{"id":24118,"date":"2025-06-20T10:40:41","date_gmt":"2025-06-20T08:40:41","guid":{"rendered":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/?p=24118"},"modified":"2025-05-18T15:17:26","modified_gmt":"2025-05-18T13:17:26","slug":"zukunft-der-pflege-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/2025\/06\/zukunft-der-pflege-2\/sraebiger\/","title":{"rendered":"Zukunft der Pflege"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Die Pflege verlagert sich in die H\u00e4uslichkeit. <\/strong><\/h2>\n<p><strong>Die Unterscheidung in Leistungsentgelt und Geldleistung im Pflegeversicherungsgesetz ist nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df noch gerecht?<\/strong><\/p>\n<p>In Pflegeheimen gibt es deutlich mehr <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/thueringen\/pflegeheim-personal-fachkraefte-caritas-102.html#Absagen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: Nachfragen als freie Pl\u00e4tze\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">Nachfragen als freie Pl\u00e4tze<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a>, damit ist kein Markt vorhanden. Zum Stichtag 31. Dezember 2024 konnten nach Angaben der Th\u00fcringer Heimaufsicht 283 Pl\u00e4tze <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/deutschland\/gesellschaft\/pflegeversicherung-pflegeheime-fachkraeftemangel-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: wegen Personalmangels nicht belegt werden\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">wegen Personalmangels nicht belegt werden<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a>. Bereits am <a href=\"https:\/\/www.thueringer-allgemeine.de\/politik\/article406776585\/pflege-in-thueringen-warum-heimplaetze-trotz-bedarf-leer-bleiben.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: 15.7.24 \u00a0meldete die Th\u00fcringer Allgemeinen Zeitung\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">15.7.24 \u00a0meldete die Th\u00fcringer Allgemeinen Zeitung<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a>, dass in den 329 <em>station\u00e4re<\/em> Pflegeeinrichtungen von den 25.843 Pl\u00e4tzen nur 23.616 belegt waren. Eine Minderbelegung von 2.227 oder 8%. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist eine tragf\u00e4hige Auslastung gegeben, die Refinanzierung der Investitionen ist gesichert.<\/p>\n<p>Gleichzeitig ist bundesweit festzustellen, werden \u00e4ltere Menschen nach einer Operation pflegebed\u00fcrftig, findet sich f\u00fcr sie <a href=\"https:\/\/www.verbraucherzentrale.de\/wissen\/gesundheit-pflege\/krankenversicherung\/reha-wie-sie-eine-medizinische-rehabilitation-beantragen-35246\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: keine Nachsorge\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">keine Nachsorge<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a>, kein Heimplatz. Die Kosten f\u00fcr den weiteren Krankenhausaufenthalt steigen. Der Zerfall klassischer Familienstrukturen wird <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/thueringen\/pflegeheim-personal-fachkraefte-caritas-102.html#Ueberalterung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: das Problem\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">das Problem<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a> weiterhin verst\u00e4rken; das Bauen auf &#8222;ehrenamtliche&#8220; Pflege entf\u00e4llt.<\/p>\n<p><strong>Anspruch und Wirklichkeit fallen immer weiter auseinander.