{"id":12321,"date":"2021-05-21T11:52:36","date_gmt":"2021-05-21T09:52:36","guid":{"rendered":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/?p=12321"},"modified":"2021-05-24T18:49:21","modified_gmt":"2021-05-24T16:49:21","slug":"reicht-ein-umbau-pflegeversicherung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/2021\/05\/reicht-ein-umbau-pflegeversicherung\/sraebiger\/","title":{"rendered":"Der Sozialstaat wird erpresst"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<p>Reichen kosmetische \u00c4nderungen oder muss die Pflegeversicherung neu gedacht werden?<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/wp.me\/p91Zz0-37c\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: Fortsetzung aus Januar\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">Fortsetzung aus Januar<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a><\/p>\n\n<p>Viele Alte sind arm, k\u00f6nnen sich keine altersgerechten Wohnungen leisten, bleiben in ihren Nachbarschaften. Vielen Angeh\u00f6rigen geht es nicht viel anders: Sie pflegen zus\u00e4tzlich zu Belastungen durch Jobs und andere Sorgearbeit, bekommen ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte des Geldes als die Einrichtungen. Hartz-IV-Bezieher*innen, wird das Pflegegeld noch auf die Bez\u00fcge angerechnet. Wenn die Parteien diese Probleme angehen, dann w\u00e4re ein St\u00fcck Ungerechtigkeit aus der Welt. Bisher werden j\u00e4hrlich ad hoc kosmetische Korrekturen im Bundestag beschlossen. Von der Finanzierung f\u00fcr fehlende Pflegekr\u00e4fte, die nicht ausgebildet sind, bis zur Allgemeinverbindlichkeit von Pflegetarifen. Nicht nur Personal auch Pflegepl\u00e4tze fehlen. Durch das fehlende Angebot ist ein ausgeglichener Markt auf Dauer nicht gegeben. Der gerade erschienene <a href=\"https:\/\/www.bundesgesundheitsministerium.de\/fileadmin\/Dateien\/3_Downloads\/P\/Pflegebericht\/Siebter_Pflegebericht_barrierefrei.pdf\" class=\"mtli_attachment mtli_pdf ext-link wpel-icon-right\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: 7. (Bundes-)Pflegebericht\">7. (Bundes-)Pflegebericht<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a> (f\u00fcr die Jahre 2016-2019)\u00a0 schweigt sich \u00fcber das gro\u00dfe Manko aus, zeigt nur Erfolge der Regierung auf.\u00a0 Beim Thema Ausblick auf Seite 70 wird richtigerweise folgendes knappes Szenario beschrieben:<\/p>\n<p>\u201e<em>Der demografische Wandel ist nicht aufzuhalten. Er stellt f\u00fcr alle sozialen Sicherungssysteme und insbesondere f\u00fcr die soziale Pflegeversicherung eine gro\u00dfe Herausforderung dar. Die Zahl der Pflegebed\u00fcrftigen nimmt zu. Wir brauchen mehr Menschen, die pflegebed\u00fcrftige Menschen beruflich und in der Familie pflegen und betreuen. Dazu z\u00e4hlen Fachkr\u00e4fte genauso wie qualifizierte Hilfskr\u00e4fte.<\/em>\u201c<\/p>\n<h2><strong>Stand heute:\u00a0<\/strong><\/h2>\n<p>Das Pflegeversicherungsgesetz (SGB XI) hat die Eckpunkte der Beitragsstabilit\u00e4t (<a href=\"https:\/\/www.sozialgesetzbuch-sgb.de\/sgbxi\/70.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: \u00a7 70 SGB XI)\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">\u00a7 70 SGB XI)<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a> und den Vorrang der h\u00e4uslichen Pflege <a href=\"https:\/\/www.sozialgesetzbuch-sgb.de\/sgbxi\/3.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: (\u00a7 3 SGB XI)\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">(\u00a7 3 SGB XI)<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a>. Die Leistungen der Pflegeversicherung sollen<\/p>\n<ul>\n<li>die Selbst\u00e4ndigkeit der Pflegebed\u00fcrftigen, namentlich in finanzieller Hinsicht,<\/li>\n<li>insbesondere Vorbeugung und Rehabilitation gegen\u00fcber der Pflege f\u00f6rdern und der h\u00e4uslichen Pflege den Vorzug vor der Pflege im Heim geben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Leistungen werden als Sach- oder Geldleistungen oder in einer Kombination beider Leistungen gew\u00e4hrt.