{"id":12921,"date":"2021-05-18T11:50:54","date_gmt":"2021-05-18T09:50:54","guid":{"rendered":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/?p=12921"},"modified":"2021-04-17T17:52:29","modified_gmt":"2021-04-17T15:52:29","slug":"die-letzte-zeit-des-irdischen-lebens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/2021\/05\/die-letzte-zeit-des-irdischen-lebens\/sraebiger\/","title":{"rendered":"Die letzte Zeit des irdischen Lebens"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<p><strong>Pflegeeinrichtungen werden Sterbeh\u00e4user<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p><strong>Einrichtungsleitungen, Bewohnerbeir\u00e4te, Angeh\u00f6rige sind aufgerufen, das Ende w\u00fcrdevoll zu gestalten<\/strong>. Theorien gibt es zur Gen\u00fcge.\u00a0 Fehlt es wirklich an praktischen Beispielen?<\/p>\n<p>Wurden im Jahr 1999 noch 40 % aller Pflegebed\u00fcrftigen in Pflegeeinrichtungen gepflegt, k\u00f6nnen heute, zwanzig Jahre sp\u00e4ter, durch die fehlenden Bettpl\u00e4tze noch 15 % in Einrichtungen gepflegt werden. Eine Besserung ist nicht in Sicht, wahrscheinlicher ist eine dramatische Verschlechterung. Sehr viele sterben schon heute\u00a0 in den Krankenh\u00e4usern ohne Beistand. In Pandemiezeiten\u00a0 geschieht dies auch in Altenhilfeeinrichtungen, ohne von und mit den Angeh\u00f6rigen Abschied nehmen zu k\u00f6nnen .<\/p>\n<h2>Auf dem letzten Weg brauchen wir eine Begleitung.<\/h2>\n<h3><strong>Tod und Sterben<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/h3>\n<p>Der \u00dcbergang vom Sterben zum Tod l\u00e4sst sich nicht abschlie\u00dfend definieren. \u00c4hnlich trifft dies auch beim Begriff \u201eW\u00fcrde\u201c zu.\u00a0<\/p>\n<p>Den Tod betrachtet man als gegeben, wenn die lebenswichtigen Funktionen erloschen sind. Der Tod wird als das Ende des irdischen Lebens gesehen. Der medizinische Fortschritt l\u00e4sst uns l\u00e4nger leben, aber <a href=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/2018\/06\/patient-ohne-verfuegung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-wpel-link=\"internal\">oft auch l\u00e4nger sterben<\/a>. Davor haben die Meisten Angst; es fehlt uns die Kunst des Sterbens (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ars_moriendi\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: ars moriendi\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">ars moriendi<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a>).<\/p>\n<p><strong>Das Sterben beginnt, sobald die Fakten bewusst sind oder sie akzeptiert werden.<\/strong>\u00a0<\/p>\n<p>Das Sterben wird als Vorstufe zum Tod, als Prozess angesehen. Meist wird der Beginn des Sterbens fr\u00fchzeitig von \u00c4rzten und anderen professionellen Kr\u00e4ften erkannt. Die Anzeichen treten wenige Stunden bis Tage vor dem Tod auf. Der Beginn des Sterbens kann auch an anderen individuellen Punkten festgemacht werden.<\/p>\n<p><strong>Keine Angst vor der notwendigen Diskussion! <\/strong><\/p>\n<p>Eine Person wird dann zum Sterbenden, sobald sie sich \u00fcber die Erkrankung mit den Angeh\u00f6rigen oder Nahestehenden austauscht und sich die \u201eEingeweihten\u201c gegen\u00fcber dem Betroffenen in einer bestimmten Form verhalten. Bei dieser Definition kommt die soziale Komponente stark zum Tragen.<\/p>\n<p><strong>Zwischen palliativer Begleitung und Sterbehilfe ist ein Unterschied.