{"id":16586,"date":"2023-12-01T11:47:48","date_gmt":"2023-12-01T10:47:48","guid":{"rendered":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/?p=16586"},"modified":"2023-11-29T23:11:44","modified_gmt":"2023-11-29T22:11:44","slug":"die-fehlende-kontrolle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/2023\/12\/die-fehlende-kontrolle\/sraebiger\/","title":{"rendered":"Die fehlende Kontrolle und ihre Folgen"},"content":{"rendered":"<p>Folgebeitrag zu \u201e<a href=\"https:\/\/wp.me\/p91Zz0-4i3\" data-wpel-link=\"external\" target=\"_self\" rel=\"nofollow external noopener noreferrer\" title=\"Externer Link: Geld ist genug im Pflege-System!\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">Geld ist genug im Pflege-System!<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a>\u201c<\/p>\n<blockquote>\n<h2><em>\u201eDie Leistungen der Freien Wohlfahrtspflege sind systemrelevant.\u201c <\/em><\/h2>\n<\/blockquote>\n<p><em>so<\/em> Ulrich Schneider, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Parit\u00e4tischen Gesamtverbands\u00a0 (DPWV).<strong> Gilt die Aussage f\u00fcr die Pflege, muss die gesundheitliche<\/strong> <strong>Versorgung grundgesetzlich gesch\u00fctzt und in ein solidarisches, verantworteste Vergabeprinzip eingebettet werden, ohne Gewinnzuschl\u00e4ge.\u00a0 Ein Umdenken ist angesagt; weitere Reparaturversuche verschlimmern, verteuern weiter die Pflege.\u00a0 <br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>In Pflegeeinrichtungen flie\u00dfen (ab 2024 sind j\u00e4hrlich 66 Mrd. \u20ac in den Kassen) Milliarden Euro aus der Pflegeversicherung, den Renten der Bewohner und die Restkosten durch die Sozialhilfe. Grundlage sind mit den Pflegekassen verhandelte Entgeltvereinbarungen, aufgebaut auf glaubhaft vorgebrachten W\u00fcnschen der Einrichtungstr\u00e4ger, ohne dass nachpr\u00fcfbare Qualit\u00e4tsstandards mit R\u00fcckforderungsklauseln, z.B. bei fehlenden Pflegekr\u00e4ften, gegeben sind.<\/p>\n<p><strong>Zur Klarstellung:<\/strong> auch die Gelder in der Pflegeversicherung wurden von den Arbeitnehmern und damit direkt durch die Bewohner vormals eingezahlt. Die Gesamteinnahmen werden durch fehlende Kontrolle und Sanktionsm\u00f6glichkeiten der Betreiber im laufenden Betrieb, durch \u00fcberh\u00f6hte Mietzahlungen oder Zahlungen an den Konzern direkt oder indirekt verwirtschaftet. Die Verantwortlichen in den Kommunen, zahlen die fehlende und st\u00e4ndig steigenden Differenzkosten der Bewohner aus der Sozialkasse nach SGBXII, nehmen aber zuvor die M\u00f6glichkeiten der Anwesenheit bei den Verhandlungen nicht wahr, schauen zu. Die Gremienvertreter nehmen die steigenden Kosten der Sozialhilfe als unvermeidlich, gar Gott gegeben, bei der Haushaltsberatung zur Kenntnis, eine direkte Betroffenheit ist nicht ersichtlich. Die Richtigkeit wird gl\u00e4ubig unterstellt. Warum sich der M\u00fche unterziehen und die Bewohnerbeir\u00e4te im Vorfeld der Entgeltfindung nach \u00a7 85 SGB XI unterst\u00fctzen und sich ein eigenes Bild machen. Zugegeben ein schwieriges Unterfangen bei kommunalen und caritativen Pflegeeinrichtungen, wenn Parteienvertreter die Aufsicht im Gremium und bei der Bestellung der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung haben.<\/p>\n<p>Das Gesetz zur Pflegeversicherung (SGB XI) ist aus juristischer Sicht durchdacht und f\u00fcr Investoren gelungen. Der einfache Bundestagsabgeordnete, der Gremienvertreter, vom Landtagsabgeordneten bis zum Aufsichtsratsmitglied, der B\u00fcrger sieht ein wohldurchdachtes und ausgewogenes Gesetz mit den dazugeh\u00f6rigen Verordnungen, wie die Pflegebuchf\u00fchrungsverordnung. Die gesetzlichen \u00d6ffnungsklauseln erschlie\u00dfen sich dem Fachjuristen und Betriebswirt der sozialen Einrichtungen.