<\/p>\n<ul>\n<li>Sachleistungen werden den Pflegebed\u00fcrftigen f\u00fcr die h\u00e4usliche Pflege oder die Pflege in einer spezialisierten Einrichtung, au\u00dferdem die Zurverf\u00fcgungstellung der erforderlichen Arzneimittel oder Ger\u00e4te gew\u00e4hrt. Die Leistungserbringer erhalten das Entgelt direkt durch die zust\u00e4ndige Pflegekasse.<\/li>\n<li>Werden Leistungen durch Verwandte oder Ehepartner der Pflegebed\u00fcrftigen erbracht oder auch von freiwilligem oder von bezahltem Pflegepersonal. Erh\u00e4lt der anerkannt Pflegebed\u00fcrftige eine entsprechende Geldleistungen, Pflegegeld nach \u00a7 37 SGB XI. Das Wahlrecht des Berechtigten auf eine Sachleistung ist mangels Angebot fiktiv.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><strong>Prognosen sind \u00fcberholt<\/strong><\/h2>\n<p>1997 \u2022 1,7 Mio. Pflegebed\u00fcrftige, davon 1,24 Mio. (73 %) zu Hause und ca. 453.000 (27 %) in Heimen und vollstation\u00e4ren Einrichtungen der Behindertenhilfe \u2022 Finanzsituation 1996 Einnahmen 23.5 Mrd. Ausgaben 21,2 Mrd.<\/p>\n<p>2017 \u2022 3,4 Mio. Pflegebed\u00fcrftige, davon 2,59 Mio. (73 %) zu Hause und ca. 800.000 (27 %) in Heimen und vollstation\u00e4ren Einrichtungen der Behindertenhilfe \u2022 Finanzsituation 2017 Einnahmen 36.1 Mrd. Ausgaben 38,52 Mrd.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Gesundheit\/Pflege\/Publikationen\/_publikationen-innen-pflegestatistik-deutschland-ergebnisse.html#234064\" data-wpel-link=\"external\" target=\"_self\" rel=\"nofollow external noopener noreferrer\" title=\"Externer Link: 2019\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">2019<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a> \u2022 4,1 Mio. Pflegebed\u00fcrftige, davon 3,3 Mio. (80,5 %) zu Hause und ca. 820.000 (19,5 %) in Heimen und vollstation\u00e4ren Einrichtungen der Behindertenhilfe \u2022 Finanzsituation 2019 Einnahmen 47,24 Mrd. Ausgaben 43,95 Mrd.<\/p>\n<p>Leistungsausgaben 2019 je 10.000 Leistungsbezieher in Mio. \u20acuro\u00a0<\/p>\n<ul>\n<li>Ambulant 93 (30,19%),<\/li>\n<li>station\u00e4r 183 (59,42%)<\/li>\n<li>in Einrichtungen der Behindertenhilfe 32 (10,39%).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Vier von f\u00fcnf (&gt;80 % bzw. 3,3 Millionen) der anerkannten Pflegebed\u00fcrftigen wurden zu Hause versorgt. Davon erhielten:<\/p>\n<ul>\n<li>2.120.000 Pflegebed\u00fcrftige ausschlie\u00dflich Pflegegeld, das bedeutet, sie wurden in der Regel zu Hause allein durch Angeh\u00f6rige oder mit Hilfskr\u00e4ften gepflegt. Weitere<\/li>\n<li>980 000 Pflegebed\u00fcrftige lebten ebenfalls in Privathaushalten. Bei ihnen erfolgte die Pflege jedoch zusammen mit oder vollst\u00e4ndig durch anerkannte ambulante Pflege- und Betreuungsdienste. Zus\u00e4tzliche<\/li>\n<li>210 000 Pflegebed\u00fcrftige des Pflegegrades 1 ohne Leistungen der ambulanten Pflege-\/Betreuungsdienste oder Pflegeheime bzw. mit ausschlie\u00dflich landesrechtlichen Leistungen wurden im Dezember 2019 ebenfalls zu Hause versorgt. Auch hier ist von einer Unterst\u00fctzung der Pflegebed\u00fcrftigen durch Angeh\u00f6rige auszugehen.