<\/strong><\/p>\n<p>Die Pflege nach dem Pflegeversicherungsgesetz (SGB XI) stagniert seit Jahren bei 800.000 Bettpl\u00e4tzen. <a href=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/2024\/04\/flucht-ins-betreutem-service-wohnen\/sraebiger\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-wpel-link=\"internal\">Tr\u00e4ger fl\u00fcchten vermehrt<\/a> in Richtung Seniorenwohnen, betreutes Wohnen und ambulant betreute Wohngemeinschaften, um den klaren Forderungen nach den Wohn- und Teilhabegesetzen zu entkommen. Tr\u00e4ger nutzen die Situation der j\u00e4hrlich steigenden Pflegebed\u00fcrftigkeit, fordern die Entgeltsicherung wie im station\u00e4ren Bereich, Stichwort \u201estambulant\u201c. <a href=\"https:\/\/www.carevor9.de\/care-inside\/34-buergermeister-fordern-stambulant-als-regelleistung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: 34 B\u00fcrgermeister aus Baden-W\u00fcrttemberg und Bayern\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">34 B\u00fcrgermeister aus Baden-W\u00fcrttemberg und Bayern<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a> fordern, die \u201estambulante\u201c Versorgung zur bundesweiten Regelleistung zu machen.<\/p>\n<p>Regional ist die Heimquote unter anderem in Nordrhein-Westfalen bereits unter zehn Prozent gesunken. Im Jahre 1995 lag die Quote bei 40% und sollte nach dem Willen des Gesetzgebers nicht unter 30 Prozent fallen.<\/p>\n<p>Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) bezeichnet das &#8222;Betreute Wohnen&#8220; bereits 2022 in seiner <a href=\"https:\/\/kda.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Studie-Betreutes_Seniorenwohnen2022_Nov.-2022.pdf\" class=\"mtli_attachment mtli_pdf ext-link wpel-icon-right\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: Studie &#8222;Betreutes Seniorenwohnen&#8220;\">Studie &#8222;Betreutes Seniorenwohnen&#8220;<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a>\u00a0 als &#8222;zukunftsweisendes altersgerechtes Wohnangebot&#8220;, das selbstst\u00e4ndiges Wohnen mit modular w\u00e4hlbaren Leistungen kombiniere. Die Leistungen k\u00f6nnen sehr weit gehen: Es beginnt mit dem Servicemodell mit Freizeitangeboten und kleinen technischen Alltagshilfen und reicht \u00fcber das Betreuungsmodell mit Notruf und zeitlich begrenzten Pflegeleistungen bis hin zum Verbundmodell mit umfassenden Pflegeleistungen und einer 24-Stunden-Betreuung. Es folgte keine klarstellende Gesetzgebung zur Refinanzierung. Die gesetzlichen L\u00fccken und Widerspr\u00fcche werden zur Optimierung ausgenutzt.<\/p>\n<p><strong>Das \u201eBetreute Wohnen\u201c ist f\u00fcr Pflegeunternehmen interessant.<\/strong><\/p>\n<p>Die Wohnform ist baulich und personell weniger reglementiert als das klassische Pflegeheim. Die Finanzierung ist in mancher Hinsicht vorteilhafter. Statt eines Vertrages mit einem Entgelt, werden drei bis vier Vertr\u00e4ge abgeschlossen.<\/p>\n<ol>\n<li>Mietvertrag \u00fcber die Kaltmiete der R\u00e4umlichkeit<\/li>\n<li>Nebenkosten von Wasser, Strom, W\u00e4rme<\/li>\n<li>Serviceleistungen wie: Hausmeister-, B\u00fcroservice, Betreuung, Notruf<\/li>\n<li>Grundpflege: (SGB XI), gesondert werden Leistungen von examinierten Pflegekr\u00e4fte nach SGB V mit der zust\u00e4ndigen Pflegekasse abgerechnet.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Serviceleistungen (3) werden pauschal abgerechnet, unabh\u00e4ngig davon, ob man sie tats\u00e4chlich nutzt, ist das Leistungspaket zu zahlen. In der Regel sind die Vertr\u00e4ge, 1-3 nicht zu trennen, Die Entscheidung bleibt, entweder in das gesamte Paket 1-3 einzuwilligen oder eben nicht zu unterschreiben.<\/p>\n<p><strong>Vergleichen Sie:<\/strong> <a href=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/2018\/03\/was-bedeutet-eigentlich-betreutes-wohnen\/sraebiger\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-wpel-link=\"internal\">verschiedene Anbieter<\/a> bzw. verschiedene Vertr\u00e4ge eines Anbieters, es lohnt sich. Eine Klausel, auf die man in jedem Fall achten sollte: Was geschieht, wenn Pflegebed\u00fcrftigkeit der Ziffer 4 eintritt. Viele Anbieter behalten sich vor, in einem solchen Fall selbst \u00fcber den Verbleib des Mieters zu entscheiden. Zumindest die Konsultation eines Arztes sollte notwendig und vertraglich vereinbart sein. Der Gesetzgeber muss klare Linien und Bedingungen und eine neutrale Schiedsstelle benennen, wenn er Sonderregelung der Refinanzierung schafft. Gebrechliche Mieter d\u00fcrfen nicht schutzlos dem freien Markt \u00fcberlassen werden.