<\/p>\n<p><strong>Das Gesetz<\/strong> wurde ma\u00dfgelblich auf den Weg gebracht, zur:<\/p>\n<ol>\n<li>Verringerung der Sozialkosten. Durch Einf\u00fchrung des neuen Versicherungszweiges und Beteiligung der Arbeitnehmer mit 1% f\u00fcr die Pflegeversicherung in 1994.<\/li>\n<li>\u00d6ffnung des Pflegemarktes f\u00fcr private Investoren.<\/li>\n<li>Verantwortungsverlagerung auf neue Organisationen ohne eigene Klagem\u00f6glichkeit als Anhang der Krankenkassen.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Nicht zur Daseinsvorsorge im Pflegefall. Nein, zur Absicherung der bestehenden Einrichtungen der Wohlfahrtspflege und \u00d6ffnung des Marktes f\u00fcr Investoren.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Zu 1.<\/p>\n<p>Seit dem 1. Juli 2023 ist der Beitragssatz zur Pflegeversicherung auf 3,4 Prozent erh\u00f6ht. Diese Ma\u00dfnahme ist aufgrund der demografischen Entwicklung und der steigenden Kosten in der Pflege notwendig geworden. Der Beitragszuschlag f\u00fcr Kinderlose betr\u00e4gt 0,6 Prozent. Den noch verbliebenen 96 Pflegekassen flie\u00dfen 2024 insgesamt 66 Mrd. \u20ac zu.<\/p>\n<p>Zu 2.<\/p>\n<p>Bis 1994 war der &#8222;Pflegemarkt&#8220; von den Kommunen und den Wohlfahrtsverb\u00e4nden bestimmt. Private Einrichtungen klagten gezielt f\u00fcr mittellose aufgenommene Bewohner die Kosten die Sozialhilfe ein. Das Pflegeversicherungsgesetz wurde nach 12j\u00e4hriger Diskussion als \u201eTeilkaskoversicherung\u201c vom Bundestag mehrheitlich, auch gegen die Stimme des verantwortlichen Ministers, Nobert Bl\u00fcm, verabschiedet. Seiner Beharrlichkeit ist die <a href=\"https:\/\/www.bsg.bund.de\/SharedDocs\/Entscheidungen\/DE\/2019\/2019_09_26_B_03_P_01_18_R.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: Mitwirkung der Bewohner\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">Mitwirkung der Bewohner<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a> (\u00a7 85 Abs. 3 SGB XI) zu verdanken. Das Ziel war, die notwendigen Pflegepl\u00e4tze durch Marktmittel zu erstellen. 1994 konnten 40% der Pflegebed\u00fcrftigen eine Pflegeplatz erhalten, 2023 sind es 12%. <a href=\"Finanzinvestoren%20p_study_hbs_447.pdf\" class=\"mtli_attachment mtli_pdf\" data-wpel-link=\"internal\">Private-Equity-<\/a>\u00dcbernahmen wurden bereits w\u00e4hrend ihrer Entstehungszeit in den 1980er Jahren mit einem hohen Fremdkapitalanteil finanziert, und dies wurde h\u00e4ufig als eines ihrer Erfolgsmerkmale angesehen. Private Equity ist immer als tempor\u00e4re Unternehmenskontrolle angelegt. Nachvollziehbar ist das Verhalten der Investoren zum Beispiel bei dem im Jahre 1973 gegr\u00fcndeten Betreiber ALLOHEIM SE. Der Betreiber Alloheim SE selbst ist seit 2008 in der Hand wechselnder Kapitalgesellschaften. Bis 2013 war dies die britische \u201eStar Capital Partners\u201c mit 67 Einrichtungen und 7.500 Bettpl\u00e4tzen, f\u00fcnf (5) Jahre darauf folgte bis 2017 die amerikanische Carlyle-Gruppe. Ende 2017 \u00fcbernahm dann die schwedische Kapitalgesellschaft \u201eNordic Capital\u201c den Alloheim-Konzern f\u00fcr 1,1 Milliarden Euro. Der Wert betrug 2014 zufolge von Finanzkreisen etwa 500 Millionen Euro. Die B\u00f6rsenzeitung vermeldete bereits <a href=\"https:\/\/www.boersen-zeitung.de\/startseite\/pflegekonzern-alloheim-soll-neuen-eigentuemer-bekommen-de703082-0a8d-11ec-871d-f696389bcf24\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: am 1.Sept. 2021\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">am 1.Sept. 2021<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a>:\u00a0 &#8222;schwedischen Finanzinvestor Nordic Capital, der jetzt den Verkaufsprozess (nach Korian, zweitgr\u00f6\u00dfte Pflegeheimbetreiber in Deutschland) einzuleiten beginnt. Mit der milliardenschweren Transaktion beauftragt ist die Investmentbank UBS.