{"id":14205,"date":"2022-01-07T12:12:37","date_gmt":"2022-01-07T11:12:37","guid":{"rendered":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/?p=14205"},"modified":"2022-01-02T17:34:08","modified_gmt":"2022-01-02T16:34:08","slug":"das-aendert-sich-2022-bei-der-rente","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/2022\/01\/das-aendert-sich-2022-bei-der-rente\/uwiemann\/","title":{"rendered":"Das \u00e4ndert sich 2022 bei der Rente"},"content":{"rendered":"<p><strong>Neues Jahr, neues Gl\u00fcck f\u00fcr Deutschlands Rentner?<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Rente \u00e4ndert sich 2022 einiges, auch weil sich die Ampelregierung viel vorgenommen hat. Auch 2022 stehen Rentner*innen einige \u00c4nderungen ins Haus. So k\u00f6nnen sich Rentner*innen \u00fcber eine gro\u00dfe Erh\u00f6hung ihrer Bez\u00fcge freuen. Doch auch die neue Ampelregierung wartet mit einigen Anpassungen f\u00fcr die Rente auf.<\/p>\n<p><strong>Renten steigen deutlich<\/strong><\/p>\n<p>Die rund 21 Millionen Rentner*innen in Deutschland bekommen 2022 deutlich mehr Geld. Gleichzeitig m\u00fcssen sie damit rechnen, dass die Rentenerh\u00f6hung nicht ganz so hoch ausfallen wird, wie zwischenzeitlich erwartet war. Prognostiziert war urspr\u00fcnglich ein Plus von 5,2 Prozent f\u00fcr Rentner im Westen Deutschlands, dass die Rente in Deutschland ab Juli 2o22 aber nur um 4,4 Prozent steigen wird, haben wir Bundesarbeitsminister Hubertus Heil SPD zu verdanken. Das w\u00e4ren 0,8 Prozentpunkte weniger. Im Osten k\u00f6nnten die Renten demnach um 5,1 Prozent anziehen statt bislang 5,9 Prozent. Grund f\u00fcr den geringeren Anstieg als urspr\u00fcnglich erwartet ist der Nachholfaktor, der wieder greifen soll. Die genaue H\u00f6he der Anpassung steht erst im Fr\u00fchjahr 2022 fest.<\/p>\n<p><strong>Nachholfaktor greift wieder<\/strong><\/p>\n<p>Die Ampelkoalition will den sogenannten Nachholfaktor in der Rentenanpassungsformel wieder aktivieren. Dieser Faktor wurde 2018 unter Arbeitsminister Hubertus Heil <strong>SPD ausgesetzt und soll nun wieder gelten.<\/strong> Der Faktor wirkt sich aus, wenn wie im Jahr 2021 die Rentengarantie gegriffen hat. Ohne die Rentengarantie h\u00e4tten die Renten dieses Jahr eigentlich gek\u00fcrzt werden m\u00fcssen. Der Grund, die Corona-Krise, die im Schnitt zu sinkenden L\u00f6hnen in Deutschland gef\u00fchrt hat, an die wiederum auch die Renten gekoppelt sind. Wegen der Rentengarantie waren sie stabil geblieben. Der Nachholfaktor wiederum sorgt daf\u00fcr, dass die eigentlich n\u00f6tige Senkung der Renten im Folgejahr ausgeglichen wird, und zwar durch eine geringere Erh\u00f6hung. Da ihn die Ampelkoalition rechtzeitig vor der Anpassung der Renten im Sommer wieder einf\u00fchren will, steigen die Renten 2022 wohl weniger stark als urspr\u00fcnglich bereits vorhergesagt wurde.<\/p>\n<p><strong>Rente wird auf Aktienbasis gestellt<\/strong><\/p>\n<p>Die neue Ampelregierung will die gesetzliche Rente umkrempeln, zumindest ein bisschen. Sie soll auf eine Aktienbasis gestellt werden. Konkret hei\u00dft das: 2022 sollen zehn Milliarden Euro aus Bundesmitteln in einen Aktienfonds flie\u00dfen, dessen Gewinn in die Rentenkasse flie\u00dfen sollen. Auch die Jahre danach soll Geld aus der Staatskasse in diesen Fonds flie\u00dfen. Offen ist noch, wie viel. Die Idee dahinter, das reine Umlagesystem, in dem die Jungen f\u00fcr die Renten der Alten aufkommen, soll erg\u00e4nzt werden um die vergleichsweise hohen Renditenm\u00f6glichkeiten, die der Kapitalmarkt bietet. Allerdings kritisieren Experten, <span style=\"text-decoration: underline;\">dass diese zehn Milliarden Euro kaum ausreichen.