{"id":14371,"date":"2022-07-15T12:12:14","date_gmt":"2022-07-15T10:12:14","guid":{"rendered":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/?p=14371"},"modified":"2022-01-26T18:40:15","modified_gmt":"2022-01-26T17:40:15","slug":"millionen-menschen-fuehlen-dass-es-in-diesem-staat-mit-der-rente-nicht-gerecht-zugeht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/2022\/07\/millionen-menschen-fuehlen-dass-es-in-diesem-staat-mit-der-rente-nicht-gerecht-zugeht\/uwiemann\/","title":{"rendered":"Millionen Menschen f\u00fchlen, es geht mit der Rente nicht gerecht zu"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wir zeigen den Weg zu einer guten Rente in Deutschland<\/strong><\/p>\n<p>Kanzler Scholz (SPD) redet gerne \u00fcber Gerechtigkeit, will eine stabile Rente in Deutschland. \u00dcber die hohe Altersversorgung von Beamte und Politiker verliert er kein Wort! <strong>Reden reicht nicht!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Andere L\u00e4nder, andere Sitten und gute Renten f\u00fcr den B\u00fcrger*innen, hei\u00dft es so sch\u00f6n.<\/strong> Hinzuf\u00fcgen sollte man, es gibt auch bessere Rentensysteme. L\u00e4ngst gilt die deutsche Rente nicht mehr als Vorbild. Wir haben uns drei L\u00e4nder angeschaut, deren Rentensysteme aus unserer Sicht auch f\u00fcr Deutschland interessant sein k\u00f6nnten, wenn die Politik auch will, Die Niederlande, Schweden und \u00d6sterreich.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n\n<p>Die Rentensysteme in Europa sind sehr verschieden. Als eines der besten gilt das der Niederlande.<\/p>\n<h2><strong>Das Rentensystem der Niederlande<\/strong><\/h2>\n<p>Das niederl\u00e4ndische Rentensystem gilt laut <span style=\"text-decoration: underline;\">OECD<\/span> als eines der besten der Welt, denn im Schnitt bekommen niederl\u00e4ndische Rentner*innen<strong> 98 Prozent ihres durchschnittlichen Bruttogehalts. Ja, richtig gelesen, 98 Prozent! Die<\/strong> Niederl\u00e4nder nennen ihr Rentensystem <span style=\"text-decoration: underline;\">Cappuccino-Modell. <\/span>Es besteht aus drei Zutaten, den Kaffee gibt es in Form der Grundrente f\u00fcr jeden, das Sahneh\u00e4ubchen liefert die betriebliche Altersvorsorge und die private Vorsorge gleicht den Schokostreuseln. Anders als in Deutschland gibt es keine berufsst\u00e4ndischen Sondersysteme. Zudem geh\u00f6ren die Niederlande zu den wenigen L\u00e4ndern Europas, in denen die Rentenversorgung der Beamten nicht aus Steuern finanziert wird.<\/p>\n<h3><strong>Grundrente f\u00fcr alle! <\/strong><\/h3>\n<p>Wer zwischen seinem 15. und 65. Lebensjahr 50 Jahre in den Niederlanden gelebt hat, hat mit dem 65. Lebensjahr Anspruch auf eine Grundrente, die sogenannte Algemene Ouderdomswet (AOW). Sie deckt das Existenzminimum ab und sieht vor, dass Alleinstehende bis zu <span style=\"text-decoration: underline;\">70 Prozent des Mindestlohns als staatliche Rente bekommen.<\/span> Diese Grundrente erhalten Menschen sogar, wenn sie gar nichts in der Rentenkasse eingezahlt, also nie gearbeitet haben. In Deutschland gibt es in solchen F\u00e4llen nur die Grundsicherung im Alter, die in etwa dem Hartz IV-Satz entspricht.<\/p>\n<p><strong>Grundrente h\u00f6her als in Deutschland<\/strong><\/p>\n<p>Aktuell betr\u00e4gt diese Grundrente f\u00fcr Alleinstehende <span style=\"text-decoration: underline;\">1.218,16 Euro im Monat, Paare bekommen 1.665,72 Euro. <\/span>Im Vergleich mit der Grundrente in Deutschland sind das also ein paar Hundert Euro mehr. Eine Bed\u00fcrftigkeitspr\u00fcfung gibt es nicht. Das System sieht auch nicht vor, dass vorhandenes Verm\u00f6gen verwertet werden muss.