\u201c<\/p>\n<p>Die Kennzahlen der Alloheim SE der Jahre 2014 (2017) 2022<\/p>\n<ul>\n<li>Anzahl Pflegeheime 67 &#8211; (200) 249; Anzahl Pflegepl\u00e4tze 7.500 &#8211; (18.410) 23.400<\/li>\n<\/ul>\n<p>Stand Mai 2023 nach eigenen Angaben:\u00a0 254 station\u00e4re Pflegeeinrichtungen; 90 Einrichtungen mit Betreutem Wohnen; 24 ambulante Pflegedienste; 24.800 station\u00e4re Pflegepl\u00e4tze; 2.700 Pl\u00e4tze Betreutes Wohnen. <strong>Wachstum bedeutet Mehrerl\u00f6se, gr\u00f6\u00dferer Marktwert. Der Wechsel des Investors steht an.<\/strong><\/p>\n<p>2002 mussten t\u00e4glich im gehobenen Mittel f\u00fcr die Stufe 1 der Pflege 37 \u20ac, die Hotelkosten 31 \u20ac (Vollverpflegung 15 \u20ac, Nebenkosten 9 \u20ac, Kaltmiete 7 \u20ac) gezahlt werden. 68 \u20ac * 30,42 =2.068,56 \u20ac Brutto. In der Einrichtung mit 100 Bettpl\u00e4tzen ergaben sich monatliche Mindest-Erl\u00f6se von 206.856 \u20ac. Die Bewohner zahlten den Pflegeanteil je Stufe, die \u00fcberwiegend durch die Pflegekasse gedeckt war.<\/p>\n<p>Eine Verschlechterung f\u00fcr den Bewohner wurde 2017 mit dem Einrichtungs-Einheitlichen-Entgelt der Pflegekosten zum Vorteil der Einrichtung eingef\u00fchrt. Die Einrichtung plant einen Bewohner und Pflegekr\u00e4ftemix. Von den geplanten zuk\u00fcnftigen Pflegekosten werden die Erl\u00f6se der Pflegekasse abgezogen. Die verbleibenden Plan-Kosten werden auf alle Bewohner gleichm\u00e4\u00dfig aufgeteilt. Damit subventionieren Bewohner mit Pflegegrad 2 und 3 die \u00fcbrigen Bewohner mit h\u00f6heren Pflegegraden. Die geplanten Pflegekosten, davon sind 95% Personalkosten, m\u00fcssten plausibel zu den bestehenden IST-Kosten sein. Sind die angesetzten Verwaltungskosten gegeben oder leitet z.B. eine Person eine weitere Einrichtung und wird sie doppelt oder mehrfach entlohnt.<\/p>\n<p>Zu 3.<\/p>\n<p>Bis 1993 verhandelten die \u00fcber\u00f6rtlichen Sozialhilfetr\u00e4ger mit den Einrichtungen sogenannte Selbstkosten, gedeckelt durch die jeweiligen Kosten nach dem Landesindex. Die Pflegekassen auf Landesebene sind seit 1994 die Verhandlungsf\u00fchrer bei dem gesamten Entgeltverfahren, der \u00fcber\u00f6rtliche Sozialhilfetr\u00e4ger, in NRW die Landschaftsverb\u00e4nde, m\u00fcssen sich auf plausible Angaben zu den Entgeltunterlagen f\u00fcr die Verhandlungen der Einrichtungstr\u00e4ger einlassen. Es wird kein Testat der letzten verf\u00fcgbaren Einzelbilanz der Einrichtung zum Abgleich nach der Pflegebuchf\u00fchrungsverordnung gefordert. Die notwendige Stellungnahme des Bewohnerbeirates, nach \u00a7 85 Abs. 3 SGB XI, zu den Angaben oder gar die Teilnahme an der Verhandlung wird nicht verlangt. Neuen Entgelte werden auf Treu und Glauben verhandelt. Sanktionsm\u00f6glichkeiten fehlen. Die Zahlen gehen im Konzern nach <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/hgb\/__291.html\" data-wpel-link=\"external\" target=\"_self\" rel=\"nofollow external noopener noreferrer\" title=\"Externer Link: \u00a7\u00a7 291ff HGB\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">\u00a7\u00a7 291ff HGB<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a> gewollt unter. Den Wohlfahrtseinrichtungen wird auch ein Gewinnzuschlag zugebilligt.