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><strong>Politiker verschlie\u00dfen die Augen<\/strong><\/h2>\n<p>Kinderlosen (Singles) ist ein Mehrbetrag in die Pflegeversicherung nach dem <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&amp;Datum=08.06.2004&amp;Aktenzeichen=1%20BvR%201629\/94\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: Bundesverfassungsgericht\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">Bundesverfassungsgericht<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a> aufzub\u00fcrden. \u201eEs ist mit Art. 3 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 6 Abs. 1 GG nicht zu vereinbaren, dass Mitglieder der sozialen Pflegeversicherung, die Kinder betreuen und erziehen und damit neben dem Geldbeitrag einen generativen Beitrag zur Funktionsf\u00e4higkeit eines umlagefinanzierten Sozialversicherungssystems leisten, mit einem gleich hohen Pflegeversicherungsbeitrag wie Mitglieder ohne Kinder belastet werden.\u201c <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&amp;Datum=08.06.2004&amp;Aktenzeichen=1%20BvR%201629\/94\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: BVerfG, 08.06.2004 &#8211; 1 BvR 1629\/94\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">BVerfG, 08.06.2004 &#8211; 1 BvR 1629\/94<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a>\u00a0 \u201eDies gilt umso mehr, als mit einem schwindenden Pflegepotential der T\u00f6chter und Schwiegert\u00f6chter gerechnet (ab hier S. 263) wird. Schon heute ist das Fehlen von Angeh\u00f6rigen nur ein Grund unter mehreren, sich f\u00fcr die Sachleistung zu entscheiden. Fast 90 % der privaten Haushalte, in denen Pflegebed\u00fcrftige versorgt werden, begr\u00fcnden die Entscheidung f\u00fcr die Pflegesachleistung mit dem Gesundheitszustand der pflegebed\u00fcrftigen Person oder entsprechenden Empfehlungen des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung. 73 % wollen mit der Entscheidung f\u00fcr die Pflegesachleistung einer \u00dcberlastung der Angeh\u00f6rigen vorbeugen.\u201c<\/p>\n<p>Seit 2018 ist wieder die Notwendigkeit der Heimbed\u00fcrftigkeit Voraussetzung, damit die Pflegekasse die anfallende Festbetr\u00e4ge nach <a href=\"https:\/\/www.sozialgesetzbuch-sgb.de\/sgbxi\/43.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: \u00a7 43 SGB XI\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">\u00a7 43 SGB XI<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a> leistet.<\/p>\n<p>Die Heimentgelte werden mit festen Pauschalen je Pflegegrad mit 59 % aus dem Budget der Pflegeversicherung f\u00fcr Pflegeleistungen abgegolten.<\/p>\n<ol>\n<li>Die Entgelte f\u00fcr Pflege, Unterkunft und Verpflegung werden zwischen den Einrichtungstr\u00e4gern als Betreiber und den Pflegekassen nach \u00a7 85 SGB XI ausgehandelt, soweit nicht eine Pflegesatzvereinbarung auf \u00fcbergeordneter Kommissionsebene (\u00fcber Verb\u00e4nde und Vereinigungen) getroffen wurde (\u00a7 86 SGB XI).<\/li>\n<li>Die Investitionskosten werden als Verwaltungsakte festgesetzt. Einige Tr\u00e4ger verzichten bereits auf die amtliche Festsetzung der Investitionskosten und berechnen den Bewohner die orts\u00fcbliche Kaltmiete direkt. \u00d6rtliche Sozialhilfetr\u00e4ger \u00fcbernehmen aus Not die Preisforderungen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Aus der Not der fehlenden station\u00e4ren Einrichtungen werden \u00fcberwiegend Wohngemeinschaften in verschiedenen Angebotsvarianten angeboten, die so im SGB XI nicht vorgesehen sind.<\/p>\n<h2><strong>Der Markt reagiert auf die Nachfrage.<\/strong><\/h2>\n<p>Die Geburtenstarke Jahrg\u00e4nge gehen in K\u00fcrze in Rente. 50 Prozent sind bereits heute Singelhaushalte. F\u00fcr diese B\u00fcrger muss rechtzeitig vorgesorgt werden, wenn das <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&amp;Datum=08.06.2004&amp;Aktenzeichen=1%20BvR%201629\/94\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: Urteil aus 2004\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">Urteil aus 2004<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a> des Bundesverfassungsgerichtes Recht bleiben soll.