<\/p>\n<p><strong>Arbeitgeber zahlen nichts<\/strong><\/p>\n<p>Die AOW wird aus Sozialabgaben aus den L\u00f6hnen bezahlt. Die Beitragsh\u00f6he liegt bei ca. 18 Prozent bis zu einer Beitragsbemessungsgrenze von ca. 30.000 Euro im Jahr. Damit ist die Beitragsbemessungsgrenze, bis zu der Rentenbeitr\u00e4ge zu zahlen sind, in den Niederlanden niedriger als in Deutschland. Ein wesentlicher Unterschied zu Deutschland ist jedoch, dass die Besch\u00e4ftigten die Beitr\u00e4ge allein bezahlen, sodass bei ca. 18 Prozent Beitragssatz bis zu 450 Euro im Monat f\u00e4llig werden. Der Arbeitgeber gibt nichts dazu. Daher gibt es in den Niederlanden das Sprichwort, du arbeitest f\u00fcr die Rente. Einen Teil der Rentenausgaben finanziert der Staat auch \u00fcber Steuereinnahmen.<\/p>\n<h3><strong>Betriebsrenten quasi fl\u00e4chendeckend<\/strong><\/h3>\n<p>Berufst\u00e4tige bekommen eine weitaus h\u00f6here Rente dank der zweiten S\u00e4ule, die betriebliche Altersvorsorge. Bei vielen Niederl\u00e4ndern*innen setzen sich die Eink\u00fcnfte im Alter zur einen H\u00e4lfte aus der staatlichen Rente und zur anderen H\u00e4lfte aus der betrieblichen Altersvorsorge zusammen. Die Betriebsrenten sind quasi fl\u00e4chendeckend ausgebaut. So gut wie alle abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigten zahlen gemeinsam mit den Arbeitgebern in einen Pensionsfonds ein. Mit steigendem Einkommen steigen auch die Beitr\u00e4ge. Wer also lange und viel eingezahlt hat, kommt mit der zweiten S\u00e4ule oft auf ein Einkommen im Alter, das oberhalb des durchschnittlichen Nettogehalts in der Erwerbsphase lag. <span style=\"text-decoration: underline;\">Mit der betrieblichen Altersversorgung k\u00f6nnen erwerbst\u00e4tige Arbeitnehmer zusammen mit der Grundrente eine Versorgung von insgesamt 70 Prozent des zuletzt bezogenen Verdienstes aufbauen, wenn sie 60 Jahre alt sind.<\/span> Hier hat der Staat in den vergangenen Jahren regulierend eingegriffen. So kam man mit den Tarifparteien \u00fcberein, Arbeitnehmer auch \u00fcber 60 Jahren im Arbeitsprozess zu halten. Sie k\u00f6nnen dann eine Rente von 100 Prozent des letzten Verdienstes aufbauen. Durch die Vorruhestandsregelung (VUT) h\u00f6ren viele Niederl\u00e4nder jedoch mit 60 Jahren auf zu arbeiten.<\/p>\n<blockquote>\n<p>Zum Vergleich: In Deutschland zahlen zwar knapp 60% aller Besch\u00e4ftigten in die verschiedensten Systeme der betrieblichen Altersvorsorge ein, wozu u. a. auch die recht unrentablen Direktversicherungen geh\u00f6ren, nur tragen diese wenig zur Alterssicherung bei. In den neuen Bundesl\u00e4ndern liegt der Anteil der betrieblichen Altersversorgung an den gesamten Alterseinkommen bei gerade 3%<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><strong>Niedrigzinsen belasten Pensionsfonds<\/strong><\/p>\n<p>Allerdings ist auch das niederl\u00e4ndische Modell nicht frei von Problemen: Die Pensionsfonds sind kapitalmarktgedeckt und leiden unter der langen Niedrigzinsphase. Viele Pensionsfonds werfen also nicht mehr das ab, was mal versprochen worden war. Hinzu kommt, dass viele Fonds nach der Finanzkrise Defizite hatten. Das f\u00fchrt zur Verunsicherung gerade bei den J\u00fcngeren.