Astrazeneca und Co.

EMA gibt grünes Licht für Corona-Impfstoff von AstraZeneca

Der kurzfristige Nutzen des Covid-Impfstoff von AstraZeneca übertrifft alle möglichen Risiken bei weitem. Die Dritte WELLE hat begonnen. Gleichzeitig soll es einen Warnhinweis in der Liste der möglichen Nebenwirkungen geben. Impfen geht weiter.

Wie groß ist das Langzeitrisiko bei Vektorimpfstoffen?

Es gibt entscheidende Unterschiede zwischen den eingesetzten Corona-Impfstoffen. Das betrifft die Wirksamkeit und möglicherweise auch die Langzeitfolgen. Die Skepsis bezüglich der neuen Corona-Impfstoffe war schneller als deren Zulassung. Die neuen Vakzine könnten Genveränderungen verursachen, so machte es bei Impfskeptikern und Gegnern die Runde. Diese Befürchtungen waren schnell zu zerstreuen. Denn schließlich bestehen die Präparate von Biontech/Pfizer und Moderna aus mRNA, die im Zellplasma in ein Protein übersetzt wird, so wie gleichzeitig Tausende andere mRNAs. In den Zellkern, wo unsere genomische Erbsubstanz lagert, gelangt die mRNA nicht. Die mRNA auch messenger-RNA ist eine einzelsträngige Ribonukleinsäure, die die genetische Information für den Aufbau des Proteins trägt. Sie ist wie der papierne Ausdruck eines Bauplans, der auf einer Baustelle kursiert, während im Computer des Architekten das Original als Datei (DNA) liegt. Eine Interaktion zwischen der Impfstoff mRNA und den menschlichen Chromosomen in Zellkern findet nach allem, was wir wissen, nicht statt.

Aber mittlerweile gibt es in der EU einen weiteren zugelassenen Impfstoff, den von AstraZeneca und für diesem ist diese Argumentation nicht anwendbar. Denn dabei handelt es sich um einen Vektorimpfstoff auf der Basis eines Adenovirus so wie auch beim Impfstoff von Johnson & Johnson und dem russischen Impfstoff Sputnik V. Das bedeutet, das Gen für das Spike-Protein des Coronavirus wird übersetzt in DNA-in ein Adenovirus eingebaut. Das Adenovirus schleust den Bauplan in die menschliche Zelle ein. Den sogenannten viralen Vektoren haben Wissenschaftler die Gene entfernt, es handelt sich um nicht replizierende Vektorimpfstoffe. Das Viruskonstrukt wird verimpft, schleust die enthaltende Erbinformation in menschliche Zellen ein und danach zeigt sich ein wichtiger Unterschied zu den mRNA-Impfstoffen. Die DNA der Adenoviren muss in mRNA umgeschrieben werden. Die Virus-Erbsubstanz muss dafür in den Zellkern, denn nur dort sind die entsprechenden Enzyme vorhanden. Zwar werden Adenoviren während ihres Vermehrungszyklus nicht ins Genom integriert, anders als etwa Retroviren wie HIV. Aber ihre DNA liegt definitiv im Zellkern vor.

Allerdings benutzt der AstraZeneca-Impfstoff ein Virus, das sonst nur bei Schimpansen vorkommt. Von Hamstern ist bekannt, dass sie Tumore entwickeln können, wenn sie mit menschlichen Adenoviren von Typ 12 infiziert werden. Menschen und Schimpansen sind sich aber genetisch so ähnlich, dass man nicht davon ausgehe, dass beim Menschen Zellen durch den Vektor entarten, Vor allem: Den Impfvektoren (Viren, Gene, Vektoren das sind Impfstoffe-Typen gegen Corona) fehlen Gene, die normalerweise den Zellzyklus manipulieren, deshalb können sie sich ja auch nicht vermehren. Beim AstraZeneca Impfstoff  werden je nach Dosierung 25 bis 50 Milliarden Vieren gespritzt. Daraus ergeben sich verglichen mit dem mRNA-Impfstoff ein höheres Risiko für Langzeitschäden. Krebs könnte die Folge sein, so wie er bei frühen Gentherapien aufgetreten ist. Da hat man allerdings Retro und Lentiviren verwendet, die sehr viel häufiger integrieren. Bei Adenoviren ist das Risiko viel geringer.

Der Impfstoff AstraZeneca

Der Impfstoff von AstraZeneca ist ein sogenannter Vektorimpfstoff (das sind Impfstoffe-Typen gegen Corona). Hier liegt der Unterschied zu den mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer sowie Moderna. Anfang Dezember hatten Wissenschaftler der Universität Oxford, die an der Herstellung des AstraZeneca- Vakzins mitgewirkt haben, im Fachmagazin Lancet berichtet, dass ihr Impfstoff eine Wirksamkeit von bis zu 70 Prozent aufweist. Biontech/Pfizer und Moderna kommen beide auf mehr als 90 Prozent. AstraZeneca selbst hat weitere Daten einer Studie publiziert, die klare Hinweise lieferten, dass die Wirksamkeit der Impfung bei einem Impfabstand von mindestens zwölf Wochen zwischen den beiden Dosen auf mehr als 80 Prozent steigt. Diese lag bei 55 Prozent, wenn zwischen den Dosen nur bis zu sechs Wochen lagen. Inwiefern Geimpfte die Viren noch weitergeben können, wird derzeit untersucht. Unklar ist, wie gut das Mittel gegen Virusvarianten wirkt. Eine Studie lässt vermuten, dass der Impfstoff nur minimal vor leichten und moderaten Erkrankungen nach einer Infektion mit der aus Südafrika stammenden Mutante B. 1. 351 schützt. In Südafrika wurden die geplanten Impfungen mit AstraZeneca daher vorerst gestoppt.

Kann die Wirksamkeit erhöht werden?

Immunologen schlagen eine spätere Nachimpfung mit einem anderen Mittel vor. Man kann die Immunität, die man mit dem AstraZeneca-Impfstoff ausgelöst hat, ohne Probleme mit einem mRNA-Impfstoff später noch einmal verstärken sagte Immunologe Carsten Watzl in einem Interview in der Allgemeinen Zeitung.

Was ist mit Nebenwirkungen?

In der Hersteller-Studien zu AstraZeneca wurden als die häufigsten Impfreaktionen Druckempfindlichkeit und Schmerzen an der Injektionsstelle (über 60 beziehungsweise 50 Prozent), Kopfschmerzen und Ermüdung (über 50), Muskelschmerzen und Krankheitsgefühl (über 40), Fiebrigkeitsgefühl und Schüttelfrost (über 30), Gelenkschmerzen und Übelkeit (über 20) angegeben. Häufig (zwischen 1 und 10 Prozent) traten Fieber mit mehr als 38 Grad, Schwellung und Rötung an der Einstichstelle sowie Übelkeit und Erbrechen auf. Diese Nebenwirkungen traten bei AstraZeneca in den meisten Fällen kurz nach der Impfung auf und waren nicht mit schwereren oder länger andauernden Erkrankungen verbunden, vor allem unterscheiden sie sich von den Impfreaktionen auf die anderen beiden zugelassenen Vakzine.

Wie wir Wissen, hat die Regierung versäumt, genügend Impfstoff zu bestellen. Und besonders das Vakzin von AstraZeneca stand von Anfang an im Fokus, da mit diesem Präparat geimpfte Menschen mehr Nebenwirkungen zeigten als Geimpfte, die die Impfstoffe von Biontech/Pfizer oder Moderna erhielten. Ob Sputnik V kommt?

In diesen Apotheken gibt es kostenlose Corona-Tests

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