<\/p>\n<p><strong>Wie pflegebed\u00fcrftig d\u00fcrfen die Bewohner sein? \u00a0<\/strong>\u00a0<\/p>\n<p>Die Betreuung von Senioren mit Pflegegrad 5 bedeutet &#8217;schwerste Beeintr\u00e4chtigung der Selbstst\u00e4ndigkeit mit besonderen Anforderungen f\u00fcr die pflegerische Versorgung&#8216;. Ohne eine bestens verzahnte Rund-um-Versorgung im Betreuten Wohnen, beispielsweise durch das Zusatzangebot von Tages- und Nachtpflege, oder auch Verhinderungspflege, wenn die Versorgung teilweise durch Angeh\u00f6rige erfolgt, ist das kaum m\u00f6glich, um nicht ernsthafte gesundheitliche Folgen zu verursachen. Die Krankheitsbilder und komplexen pflegerischen Bedarfe sind im Pflegegrad 5 sehr hoch und bed\u00fcrfen der fachlichen Unterst\u00fctzung. Die in der H\u00e4uslichkeit mangels ambulanter Fachkr\u00e4fte nicht gegeben oder gar abgelehnt wird. Ungelernte Hilfskr\u00e4fte m\u00fcssen &#8222;ehrenamtlich&#8220; fachliche Pflege \u00fcbernehmen. Beratungsgespr\u00e4che nach \u00a7 37 Abs. 3 SGB XI sind keine Hilfe.<\/p>\n<p><strong>Pflege nach SGB XI<\/strong><\/p>\n<p>Das Pflegeversicherungsgesetz (SGB XI) wurde 1995 nach 12j\u00e4hriger Diskussion und zur Entlastung des Sozialsystems und im Hinblick der alternden Gemeinschaft in Vollzug gesetzt. Die damalige Heimbed\u00fcrftigkeitsbescheinigung wurde aufgehoben. 2024 wurden durch die sozialversicherten Arbeitnehmer 66 Mrd.\u20ac aufgebracht. Die Hoffnung des Gesetzgebers, dass durch die Zulassung von privaten Tr\u00e4gern gen\u00fcgend station\u00e4re Pl\u00e4tze geschaffen werden, ist nicht eingetroffen. Die Heimbed\u00fcrftigkeitsbescheinigung wurde wieder eingef\u00fchrt. Wer in dem \u201eBetreuten Wohnen\u201c untergebracht ist, wird die \u201eHeimbed\u00fcrfigkeitsbescheinigung\u201c selten erhalten. Notfall Krankenhaus ist der Ausblick.<\/p>\n<p><strong>Die Einrichtungstr\u00e4ger<\/strong> nehmen nach rein betriebswirtschaftlichen Erw\u00e4gungen neue Bewohner auf und selten Pflegebed\u00fcrftige mit dem Pflegegrad 5. Wer einen der seltenen Pl\u00e4tze ergattert, hat das gro\u00dfe Los gezogen und erh\u00e4lt das volle Programm nach dem SGB XI von der Grundpflege \u00fcber die Betreuung bis zur Vollverpflegung mit 5 Mahlzeiten. Die Differenz zahlt die Sozialhilfe zuz\u00fcglich einem <a href=\"https:\/\/www.betanet.de\/sozialhilfe-taschengeld.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: Barbetrag von 152,01 \u20ac\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">Barbetrag von 152,01 \u20ac<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a> (Taschengeld) im Jahre 2025.<\/p>\n<p><strong>In der H\u00e4uslichkeit <\/strong>bem\u00fchen sich An- und Zugeh\u00f6rige rund um die Uhr die Grundpflege zu leisten. In der station\u00e4ren Einrichtung k\u00f6nnen sich 6 Pflegekr\u00e4fte abl\u00f6sen und erhalten der Einrichtungstr\u00e4ger erh\u00e4lt rund das doppelte Entgelt der Geldleistung je Pflegegrad in der H\u00e4uslichkeit. Die Belastung der Familienangeh\u00f6rigen erlaubt keine Betreuung und muss die Formalien mit den Beh\u00f6rden dazu noch stemmen. Neben der geminderten Geldleistung erspart sich die Pflegekasse das Geld f\u00fcr die Betreuungsleistung. Dazu kommt, dass nach bewilligten Antr\u00e4gen die Ausgaben vorfinanziert werden m\u00fcssen. Hilfe durch die Sozialhilfetr\u00e4ger und Unterst\u00fctzung und Beratung sind selten, oft nicht gegeben.