<\/p>\n<h2><strong>Der Blick nach Schweden<\/strong><\/h2>\n<p>Seit 1999 erfolgt in Schweden eine Umstellung des Rentensystems. Die bisherige Volksrente wird allm\u00e4hlich abgel\u00f6st. An ihre Stelle tritt f\u00fcr alle nach 1953 geborenen Personen ein neues staatliches Alterssicherungssystem, das vier Bausteine enth\u00e4lt.<\/p>\n<p>1. Die steuerfinanzierte Grundrente<\/p>\n<p>2. Die beitragsfinanzierte staatliche Alterssicherung und die Pr\u00e4mienrente<\/p>\n<p>3. Die betriebliche Altersversorgung<\/p>\n<p>4. Die Privatrente (private Vorsorge)<\/p>\n<h3><strong>Steuerfinanzierte Grundrente<\/strong><\/h3>\n<p>Die steuerfinanzierte Garantierente ist am ehesten mit der in Deutschland im Jahr 2005 eingef\u00fchrten Grundsicherung im Alter zu vergleichen. Sie ist eine Grundsicherung f\u00fcr Personen, die keinen oder nur einen geringen Anspruch auf die einkommensabh\u00e4ngige Altersrente bzw. die Pr\u00e4mienrente erworben haben. Sie betr\u00e4gt derzeit monatlich umgerechnet max. ca. 828 Euro f\u00fcr Ledige und h\u00f6chstens rund 738 Euro f\u00fcr Verheiratete. Dar\u00fcber hinaus ist noch der Bezug von Wohngeld m\u00f6glich. F\u00fcr den Bezug der Garantierente muss die betreffende Person ihren Wohnsitz in Schweden in einem anderen Land der EU oder des Europ\u00e4ischen Wirtschaftsraumes haben. Die volle Garantierente erh\u00e4lt, wer zwischen dem 25. und 64. Lebensjahr einen 40 Jahre w\u00e4hrenden Wohnsitz in Schweden nachweisen kann<\/p>\n<h3><strong>Staatliche Alterssicherung durch Rentenbeitr\u00e4ge und Pr\u00e4miensparen<\/strong><\/h3>\n<p>Die zweite S\u00e4ule des schwedischen Alterssicherungssystems besteht aus der einkommensbezogenen staatlichen Altersrente und der obligatorischen Pr\u00e4mienrente. Die staatliche Altersrente wird im Umlageverfahren finanziert. Das hei\u00dft, die Arbeitnehmer finanzieren mit ihren Beitr\u00e4gen die aktuellen Renten. In der staatlichen Alterssicherung entf\u00e4llt auf die Arbeitgeber ein <span style=\"text-decoration: underline;\">Beitragsanteil von 11 Prozent und auf die Arbeitnehmer ein Beitragsanteil von 7,5 Prozent des Einkommens.<\/span> Als Gesamtbeitrag sind somit 18,5 Prozent des Einkommens bis zu einer festgelegten H\u00f6chstgrenze zu zahlen. Dabei flie\u00dft ein Beitrag in H\u00f6he von 16 Prozent des Einkommens in das Umlageverfahren und ein Beitrag von ca. 2,5 Prozent in das Kapitaldeckungsverfahren.<\/p>\n<blockquote>\n<p>Zum Vergleich: Bei einem Vergleich der Beitragss\u00e4tze mit dem in Deutschland geltenden Wert von zurzeit 18,6 Prozent ist zu beachten, dass hiervon in Schweden ausschlie\u00dflich das Risiko der Langlebigkeit abgedeckt ist, w\u00e4hrend die Rente in Deutschland auch den Erwerbsminderungsschutz und die Absicherung der Hinterbliebenen umfasst.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h3><strong>Staatlicher Aktienfonds AP7 sorgt f\u00fcr Furore<\/strong><\/h3>\n<p>Die obligatorischen Beitr\u00e4ge zur personengebundenen und beitragsbezogenen Pr\u00e4mienrente in H\u00f6he von 2,5 Prozent des Einkommens werden von Anlagefonds verwaltet, die die Versicherten selbst bestimmen. Es existieren \u00fcber 800 Fonds, von denen bis zu f\u00fcnf miteinander kombiniert werden k\u00f6nnen, je nach Risikobereitschaft stehen riskantere Aktienfonds mit h\u00f6heren Geb\u00fchren und entsprechend hohen Renditechancen oder sichere Rentenfonds mit geringeren Geb\u00fchren und entsprechend