<\/p>\n<p>Es besteht eine umfassende Versicherungspflicht f\u00fcr alle gesetzlich und privat Versicherten. Das bedeutet, dass jeder, der gesetzlich krankenversichert ist, automatisch in der sozialen Pflegeversicherung versichert ist, und jeder privat Krankenversicherte muss eine private Pflegeversicherung abschlie\u00dfen. Im Jahr 2000 konnte die soziale Pflegeversicherung rund 50,95 Millionen Mitglieder verzeichnen. Seit 2019 bis 2021 betr\u00e4gt der Beitragssatz der Pflegeversicherung insgesamt 3,05 Prozent, der AG-Anteil liegt bei rund 1,53 Prozent. Seit dem 1. Januar 2005 zahlen Personen ab 23 Jahre und ohne eigene Kinder (nach Eheschlie\u00dfung auch Stiefkinder oder Adoptivkinder) einen <a href=\"https:\/\/www.krankenkassenzentrale.de\/wiki\/pflegepflichtversicherung#\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: Zuschlag zur Pflegeversicherung\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">Zuschlag zur Pflegeversicherung<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a> von 0,25 Prozent ihres Einkommens.<\/p>\n<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 gradient-container-1 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\">\n<div class=\"fusion-builder-row fusion-row\">\n<div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-2 fusion_builder_column_3_5 3_5 fusion-three-fifth fusion-column-last gradient-column-3\">\n<div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\">\n<div class=\"fusion-clearfix\">Ab 2022 ist eine Steigerung des Beitrages in der Pflegeversicherung von \u00fcber 5 % bis 8,5 % angek\u00fcndigt und wird nach der Bundestagswahl am 26. September 2021 rechtzeitig verk\u00fcndet.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>F\u00fcr 2024 und 2025 wurden bereits zwei Gesetze zur \u00c4nderungen im SGB XI verabschiedet.<\/p>\n<p>2020 wurde 11 gesetzliche \u00c4nderungen im Monatstakt mit unz\u00e4hligen \u00c4nderungen bestehender \u00a7\u00a7 und 10 \u00a7\u00a7 sind neu eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>2019 waren es 9 gesetzliche \u00c4nderungen mit unz\u00e4hligen \u00c4nderungen bestehender \u00a7\u00a7 und 5 \u00a7\u00a7 wurden neu eingef\u00fcgt. 2018 waren zwei Gesetzes\u00e4nderungen, 2017 wirkte sich das II Pflegest\u00e4rkungsgesetz (PSG II) stark aus.<a href=\"https:\/\/www.buzer.de\/gesetz\/4851\/l.htm\" data-wpel-link=\"external\" target=\"_self\" rel=\"nofollow external noopener noreferrer\" title=\"Externer Link:  \u00dcbersicht der \u00c4nderungen.\" class=\"ext-link wpel-icon-right\"> \u00dcbersicht der \u00c4nderungen.<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a><\/p>\n<blockquote>\n<p><strong>Kein B\u00fcrger kann den schnellen \u00c4nderungen folgen.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p><strong>Vorschl\u00e4ge der Verb\u00e4nde reagieren auf den Unmut der Bev\u00f6lkerung. Strukturen werden nicht angetastet \u201ePrivat vor Staat\u201c. Kurieren an den Symptomen zur Sicherung der Erl\u00f6se und Gewinne m\u00fcssen Parteien und B\u00fcrger verhindern. Es fehlt an einer tragf\u00e4higen zugesagten Zukunft auch f\u00fcr die Babyboomer.<\/strong><\/p>\n<p>In \u00a7 2 SGB XI hei\u00dft es: (1) Die Leistungen der Pflegeversicherung sollen den Pflegebed\u00fcrftigen helfen, trotz ihres Hilfebedarfs ein m\u00f6glichst selbst\u00e4ndiges und Selbst bestimmtes Leben zu f\u00fchren, das der W\u00fcrde des Menschen entspricht. Die Hilfen sind darauf auszurichten, die k\u00f6rperlichen, geistigen und seelischen Kr\u00e4fte der Pflegebed\u00fcrftigen, auch in Form der aktivierenden Pflege, wiederzugewinnen oder zu erhalten.<\/p>\n<p>(2) Die Pflegebed\u00fcrftigen k\u00f6nnen zwischen Einrichtungen und Diensten verschiedener Tr\u00e4ger w\u00e4hlen. Ihren W\u00fcnschen zur Gestaltung der Hilfe soll, soweit sie angemessen sind, im Rahmen des Leistungsrechts entsprochen werden. W\u00fcnsche der Pflegebed\u00fcrftigen nach gleichgeschlechtlicher Pflege haben nach M\u00f6glichkeit Ber\u00fccksichtigung zu finden.