<\/strong><\/p>\n<p>Mit Sterbehilfe ist die Suizidhilfe gemeint, also die Begleitung von Menschen, die insbesondere aufgrund ihrer Krankheit oder ihres Leidenswegs freiwillig aus dem Leben scheiden m\u00f6chten und zu diesem Zweck ein t\u00f6dlich wirkendes Medikament ben\u00f6tigen. Im Jahr 2015 hatte der Deutsche Bundestag ein Gesetz verabschiedet, das die Unterst\u00fctzung eines solchen Suizids faktisch verboten hatte. Dieses Gesetz \u2013 in Form des neu gefassten \u00a7\u202f217 Strafgesetzbuch \u2013 ist vom Bundesverfassungsgericht am 26.2.2020 aufgehoben worden. Der Gesetzgeber wird zur Suizidhilfe erneut t\u00e4tig werden. Abgeordnete des Deutschen Bundestags haben bereits zwei Gesetzentw\u00fcrfe vorgelegt; doch wer kennt sie. Gleichzeitig hat der Bundesgesundheitsminister Spahn ein <a href=\"https:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/19\/268\/1926822.pdf\" class=\"mtli_attachment mtli_pdf ext-link wpel-icon-right\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: Gesetz \u00fcber die Triage\">Gesetz \u00fcber die Triage<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a> vorgelegt. Wohl verpackt als: Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz \u2013 GVWG.<\/p>\n<p>Jeder Mensch sollte das <a href=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/2021\/04\/gsundheit-ein-menschenrecht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-wpel-link=\"internal\">zugestandene Recht<\/a> haben, \u00fcber den Zeitpunkt des Endes seines Lebens selbst zu bestimmen und dann auch Handlungen vorzunehmen oder vornehmen zu lassen, die sein Leben tats\u00e4chlich beenden. Ein solcher Sterbewunsch muss freiverantwortlich sein; d.h. die Personen, die ihn \u00e4u\u00dfern und auf seine Realisierung dringen, m\u00fcssen zu eigenst\u00e4ndiger, wohlbegr\u00fcndeter Willensbildung in der Lage sein.<\/p>\n<p>Vorgaben f\u00fcr die sogenannte indirekte Sterbehilfe, also f\u00fcr die Fallkonstellation, dass die Gabe von Schmerzmedikamenten als unbeabsichtigte Nebenfolge eine gewisse Verk\u00fcrzung der Lebenszeit bewirkt. Dazu \u00e4u\u00dferte sich das <a href=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/2020\/02\/sterbehilfe-vor-dem-bundesverfassungsgericht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-wpel-link=\"internal\">Bundesverfassungsgericht am 26.2.2020<\/a> eindeutig.<\/p>\n<p>Am 11.1.2021 meinten drei evangelische Kirchenvertreter in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, evangelisch\u00a0 getragene Einrichtungen sollten sich der heutigen Realit\u00e4t, d.h. auch der Akzeptanz von Suizidbeihilfe \u00f6ffnen und sogar selbst Suizidbeihilfe anbieten. Mit diesem Vorsto\u00df wollte man das herk\u00f6mmliche kirchliche Nein zur Suizidhilfe in Vergessenheit geraten lassen. Innerhalb der Kirchen wurde dem Vorsto\u00df aber sofort breit und vehement widersprochen, u.a. am 25.1.2021 in der Frankfurter Allgemeinen von dem fr\u00fcheren Spitzenrepr\u00e4sentanten der evangelischen Kirche W. Huber. Ein Selbstbestimmungsrecht, das Suizid und Suizidbeihilfe einschl\u00f6sse, wurde erneut schroff in Abrede gestellt, weil das Leben von Gott geschaffen sei. Hilfreicher ist die Argumentation von Frau Coenen-Marx, ehemalige Oberkirchenr\u00e4tin und Vorsteherin der Diakonissenanstalt Kaiserswerth in <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/am-sonntagmorgen.2788.de.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: im Deutschlandfunk\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">im Deutschlandfunk<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a>. &#8222;<strong>Denken wir rechtzeitig an unsere letzten W\u00fcnsche.<\/strong>&#8220;\u00a0 L\u00e4nge:\u00a0 14:06 min Minuten MP3:\u00a0 \u00a0<a href=\"https:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2021\/03\/21\/am_sonntagmorgen_sterben_in_der_nachbarschaft_noch_immer_dlf_20210321_0835_38b102c7.mp3\" data-wpel-link=\"external\" target=\"_self\" rel=\"nofollow external noopener noreferrer\" title=\"Externer Link: Audio abspielen\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">Audio abspielen<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a><\/p>\n<p>Wir leben in der Bundesrepublik Deutschland in einem weltanschaulich neutralen Staat. Daher ist es unzul\u00e4ssig, dass der Staat als Gesetzgeber sich religi\u00f6se, ethische oder sonstige Ma\u00dfst\u00e4be zu eigen macht, die er den B\u00fcrgern \u2013 was ihre Einstellung und ihren Umgang mit dem Sterben anbelangt \u2013 dann autoritativ und verbindlich vorgibt.