geringeren Renditechancen sowie vielf\u00e4ltige Mischformen zur Auswahl. F\u00fcr Versicherte, die keine Wahlentscheidung treffen wollen, flie\u00dfen die Beitr\u00e4ge automatisch in den staatlichen Standardfonds AP7. Hier investieren gerade mal 36 Mitarbeiter ca. 60 Milliarden Euro, um die Zusatzrente f\u00fcr viele Schweden zu erwirtschaften und das zu sehr niedrigen Verwaltungskosten. B\u00f6se Zungen sagen, hier werde gezockt mit Aktien, aber: Dank der langen Laufzeit wirft der Fonds h\u00f6here Renditen ab als z.B. die <span style=\"text-decoration: underline;\">Riesterrente in Deutschland.<\/span> So erzielte der Standardfonds AP7 im Zeitraum von 2002 bis 2018 eine j\u00e4hrliche Rendite von neun Prozent.<\/p>\n<p><strong>Keine Rentengarantie<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Nachteil: Die Versicherten erhalten keine Leistungszusage und k\u00f6nnen nicht mehr direkt von ihren Beitr\u00e4gen auf die Rentenh\u00f6he schlie\u00dfen. Sie haben die Kapitalanlagerisiken zu tragen, da die tats\u00e4chliche Rentenh\u00f6he ma\u00dfgeblich von der Kursentwicklung und den getroffenen Anlageentscheidungen abh\u00e4ngt. Aber selbst in der Finanzkrise erhielten die schwedischen Rentner*innen eine Rente, f\u00fcr die zumindest die eingezahlten Beitr\u00e4ge zur Verf\u00fcgung standen.<\/p>\n<p><strong>Alle zahlen ein<\/strong><\/p>\n<p>Die einkommensbezogene Altersrente und die Pr\u00e4mienrente sind Versicherungssysteme f\u00fcr Erwerbst\u00e4tige, in denen Arbeitnehmer und Selbstst\u00e4ndige versichert sind und in die auch mit den Beamten in Deutschland vergleichbare Besch\u00e4ftigte des Staates einbezogen sind. Die staatliche Alterssicherung wird durch die \u00fcber Betriebsvereinbarungen verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig stark ausgepr\u00e4gte betriebliche Altersvorsorge und die private Altersvorsorge erg\u00e4nzt.<\/p>\n<h3><strong>Betriebsrente<\/strong><\/h3>\n<p><strong>90 Prozent der Besch\u00e4ftigten bekommen eine Betriebsrente<\/strong><\/p>\n<p>Auch die betriebliche Altersversorgung setzt stark auf Aktien. Daf\u00fcr stehen vier gro\u00dfe kollektive Rentenpl\u00e4ne und weitere kleine zur Verf\u00fcgung. Alles in allem bekommen 90 Prozent der schwedischen Besch\u00e4ftigten eine Betriebsrente. Sie ist quasi obligatorisch und zwischen den Tarifpartnern verbindlich vereinbart. Die Unternehmen f\u00fchren 4,5 Prozent des Einkommens bis zur Beitragsbemessungsgrenze in die betrieblichen Sparpl\u00e4ne ab. Die Arbeitnehmer k\u00f6nnen einzahlen, m\u00fcssen es aber nicht.<\/p>\n<h2><strong>So macht es \u00d6sterreich<\/strong><\/h2>\n<p>Wie in Deutschland,<span style=\"text-decoration: underline;\"> nur viel besser <\/span>so k\u00f6nnte man das \u00f6sterreichische Rentensystem umschreiben. Es funktioniert ebenfalls per Umlagesystem. Die Beitragss\u00e4tze liegen etwa vier Prozentpunkte \u00fcber den deutschen. Die Renten werden aus Beitr\u00e4gen und staatlichen Zusch\u00fcssen aus Steuermitteln bezahlt. Wegen geringerer Beitr\u00e4ge zur Krankenversicherung und dem Fehlen einer Pflegeversicherung sind die Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge in \u00d6sterreich insgesamt sogar niedriger als in Deutschland.