<\/p>\n<h2><strong>Pflegekassen<\/strong><\/h2>\n<div class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-15318\" src=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/files\/2022\/09\/Frage-150x151.jpg\" alt=\"Warum nicht\" width=\"100\" height=\"101\" srcset=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/files\/2022\/09\/Frage-150x151.jpg 150w, https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/files\/2022\/09\/Frage.jpg 220w\" sizes=\"auto, (max-width: 100px) 100vw, 100px\" \/><\/div>\n<p>Warum nutzen die Pflegekassen nicht die M\u00f6glichkeit der Stellungnahmen der Bewohnerbeir\u00e4te nach <a href=\"https:\/\/www.bsg.bund.de\/SharedDocs\/Entscheidungen\/DE\/2019\/2019_09_26_B_03_P_01_18_R.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: \u00a7 85 Abs.3 SGB XI\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">\u00a7 85 Abs.3 SGB XI<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a> sondern begn\u00fcgen sich mit vorgelegten Unterschriften der alle zwei Jahre neu zu w\u00e4hlenden Bewohnervertreter nach den Wohn- und Teilhabe-Gesetze (WTG) der L\u00e4nder?<\/p>\n<h2><strong>Verantwortliches Handeln sieht anders aus.<\/strong><\/h2>\n<p>Die Entgeltverhandlungen werden zentral von den Betreibern nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorbereitet. Die Einrichtungsleiter kennen selten die effektiven Buchhaltungswerte nach der Pflegebuchf\u00fchrungsverordnung und oft auch nicht die gesamten Unterlagen, die zur Verhandlung eingereicht werden. Den Bewohnerbeir\u00e4ten werden diese selten vollumf\u00e4nglich zur Verf\u00fcgung gestellt. Damit wird die Einrichtungsleitung und der Bewohnerbeirat mit der Auseinandersetzung der Zahlen und der Wirklichkeit verschont. Es entf\u00e4llt die notwendige Diskussion und Abstimmung im Gremium \u00fcber die zuk\u00fcnftigen Kosten der Pflege und der Hotelkosten. Die Kaltmiete, in Form der Investitionskosten, ist nicht Verhandlungsbestandteil. Siehe auch: <a href=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/2023\/06\/pflegenotstand-durch-fehlende-verantwortung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-wpel-link=\"internal\">Pflegenotstand durch fehlende (Mit)Verantwortung<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Die Landesverb\u00e4nde der Pflegekassen zahlen selbst feste Pauschalen und verhandeln Preise zu Lasten Dritter, den Bewohnern, mit Vertretern systemrelevanter Anbietern.<\/strong><\/p>\n<h2><strong>Der Gesetzgeber ist aufgerufen, die<\/strong><\/h2>\n<ul>\n<li>Pflegekassen haben die Bewohnerbeir\u00e4te als notwendige Teilnehmer bei den Entgeltverhandlungen beizuladen. Was nutzen Unterschriften nach \u00a7 85 Abs. 3 SGB XI ohne Stellungnahme?<\/li>\n<li>testierten Einzelbilanzen sind zur Verhandlung beizustellen. Auf Verlangen sind die Pflegebuchf\u00fchrungen offenzulegen.<\/li>\n<li>Konzernregelungen nach \u00a7\u00a7 291ff. HGB m\u00fcssen entfallen, Einzel-Bilanzen von Gesundheitseinrichtungen sind offen zu legen.<\/li>\n<li>Sanktionsm\u00f6glichkeiten bei Versto\u00df sind einzuf\u00fchren.<\/li>\n<li>Ordnungsbeh\u00f6rde sind zu st\u00e4rken. Die Kommunen k\u00f6nnen nicht gleichzeitig Tr\u00e4ger von Einrichtungen sein, solange die Daseinsvorsorge der Pflege privatwirtschaftlich organisiert ist.<\/li>\n<li>Mitbestimmung f\u00fcr der Arbeitnehmervertreter und Sozialverb\u00e4nde sind verbindlich einzuf\u00fchren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Was nutzen Gesetze, die nicht eingehalten werden m\u00fcssen. Wenn zudem keine Sanktion droht, damit die Forderungen erf\u00fcllt werden, weil keine Kontrolle ausge\u00fcbt wird, ein systemrelevantes <a href=\"https:\/\/www.welt-der-bwl.de\/Oligopol\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: Oligopol\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">Oligopol<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a> besteht. Es ist vorrangige Pflicht der WTG-Beh\u00f6rden die Bewohnerbeir\u00e4te, die Bewohner zu sch\u00fctzen und nicht die Einrichtungstr\u00e4ger weiterhin vorrangig mit geringen Geb\u00fchren zu beraten. Dies war vor der Einf\u00fchrung der Pflegeversicherung und bei den Selbstkosten f\u00fcr die Wohlfahrtseinrichtungen zu begr\u00fcnden, nicht mehr bei der Zusicherung von Gewinnmargen und dem Credo des freien Marktes. <strong>Entweder staatliche Vorsorge mit Kosten\u00fcbernahme oder es gilt das Unternehmerrisiko.