<\/p>\n<p>(3) Auf die religi\u00f6sen Bed\u00fcrfnisse der Pflegebed\u00fcrftigen ist R\u00fccksicht zu nehmen. Auf ihren Wunsch hin sollen sie station\u00e4re Leistungen in einer Einrichtung erhalten, in der sie durch Geistliche ihres Bekenntnisses betreut werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>(4) Die Pflegebed\u00fcrftigen sind auf die Rechte nach den Abs\u00e4tzen 2 und 3 hinzuweisen.\u201c<\/p>\n<p>Durch den Mangel entsprechender Bettpl\u00e4tze in den Einrichtungen und den notwendigen Pflegekr\u00e4ften, sind die Abs\u00e4tze zwei und drei hinf\u00e4llig, eine Abhilfe ist nicht in Aussicht.<\/p>\n<h2><strong>Anspruch bei fehlenden Pflegekr\u00e4ften<\/strong><\/h2>\n<h3>Weiter so<\/h3>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Wer den Vorrang \u201ePrivat vor Staat\u201c beibehalten will<\/strong><\/span>, muss auf das freie Spiel der Marktkr\u00e4fte \u201eAngebot und Nachfrage\u201c setzen. Dies bedeutet konsequent, dass die Pflegebed\u00fcrftigen vollumf\u00e4ngliche Vertragspartner werden m\u00fcssen. Die Versicherten haben allein den Anspruch auf volle Leistung aus der Pflegeversicherung, die Unterscheidung zwischen Sachleistung und Geldleistung entf\u00e4llt. \u00dcber den optimalen Einsatz des Geldes entscheidet nicht die Pflegeversicherung, sondern der m\u00fcndige B\u00fcrger. Dieser Weg wurde von Anfang an in \u00d6sterreich gew\u00e4hlt und ist aus europ\u00e4ischer Sicht konsequent. Die Anbieter von Pflegeleistungen stehen mit anderen im vollen Wettbewerb. Die Zusatzleistungen jeglicher Art sind Qualit\u00e4ts- und Wettbewerbsangebote und stehen im alleinigen Risiko der Betreiber. Etwaige Steuermittel, in Form von Wohngeld, Sozialhilfe, entlasten die Pflegebed\u00fcrftigen. Eine doppelte Subventionierung, mit <a href=\"https:\/\/wp.me\/p91Zz0-37c\" data-wpel-link=\"external\" target=\"_self\" rel=\"nofollow external noopener noreferrer\" title=\"Externer Link: M\u00f6glichkeiten des Missbrauches\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">M\u00f6glichkeiten des Missbrauches<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a>, entf\u00e4llt eher.\u00a0 Dieser konsequente Schritt der rechtlichen Ausgestaltung nach dem BGB und den Schutzgesetzen widersetzen sich die Beh\u00f6rden, Pflegekassen einerseits und die Betreiber der Einrichtungen. Es ist ja so bequem monatlich eine Summe auf ein Tr\u00e4gerkonto zu \u00fcberweisen. Gleichzeitig haben die Tr\u00e4ger die gesicherten und erh\u00f6hten Erl\u00f6se durch die &#8222;erh\u00f6hte Sachleistung&#8220;. So erkl\u00e4ren sich die obigen Ausgaben von rund 60 % der Pflegekassen an die station\u00e4ren Einrichtungstr\u00e4ger, dies bei 20 % der Pflegeleistungen \u00fcber alle anerkannten Pflegebed\u00fcrftigen.<\/p>\n<h3>Daseinsvorsorge<\/h3>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Wer die Pflege als notwendige Daseinsvorsorge des Staates begreift<\/strong><\/span>, muss die eingesetzten Mittel schnellstens entsprechend kontrollieren und <a href=\"https:\/\/wp.me\/p91Zz0-37c\" data-wpel-link=\"external\" target=\"_self\" rel=\"nofollow external noopener noreferrer\" title=\"Externer Link: sanktionieren\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">sanktionieren<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a>. Die Doppelstruktur Krankenkasse mit angeh\u00e4ngter rechtlich abh\u00e4ngiger Pflegekasse ist zur einer einheitlichen Gesundheitsversorgung zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<blockquote>\n<p><strong>Chancen erkennen, Herausforderungen meistern.