<\/p>\n<h3><strong>Beamte und Selbstst\u00e4ndige zahlen ein<\/strong><\/h3>\n<p>\u00d6sterreich ist das gelungen, was in Deutschland <strong>(angeblich) unm\u00f6glich ist, n\u00e4mlich Selbstst\u00e4ndige und Beamte sukzessive in die Rentenversicherung einzubeziehen. Der Beitragssatz liegt seit 1988 unver\u00e4ndert bei 22,8 Prozent, wobei die Arbeitgeber f\u00fcr 12,55 Prozent aufkommen, die Arbeitnehmer f\u00fcr 10,25 Prozent. Diese breite Finanzierungsbasis macht offenbar die vergleichsweise hohen\u00a0 Leistungen m\u00f6glich. <\/strong>Die durchschnittliche jahresbruttorente liegt in \u00d6sterreich <span style=\"text-decoration: underline;\">bei 26.577 Euro, also 2.214,73 Euro, die in 14 Teilbetr\u00e4gen ausgezahlt werden, denn in \u00d6sterreich gibt es ein 100-prozentiges Urlaubs und ein 100-prozentiges Weihnachtsgeld f\u00fcr Rentner.<\/span> In Deutschland kommt der Standard-Rentner nach 45 Beitragsjahren nur auf <strong>17.026 Euro,<\/strong> also <span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>1.418,80 Euro im Monat, rund 800 Euro im Monat weniger.<\/strong><\/span> Das Rentenniveau (nach 45 Beitragsjahren) liegt in \u00d6sterreich<strong> bei 80 Prozent, in Deutschland bei 48,2 Prozent, wobei in Deutschland oft private <\/strong>Riesterrenten und Betriebsrenten dazu kommen, was es beides in \u00d6sterreich kaum gibt. Die Renten werden j\u00e4hrlich nach der Inflationsrate angepasst.<\/p>\n<p><strong>Fr\u00fcher Rentenbeginn f\u00fcr Frauen<\/strong><\/p>\n<p>In \u00d6sterreich ist keine Rente mit 67 geplant. Noch immer liegt das Regelpensionsalter f\u00fcr M\u00e4nner bei 65 Jahren und f\u00fcr Frauen wird das Eintrittsalter stufenweise auf 65 angehoben. Mit Abschl\u00e4gen k\u00f6nnen M\u00e4nner bereits mit 62 in Pension, wenn sie mindestens 40 Beitragsjahre vorweisen.<\/p>\n<p>Das tats\u00e4chliche durchschnittliche Renteneintrittsalter lag 2018 bei \u00f6sterreichischen M\u00e4nner bei 63,2 Jahren, bei Frauen bei 60,4 Jahren. In Deutschland lag das Renteneintrittsalter bei M\u00e4nner bei 64,0 und bei Frauen bei 64,1 Jahren, wegen der schrittweise bis 2029 eingef\u00fchrten Rente mit 67 wird sich das tats\u00e4chliche Renteneintrittsalter in den kommenden Jahren weiter auseinanderentwickeln.<\/p>\n<p><strong>Wissenschaftler der gewerkschaftsnahen Hans-B\u00f6ckler-Stiftung halten es f\u00fcr unwahrscheinlich, dass die Kosten f\u00fcr die Renten in \u00d6sterreich langfristig aus dem Ruder laufen. Sie verweisen auf Berechnungen der <span style=\"text-decoration: underline;\">Europ\u00e4ischen Kommission, denen zufolge die Ausgaben f\u00fcr Renten und Pensionen von 13,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2013 auf 14,7 Prozent im Jahr 2040 bzw. 14,4 Prozent im Jahr 2060 und damit \u00e4u\u00dferst moderat steigen werden. Die Europ\u00e4ische Kommission bewertet diese Entwicklung als weitgehends stabil.<br \/>\n<\/span><\/strong><\/p>\n<blockquote>\n<p>Bei den aktuellen Pl\u00e4nen in Deutschland zur Rente mit 67 wird wieder an einem bereits krankenden System gedoktert, weil sich die falschen Leute gewollt damit besch\u00e4ftigt haben.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir zeigen den Weg zu einer guten Rente in Deutschland Kanzler Scholz (SPD) redet gerne \u00fcber Gerechtigkeit, will eine stabile Rente in Deutschland. \u00dcber die hohe Altersversorgung von Beamte und Politiker verliert er kein Wort! Reden reicht nicht! Andere L\u00e4nder, andere Sitten und gute Renten f\u00fcr den B\u00fcrger*innen, hei\u00dft es so sch\u00f6n. 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