<\/strong><\/p>\n<h2><strong>Zus\u00e4tzliche Gewinnmaximierung<\/strong><\/h2>\n<p>Die Insolvenzen in Eigenverantwortung dienen dazu, sich von nicht so gewinntr\u00e4chtigen Einrichtungen auf Kosten der Allgemeinheit zu entledigen. Bei gegebener Refinanzierung durch die Entgeltvereinbarung und betriebswirtschaftlicher F\u00fchrung der Einrichtung steht gen\u00fcgend Geld f\u00fcr eine verhandelte Qualit\u00e4tspflege zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<h2><strong>Schadet verantwortliches Handeln<\/strong><\/h2>\n<p>Diese Frage stellt sich; gut gef\u00fchrte Einrichtungen mit entsprechender Mitarbeitervertretung (Betriebs-, Personalrat oder MAV) haben geringe bis keine Personalprobleme und m\u00fcssen nicht durch die WTG-Beh\u00f6rde Anlassbezogen ge- und \u00fcberpr\u00fcft werden. Die &#8222;Problemf\u00e4lle&#8220; werden nicht \u00f6ffentlich und Angeh\u00f6rige haben durch den fehlenden Markt keine Ausweichm\u00f6glichkeit.\u00a0<\/p>\n<p>Angesichts der sozialen, \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Auswirkungen unternehmerischer T\u00e4tigkeiten und einer entsprechend sachgerechten Leistungsbewertung wird in der Industrie vermehrt vom \u201e<a href=\"https:\/\/socialvalueuk.org\/what-is-social-value\" data-wpel-link=\"external\" target=\"_self\" rel=\"nofollow external noopener noreferrer\" title=\"Externer Link: Social Value\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">Social Value<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a>\u201c eines Unternehmens gesprochen. Warum werden im Gesundheitsbereich keine entsprechende Verantwortung und Bewertung \u00a0durch den Gesetzgeber\u00a0 gesehen? Arbeitnehmerrelevante Themen finden in den Social-Value-Ans\u00e4tzen der Wirtschaftspr\u00fcfungsgesellschaften nur eingeschr\u00e4nkt Beachtung. Die Bewertungsans\u00e4tze f\u00fcr Social Value werden in Grundz\u00fcgen transparent dargestellt. Die Ermittlung und Bemessung von gesellschaftlichen Auswirkungen k\u00f6nnen h\u00e4ufig nicht nachvollzogen werden. Die Pflegequalit\u00e4t darf nicht l\u00e4nger zwischen Pflegekassen und Einrichtungstr\u00e4gerverb\u00e4nden unverbindlich ausgehandelt werden. Es reicht auch nicht aus, dass Vertreter der Seniorenorganisationen oder der Pflegekammern die M\u00f6glichkeit der unverbindlichen Anh\u00f6rung erhalten. Wir brauchen eine wertorientierte Entscheidungsfindung im Sinne der Pflegebed\u00fcrftigen durch echte Beteilung und Mitbestimmung der Arbeitnehmervertreter und Sozialverb\u00e4nde (VdK, SoVD, BIVA).<\/p>\n<p>Die Selbstverpflichtung zur Qualit\u00e4tssicherung, seit <a href=\"https:\/\/www.gkv-spitzenverband.de\/media\/dokumente\/pflegeversicherung\/richtlinien__vereinbarungen__formulare\/richtlinien_und_grundsaetze_zur_qualitaetssicherung\/2021_Pflege_Richtlinien_nach_112a_SGB_XI.pdf\" class=\"mtli_attachment mtli_pdf ext-link wpel-icon-right\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: 2021 auch f\u00fcr ambulante Dienste\">2021 auch f\u00fcr ambulante Dienste<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a>, und die verpflichtende \u00f6ffentlichen Angaben werden selten geleistet.\u00a0 Wenn, dann nur f\u00fcr Profis auffindbar.