<\/span><strong> Das entspricht gerade einmal dem Gegenwert der Rentenausgaben f\u00fcr zehn Tage, so l\u00e4sst sich die Rente nicht retten.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Eintrittsalter und Rentenniveau<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Das plant die Ampelregierung f\u00fcr Deutschlands Rentner: Der Bund will einen neuen Fonds etablieren, der die private Vorsorge erg\u00e4nzen soll<\/span>. Im Koalitionsvertrag ist aktuell aber nur von einer Pr\u00fcfung die Rede. Wie und in welchem Zeitrahmen die Pr\u00fcfung\u00a0 erfolgen soll, steht derzeit noch nicht fest, hei\u00dft es vom zust\u00e4ndigen Arbeits- und Sozialministerium, Fraglich bleibt damit, ob die Weichen f\u00fcr den privaten Fonds tats\u00e4chlich schon 2022 gelegt werden.<\/p>\n<p>In jedem Fall gilt: Auch an diesem Projekt der Ampelkoalition regt sich Kritik, diesmal auch aus der Privatwirtschaft. Ein Staatsvehikel in der dritten S\u00e4ule, das die private Vorsorge erg\u00e4nzt, muss \u00fcberdacht werden, so K\u00fclps. Der Fonds darf den Wettbewerb nicht verzerren und es muss sichergestellt werden, dass Anleger wirklich die beste Chance zum Anlageerfolg erhalten. Sinnvoll w\u00e4re es, auf privatem Wege zu versuchen, mehr Sparer zu Investoren zu machen. Daf\u00fcr w\u00e4ren beispielsweise weitere steuerliche F\u00f6rderungen und mehr Flexibilit\u00e4t bei <span style=\"text-decoration: underline;\">Altersvorsorgeprodukten, die nicht auf Garantien basieren,<\/span> ein guter Start.<\/p>\n<p><strong>H\u00f6herer Steueranteil f\u00fcr Neurentner<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Rentenbesteuerung erh\u00f6ht sich ab 1. Januar 2022 der steuerpflichtige Rentenanteil von 81 auf 82 Prozent. Somit bleiben nur noch 18 Prozent der ersten vollen Bruttojahresrente steuerfrei, erkl\u00e4rt der Steuerzahlerbund. Dieser Anteil gilt f\u00fcr im Jahr 2022 neu hinzukommende Rentnerjahrg\u00e4nge. Bei Bestandsrenten bleibt der festgesetzte steuerfreie Rentenbetrag bestehen. Rentner m\u00fcssen seit 2005 einen Teil ihrer Altersbez\u00fcge versteuern. Der Steuerfreie Freibetrag reduziert sich seitdem j\u00e4hrlich. Wegen eines Urteils des obersten Steuergerichts des Bundesfinanzhofs, hat der Bund angek\u00fcndigt, nachzusteuern, um so eine drohende Doppelbesteuerung zu verhindern, Die Freibetr\u00e4ge k\u00f6nnten sich bald \u00e4ndern.<\/p>\n<p><strong>Zuschuss f\u00fcr betriebliche Altersversorgung<\/strong><\/p>\n<p>Wer seit 2019 eine betriebliche Altersvorsorge abgeschlossen hat, bekommt 15 Prozent Zuschuss vom Arbeitgeber. Ab 2022 muss dieser Zuschuss auch f\u00fcr Altvertr\u00e4ge gezahlt werden, den vollen Zuschuss erh\u00e4lt, wessen Verdienst unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze f\u00fcr die gesetzliche Krankenversicherung lieg, die betr\u00e4gt 58.050 Euro brutto im Jahr 2022. Bei h\u00f6herem Verdienst darf der Zuschuss gleitend abgesenkt werden.<\/p>\n<p><strong>Hinzuverdienstgrenze bleibt hoch<\/strong><\/p>\n<p>Neben der vorgezogene Altersrente k\u00f6nnen Sie arbeiten und etwas hinzuverdienen. Dazu gilt im Jahr 2021 die j\u00e4hrliche Hinzuverdienstgrenze von 46.060 Euro, wegen der Corona-Krise. Auch 2022 greift diese Grenze. Grundlage hierf\u00fcr ist die sogenannte Bezugsgr\u00f6\u00dfe, eine Rechengr\u00f6\u00dfe der Rentenversicherung. Diese hat sich von 2021 auf 2022 nicht erh\u00f6ht, daher bleibt die Grenze bestehen, so das Arbeitsministerium. Zudem teilte es mit: Die Anhebung der Hinzuverdienstgrenze wurde bewusst auf Altersrenten beschr\u00e4nkt. Bei Altersrenten bestehe anders als bei Erwerbsminderungsrenten