<\/p>\n<p>Verst\u00e4ndlich ist aus \u00f6konomischen Gr\u00fcnden, dass die Krankenkassen ungern die station\u00e4re Palliativversorgung bezahlen und ambulante Sterbehilfe bevorzugt gef\u00f6rdert wird. Ein guten Ein- und \u00dcberblick finden Sie <strong><a href=\"https:\/\/www.betanet.de\/palliativversorgung.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: &gt;&gt;hier&lt;&lt;\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">&gt;&gt;hier&lt;&lt;<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a><\/strong>.<\/p>\n<p>Die Angst vor fehlender Finanzierung darf aber nicht dazu f\u00fchren, dass sich B\u00fcrger mit ihren religi\u00f6sen, ethischen oder philosophischen Standpunkten nicht in die notwendige Diskussion rechtzeitig einbringen. Jede Person hat einen eigenen Blickwinkel, wie sie in W\u00fcrde sterben will. Dazu geh\u00f6rt insbesondere ohne Leiden und Schmerzen die letzten Stunden bei vollem Verstand zu verbringen.<\/p>\n<p><strong>Es ist die Zeit des Zuh\u00f6rens und Verstehens.<\/strong><\/p>\n<p>In der heutigen hektischen Zeit besteht oft nicht mehr die M\u00f6glichkeit die Sorgen und \u00c4ngste untereinander frei und offen auszutauschen. Jeder verkauft sich als optimale Person. \u00c4ngste und Sorgen werden als Schw\u00e4che ausgelegt. Angst ist ein m\u00e4chtiges Gef\u00fchl und steuert unsere Entscheidungen.<\/p>\n<h3><strong>W\u00fcrde<\/strong><\/h3>\n<p>Ziel muss es sein, ein w\u00fcrdevolles Sterben zu erm\u00f6glichen und die W\u00fcrde des Menschen zu wahren. Die Forderung fand auch ihren Ausdruck im (Bundes-)Heimgesetz: \u201eEin Heim darf nur betrieben werden, wenn der Tr\u00e4ger und die Leitung die W\u00fcrde sowie die Interessen und Bed\u00fcrfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner vor Beeintr\u00e4chtigung sch\u00fctzen\u201c (05.11.2001, \u00a711,1), nun inhaltlich abgel\u00f6st durch <a href=\"https:\/\/www.biva.de\/gesetze\/laender-heimgesetze\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: Wohn-, Teilhabe- Pflegegesetze der L\u00e4nder\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">Wohn-, Teilhabe- Pflegegesetze der L\u00e4nder<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a>.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Die W\u00fcrde des Menschen wird herabgesetzt, sobald er vom Subjekt zum reinen Objekt, zum Mittel degradiert wird<\/strong>.<\/p>\n<p>Das bedeutet, der Mensch verliert seine W\u00fcrde, wenn er seiner Autonomie beraubt und fremdbestimmt wird. \u00c4rzte m\u00fcssen Patienten aufkl\u00e4ren, damit der Patient frei entscheiden kann. Medizin ist nicht grenzenlos.\u00a0 Die freie menschliche Pers\u00f6nlichkeit soll auf der h\u00f6chsten Stufe der Wertordnung stehen. Auch wenn es in guter Absicht geschieht, darf nicht in die Selbstbestimmtheit eingegriffen werden, solange der Mensch in seinem Vernunftgebrauch nicht eingeschr\u00e4nkt ist. Bei Demenzkranken ist es sicherlich eine Gratwanderung, den freien oder mutma\u00dflichen Willen zu erkennen. Umso wichtiger sind <a href=\"https:\/\/www.betanet.de\/patientenvorsorge.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: rechtzeitige Vorsorgevollmachten\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">rechtzeitige Vorsorgevollmachten<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a>, die den Willen erkennen lassen. Die Integrit\u00e4t des Menschen muss unbedingt gewahrt bleiben und geachtet werden.<\/p>\n<p>Die Menschenw\u00fcrde zu achten bedeutet, in jedem Menschen einen Wert in sich selbst anzunehmen, der von \u00e4u\u00dferen Merkmalen unabh\u00e4ngig ist und unter allen Umst\u00e4nden respektiert sein will. W\u00fcrde zu haben bedeutet, um seiner selbst, nicht um fremder Zwecke willen in der Welt zu sein. Das Denken ist in Art. 1 Absatz 1 des Grundgesetzes eingegangen und in Art. 2 GG als pers\u00f6nliche Freiheitsrecht garantiert.