<\/p>\n<p><strong>Die qualitativ hochwertige, ganzheitliche gesundheitliche Versorgung muss in ein solidarisches Vergabeprinzip eingebettet werden. Reparaturvorschl\u00e4ge festigen die &#8222;Ausbeutung&#8220;. Lernen wir von unseren Nachbarn. Fordern wir von allen Beteiligten soziales verantwortliches Handeln ein. <br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Es folgen:<\/p>\n<p>&#8222;Pflege: Arbeit, Liebesakt oder &#8230;&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Fehlende Wirtschaftlichkeit&#8220;<\/p>\n<p><strong>****************<\/strong><\/p>\n<p>Wir sind auf Ihre Kommentare gespannt, auch unter dem Aspekt der Forderung der Wohlfahrtsverb\u00e4nden zu einer \u201e<a class=\"ext-link wpel-icon-right\" href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse-und-kampagnen\/pflege-aber-sicher\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" target=\"_self\" title=\"Externer Link: solidarischen Pflegevollversicherung\">solidarischen Pflegevollversicherung<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a>\u201c bei fehlenden examinierten Pflegekr\u00e4ften. Wollen die keinen Beitrag verpassen, nutzen Sie den kostenlosen <a href=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/service\/newsletter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-wpel-link=\"internal\">Newsletter<\/a>. Ihre E-Mail und der Best\u00e4tigungslink reichen. Wir arbeiten werbefrei ohne fremde Hilfe oder Unterst\u00fctzung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Folgebeitrag zu \u201eGeld ist genug im Pflege-System!\u201c \u201eDie Leistungen der Freien Wohlfahrtspflege sind systemrelevant.\u201c so Ulrich Schneider, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Parit\u00e4tischen Gesamtverbands\u00a0 (DPWV). Gilt die Aussage f\u00fcr die Pflege, muss die gesundheitliche Versorgung grundgesetzlich gesch\u00fctzt und in ein solidarisches, verantworteste Vergabeprinzip eingebettet werden, ohne Gewinnzuschl\u00e4ge.\u00a0 Ein Umdenken ist angesagt; weitere Reparaturversuche verschlimmern, verteuern weiter die Pflege.\u00a0&hellip; <a class=\"continue\" href=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/2023\/12\/die-fehlende-kontrolle\/sraebiger\/\" data-wpel-link=\"internal\"> \u00bb weiterlesen: <span> Die fehlende Kontrolle und ihre Folgen<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":612,"featured_media":10354,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"generate_page_header":"","footnotes":""},"categories":[1520,1,5,2695],"tags":[700,1554,217,1062,1604,981,2120,3482,1023,989,1613,2907,148,1186,3412,3483,1226,1070,2428,3494,1225,2729,3110],"class_list":["post-16586","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-heimbeirat","category-dies-und-das","category-recht","category-seniorenbeirat","tag-alloheim-se","tag-bewohnerbeirat","tag-biva","tag-daseinsvorsorge","tag-dpwv","tag-eee","tag-entgeltverhandlungen","tag-gesetzgeber","tag-gewerkschaften","tag-korian","tag-mitbestimmung","tag-nordic-capital","tag-pflegekasse","tag-pflegequalitaet","tag-private-equity","tag-social-value","tag-sovd","tag-sozialverbaende","tag-stellungnahme","tag-systemrelevant","tag-vdk","tag-ver-di","tag-wtg-behoerde"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16586","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/612"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16586"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16586\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17014,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16586\/revisions\/17014"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10354"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16586"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16586"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16586"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}