nicht die Gefahr, dass eine T\u00e4tigkeit aufgenommen wird, bei der sie eine Hinzuverdienstgrenze \u00fcbersteigen k\u00f6nnen, sodass der Rentenanspruch g\u00e4nzlich entfallen kann<\/p>\n<p><strong>Rentenportal r\u00fcckt n\u00e4her<\/strong><\/p>\n<p>Vergangenes Jahr hat der Bund beschlossen, eine digitale Renten\u00fcbersicht einzurichten. Ende 2022 soll dann eine Testphase starten, f\u00fcr die sich interessierte Rentner*innen registrieren k\u00f6nnen. Ein Jahr sp\u00e4ter, also Ende 2023, soll das Portal dann an den Start gehen und f\u00fcr alle verpflichtend werden. Aus dem Arbeitsministerium hei\u00dft es zum aktuellen Stand, das Projekt verl\u00e4uft plangem\u00e4\u00df. Die Zentrale Stelle f\u00fcr Digitale Renten\u00fcbersicht sei mit dem Inkrafttreten des Renten\u00fcbersichtsgesetzes im Februar 2021 eingerichtet worden und hat unverz\u00fcglich die Arbeit am Projekt aufgenommen. Sie hat mehrere Fachbeir\u00e4te einberufen, mit deren Hilfe sie Entscheidungen zu inhaltlichen und technischen Fragestellungen vorbereitet, hei\u00dft es aus dem Arbeitsministerium. Die erste Betriebsphase soll Ende 2022 beginnen.<\/p>\n<p><strong>Regelsatz f\u00fcr Grundsicherung im Alter steigt<\/strong><\/p>\n<p>Ab Januar 2022 erhalten alle, die auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderungen angewiesen sind, ein bisschen mehr Geld. <span style=\"text-decoration: underline;\">Der Regelsatz f\u00fcr alleinstehende Erwachsene steigt um drei Euro auf 449 Euro im Monat. <\/span>Der Anstieg gilt auch f\u00fcr die Leistungen Sozialhilfe sowie Arbeitslosengeld II.<\/p>\n<p>******************<\/p>\n<p><strong>Helfen wir uns gegenseitig das kleine Gl\u00fcck und unsere Ziele zu erreichen. Wir hoffen weiterhin, einmal monatlich interessante\u00a0 Informationen zu finden, mit unseren Beitr\u00e4ge Diskussionen anzusto\u00dfen und Anregungen zu geben.<\/strong><\/p>\n<p><strong>W<\/strong>aren die Informationen hilfreich, sagen Sie es weiter. Kritik und Anregungen erbitten wir <a href=\"mailto:redaktion@raebiger.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">direkt an uns<\/a>.<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/service\/newsletter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-12553\" src=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/files\/2021\/02\/newsletter-150x111.jpg\" alt=\"\" width=\"70\" height=\"52\" srcset=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/files\/2021\/02\/newsletter-150x111.jpg 150w, https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/files\/2021\/02\/newsletter.jpg 220w\" sizes=\"auto, (max-width: 70px) 100vw, 70px\" \/><\/a>W<\/strong>ollen Sie keinen Beitrag verpassen, abonnieren Sie den <a href=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/service\/newsletter\/\" data-wpel-link=\"internal\">kostenfreien Newsletter<\/a>.\u00a0<\/p>\n<p><strong>W<\/strong>elche Themen, Hinweise f\u00fcr Senioren, Veranstaltungen etc. sollen wir aufnehmen?<\/p>\n<p><strong>H<\/strong>elfen wir uns mit RAT und TAT unentgeltlich, ohne Werbung gegenseitig. Bleiben wir vorsichtig und beachten die AHA-Regeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neues Jahr, neues Gl\u00fcck f\u00fcr Deutschlands Rentner? Bei der Rente \u00e4ndert sich 2022 einiges, auch weil sich die Ampelregierung viel vorgenommen hat. Auch 2022 stehen Rentner*innen einige \u00c4nderungen ins Haus. So k\u00f6nnen sich Rentner*innen \u00fcber eine gro\u00dfe Erh\u00f6hung ihrer Bez\u00fcge freuen. Doch auch die neue Ampelregierung wartet mit einigen Anpassungen f\u00fcr die Rente auf. 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