<\/p>\n<h1>Hospizbewegung<\/h1>\n<p>1967 er\u00f6ffnete Cicely Saunders in London das \u201eSt. Christopher\u2019s Hospice\u201c, das den sterbenden Menschen und ihren Angeh\u00f6rigen wieder einen Platz in der Gesellschaft geben wollte. Mit der Namensgebung erinnerte Saunders an die alte mittelalterliche Tradition der Hospize. Diese waren Herbergen, die von kirchlichen Orden gef\u00fchrt wurden, um Pilgern auf ihrer Reise Unterkunft, Verpflegung und St\u00e4rkung anzubieten. Ihr Hospiz sollte f\u00fcr die Menschen eine Herberge am Ende ihrer irdischen Pilgerreise sein, um gest\u00e4rkt den letzten Weg zu gehen. Hospize bejahen das Leben. Hospize machen es sich zur Aufgabe, Menschen in der letzten Phase einer unheilbaren Krankheit zu unterst\u00fctzen und zu pflegen, damit sie in dieser Zeit so bewusst und zufrieden wie m\u00f6glich leben k\u00f6nnen. \u2013 Hospize wollen den Tod weder hinausz\u00f6gern noch beschleunigen. Hospize leben aus der Hoffnung und \u00dcberzeugung, dass sich Patienten und ihre Familien so\u00a0 weit geistig und spirituell auf den Tod vorbereiten k\u00f6nnen, dass sie bereit sind, ihn anzunehmen. Diesem Vorbild folgten in der Neuzeit als erstes Krankenh\u00e4user der Caritas und Diakonie. So konnte das Evangelische Krankenhaus in D\u00fcsseldorf 1994, nach einer Spende von \u00fcber 2 Millionen DM, ein Hospiz mit 14 Betten f\u00fcr Krebs- und AIDS-Patienten er\u00f6ffnen und kn\u00fcpfte so an die 150j\u00e4hrige Entstehungsgeschichte an.\u00a0<\/p>\n<p>Wenn es so weit war, starb man fr\u00fcher im Kreise der Familie. Diesen Wunsch hegen auch heute noch viele Menschen, die Mehrheit stirbt jedoch in Krankenh\u00e4usern oder Pflegeeinrichtungen. Darum kann derzeit von einer Institutionalisierung und r\u00e4umlichen Marginalisierung des Todes gesprochen werden. Sterben ist prim\u00e4r ein medizinisches Geschehen, soziale und religi\u00f6se Aspekte treten in den Hintergrund. Der Tod wird nicht mehr als nat\u00fcrliche Folge des Lebens hingenommen, sondern bek\u00e4mpft.<\/p>\n<p><strong>Ziel ist ein m\u00f6glichst langes Leben, koste es was es wolle.<\/strong><\/p>\n<p>Der Sterbevorgang wird tabuisiert und ist heute aus dem normalen gesellschaftlichen Alltag verschwunden. Aus diesen Gr\u00fcnden ist es verst\u00e4ndlich, dass immer mehr Menschen aller Gruppen eine neue Sterbekultur fordern, in der man keine Angst davor haben muss, dass aus der Lebensverl\u00e4ngerung am Ende eine Sterbeverl\u00e4ngerung wird, unter der die W\u00fcrde des Menschen leidet. Die modernen Entwicklungen in der Medizin rufen \u00c4ngste hervor. Die Finanzierung der Krankenh\u00e4user durch Fallpauschalen birgt die Gefahr, lange leiden zu m\u00fcssen, bevor man w\u00fcrdig sterben 1) kann oder sogar darf.<\/p>\n<p>Die Sterbephase ist ein Einschnitt auch in das Leben der Angeh\u00f6rigen, der Familie.\u00a0 Es erfordert einen offenen und ehrlichen Umgang aller Beteiligten miteinander, insbesondere auch mit dem Thema Sterben und Tod.\u00a0 Wir m\u00fcssen den Tod wieder in die Mitte der Gesellschaft holen. &#8222;Die Wiederentdeckung der Seele&#8220; 2)<\/p>\n<blockquote>\n<h2><strong>Der Mensch ist mehr als nur Materie<\/strong><\/h2>\n<\/blockquote>\n<h3><strong style=\"font-size: 16px;\"><a href=\"https:\/\/www.betanet.de\/palliativphase.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: Ein \u00dcberblick \u00fcber Informationen\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">Ein \u00dcberblick \u00fcber Informationen<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a>, die in der Palliativphase relevant sein k\u00f6nnen.<\/strong><\/h3>\n<p>Im November 2015 hat der Bundestag ein <a href=\"https:\/\/www.buzer.de\/gesetz\/11807\/index.