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Mit diesem Beitrag zeigen wir die bestehende Situation auf. Es reicht nicht mehr den Politikern allein das Vertrauen auszusprechen, sie werden es nicht richten. Die Blockadehaltung zeigt sich deutlich im Bundeskanzleramt mit Minister Helge Braun (CDU). Dieser verweist auf die steigenden Kosten und dem damit verbundenen Diskussionsbedarf in der fehlenden Umsetzung in der zu Ende gehenden Legislatur. Teildiskussion werden nach dem Prinzip gef\u00fchrt: Teile und Herrsche.<\/p>\n<h2><strong>Zur Klarstellung:<\/strong><\/h2>\n<p>Nicht die Versicherten oder Pflegebed\u00fcrftigen erpressen den Sozialstaat. Solange keine Sanktionsm\u00f6glichkeiten gegen die Einrichtungsbetreiber nach dem SGB XI auch im Blick auf die Pflegebuchf\u00fchrungsVO gegeben ist, ist und bleibt die station\u00e4re Pflegeeinrichtung ein lukratives Invest.<\/p>\n<p>Eine umfassende und tiefgreifende Pflegereform ist n\u00f6tig. In der aktuellen Diskussion sind<\/p>\n<h3><strong>Reformkonzepte<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>Modell eines \u201eSockel-Spitze-Tauschs\u201c von den Gr\u00fcnen und den Sozialverb\u00e4nden unterst\u00fctzt<\/li>\n<li>Vollversicherung, die von der Linkspartei, der SPD und dem DGB favorisiert wird,<\/li>\n<li>CDU\/CSU gegen Steuerfinanzierung der Pflegereform<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Mitverantwortung<\/h3>\n<p>Warten wir nicht l\u00e4nger auf die Interessenvertreter! Seien wir unsere eigenen Lobbyisten, nehmen wir unsere Mitverantwortung wahr, bestimmen wir mit, bringen wir uns ein. In K\u00fcrze (16.6.) stellen wir ein Geriatrie- und Demenzkonzept vor.<\/p>\n<p>Teilen Sie den Beitrag. Diskutieren Sie mit, zeigen Sie fehlende Aspekte auf.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reichen kosmetische \u00c4nderungen oder muss die Pflegeversicherung neu gedacht werden? Fortsetzung aus Januar Viele Alte sind arm, k\u00f6nnen sich keine altersgerechten Wohnungen leisten, bleiben in ihren Nachbarschaften. Vielen Angeh\u00f6rigen geht es nicht viel anders: Sie pflegen zus\u00e4tzlich zu Belastungen durch Jobs und andere Sorgearbeit, bekommen ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte des Geldes als die Einrichtungen. Hartz-IV-Bezieher*innen, wird&hellip; <a class=\"continue\" href=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/2021\/05\/reicht-ein-umbau-pflegeversicherung\/sraebiger\/\" data-wpel-link=\"internal\"> \u00bb weiterlesen: <span> Der Sozialstaat wird erpresst<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":612,"featured_media":9186,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"generate_page_header":"","footnotes":""},"categories":[1,5,4],"tags":[2435,2190,560,968,1555,1062,1651,2193,414,2191,1880,2436,765,446,2437,1000,1158,2192,2196,2194,2195],"class_list":["post-12321","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-dies-und-das","category-recht","category-unterstuetzung","tag-7-bundespflegebericht","tag-ausgaben","tag-beitragserhoehung","tag-beitragsstabilitaet","tag-bundesverfassungsgericht","tag-daseinsvorsorge","tag-geldleistung","tag-gesetzesaenderungen","tag-heimentgelte","tag-missbrauch","tag-mitverantwortung","tag-pflegebuchfuehrungsvo","tag-pflegeversicherung","tag-privat-vor-staat","tag-reformkonzepte","tag-sachleistung","tag-sozialstaat","tag--2-sgb-xi","tag--3-sgb-xi","tag--43-sgb-xi","tag--70-sgb-xi"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12321","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/612"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12321"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12321\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9186"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12321"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12321"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12321"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}