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a> verabschiedet, mit \u00c4nderungen im SGB V. Im Pflegeversicherungsgesetz (SGB XI) wurde im \u00a7 <a class=\"preview ext-link wpel-icon-right\" title=\"Externer Link: 28\" href=\"https:\/\/www.buzer.de\/28_SGB_11.htm\" data-wpel-link=\"external\" target=\"_self\" rel=\"nofollow external noopener noreferrer\">28<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a> Absatz 5 angef\u00fcgt: \u201ePflege schlie\u00dft Sterbebegleitung mit ein; Leistungen anderer Sozialleistungstr\u00e4ger bleiben unber\u00fchrt.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Was nutzt der gesetzliche Anspruch?<\/strong><\/p>\n<p>In den Pflegeeinrichtungen fehlt qualifiziertes Personal, um auch in der Praxis Fortschritte zu machen. So bleibt es weiter bei unn\u00f6tigen Krankenhauseinweisungen, die das Sterberisiko von Heimbewohnern noch erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>1)Zimmermann, Johann Georg, 1728-1795\/Friedrich II., Preu\u00dfen, K\u00f6nig, 1712-1786:\u00a0 Ueber Friedrich den Gro\u00dfen und meine Unterredungen mit Ihm kurz vor seinem Tode, Frankfurt und Leipzig 1788\u00a0 2) <a href=\"https:\/\/www.rubikon.news\/artikel\/die-wiederentdeckung-der-seele\" data-wpel-link=\"external\" target=\"_self\" rel=\"nofollow external noopener noreferrer\" title=\"Externer Link: Die Wiederentdeckung der Seele | Rubikon\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">Die Wiederentdeckung der Seele | Rubikon<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a><\/p>\n<h3><strong>Wir hoffen auf eine lebhafte Diskussion und freuen uns auf Zuschriften und Reaktionen. So kann der Beitrag den Weg aus der Theorie in die Umsetzung in der Praxis finden. Positive Beispiele in und aus der Praxis zeigen den Weg.<\/strong><\/h3>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pflegeeinrichtungen werden Sterbeh\u00e4user Einrichtungsleitungen, Bewohnerbeir\u00e4te, Angeh\u00f6rige sind aufgerufen, das Ende w\u00fcrdevoll zu gestalten. Theorien gibt es zur Gen\u00fcge.\u00a0 Fehlt es wirklich an praktischen Beispielen? Wurden im Jahr 1999 noch 40 % aller Pflegebed\u00fcrftigen in Pflegeeinrichtungen gepflegt, k\u00f6nnen heute, zwanzig Jahre sp\u00e4ter, durch die fehlenden Bettpl\u00e4tze noch 15 % in Einrichtungen gepflegt werden. Eine Besserung ist&hellip; <a class=\"continue\" href=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/2021\/05\/die-letzte-zeit-des-irdischen-lebens\/sraebiger\/\" data-wpel-link=\"internal\"> \u00bb weiterlesen: <span> Die letzte Zeit des irdischen Lebens<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":612,"featured_media":9178,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"generate_page_header":"","footnotes":""},"categories":[1520,1,5,39],"tags":[2366,2365,2364,1818,151,2332,2369,2371,2348,503,2367,502,312,2391,909,2361,2362,1793,910,2346,378,595,2363,2370],"class_list":["post-12921","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-heimbeirat","category-dies-und-das","category-recht","category-tabus","tag-ars-moriendi","tag-audio","tag-begleiten","tag-coenen-marx","tag-demenz","tag-deutschlandfunk","tag-ev-krankenhaus-duesseldorf","tag-friedrich-ii","tag-gvwg","tag-hospiz","tag-kunst-des-sterbens","tag-palliativ","tag-pflegeeinrichtung","tag-seele","tag-sterben","tag-sterbhaeuser","tag-strafgesetzbuch","tag-suizid","tag-tod","tag-triage","tag-vorsorgevollmacht","tag-wuerde","tag-zuhoeren","tag--28-abs-5-sgb-xi"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12921","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/612"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12921"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12921\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9178"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12921"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12921"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12921"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}