<\/p>\n<p>Die Pflegeversicherung muss klar und verst\u00e4ndlich geregelt werden. Eine Unterscheidung in station\u00e4r und ambulant ist nicht mehr gerechtfertigt. Dazu geh\u00f6rt auch, dass der Pflegebegriff eindeutig definiert werden muss und nicht mehr synonym im SGB V und SGB XI-Bereich Verwendung findet. Die Arbeit von examinierten und zwangsverkammerten Pflegekr\u00e4ften k\u00f6nnen nicht weiterhin mit der notwendigen Grundpflege und Betreuung von An- und Zugeh\u00f6rigen gleichgesetzt und finanziert werden. Gilt der gesetzliche Pflegehilfskr\u00e4ftemindestlohn allgemein, entf\u00e4llt auch die Unterscheidung in Sach- und Geldleistung. Die notwendige Klarheit bringt eine Vereinfachung. Sie erspart gleichzeitig die Verhandlungen mit den Einrichtungstr\u00e4gern und die notwendigen Verwaltungs- und Kontrollhandlungen. Die soziale Pflegekasse ist nur den Versicherten verpflichtet. Dazu geh\u00f6rt auch, die Pflegebed\u00fcrftigkeit durch Vorsorge entsprechend hinauszuz\u00f6gern. Deswegen <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/deutschland\/gesellschaft\/pflegeversicherung-pflegeheime-fachkraeftemangel-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: fordert der Pflegewissenschaftler von der Universit\u00e4t Bremen, Prof. Heinz Rothgang\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">fordert der Pflegewissenschaftler von der Universit\u00e4t Bremen, Prof. Heinz Rothgang<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a>, eine einheitliche Versorgung mit gleichen Regeln und Finanzierung. Initiator von \u201estambulant\u201c <a href=\"https:\/\/www.altenheim.net\/warum-investieren-sie-nicht-mehr-herr-pfister\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: Benevit-Chef Kaspar Pfister\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">Benevit-Chef Kaspar Pfister<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a> legt dagegen \u00f6ffentlichkeitswirksam Investitionen auf Eis. Wird der Erpressungsversuch gelingen?<\/p>\n<p>Die<a href=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/2025\/05\/pflegereformen-ohne-jede-zeitverzoegerung\/sraebiger\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-wpel-link=\"internal\"> pflegenden An- und Zugeh\u00f6rigen in der H\u00e4uslichkeit<\/a> sind der &#8222;ehrenamtliche&#8220; Spielball, sie haben keine Stimme. Gewerbliche Anbieter fordern direkt und indirekt eine allgemeine Pflegereform. Die Diskussion darf nicht l\u00e4nger nur den Pflegekassen, Anbietern und der Wissenschaft zu \u00fcberlassen werden. Formale Verbesserung in der H\u00e4uslichkeit scheitern an der Kenntnis, sp\u00e4testens an den H\u00fcrden der Verwaltung. Allein durch Transparenz kann eine Akzeptanz der Versicherten hergestellt werden. Keine weiteren Geheimverhandlungen und Wunschentgelte zu Lasten der Versicherten; sie sind undemokratisch.<\/p>\n<p>Bestehende station\u00e4re Einrichtungen sind in Rehaeinrichtungen, notwendige Stationen f\u00fcr Demente, die in der eigenen H\u00e4uslichkeit nicht mehr versorgt werden k\u00f6nnen, und in gemeinn\u00fctzige Palliativeinrichtungen umzugestalten.<\/p>\n<p>Die notwendige Reform nach 30 Jahren ist \u00fcberf\u00e4llig. Sie darf nicht dazu dienen, die bestehenden Strukturen weiter auf Kosten der sozialversicherten Arbeitnehmer und der An- und Zugeh\u00f6rigen zu st\u00fctzen und gleichzeitig \u00fcber fehlende Fachkr\u00e4fte in der Pflege und der Industrie zu jammern.<\/p>\n<p>Wir brauchen eine zukunftsf\u00e4hige Altenversorgung, die teure \u201eZwischenlagerungen\u201c im Krankenhaus vermeidet und die letzte Lebensphase ohne Schmerzen begleitet. Das Aufzeigen und Benennen bestehender Fehlentwicklungen aus Sicht der Versicherten ist erforderlich.<\/p>\n<p><strong>Stichpunkte zur Diskussion<\/strong><\/p>\n<p>Im 12j\u00e4hrigen Gesetzgebungsverfahren des SGB XI war Ziel die Sozialhilfe einzusparen, die Einrichtungen der Wohlfahrtsverb\u00e4nde zu erhalten, private Investoren zuzulassen, damit die notwendigen 30% von vollstation\u00e4ren Pl\u00e4tzen auf Dauer erreicht werden.<\/p>\n<ul>\n<li>Die Einsparung der Sozialhilfe betr\u00e4gt derzeit 66 Mrd.\u20ac j\u00e4hrlich.<\/li>\n<li>Die Refinanzierungsmodalit\u00e4ten wurden weitgehend beibehalten und mit einem Gewinnaufschlag versehen.<\/li>\n<li>Die einseitigen Qualit\u00e4tsversprechen der Einrichtungstr\u00e4ger sind nicht einklagbar.<\/li>\n<li>Die zust\u00e4ndigen ordnungsbeh\u00f6rdlichen Wohn- und Teilhabeaufsichten, sehen sich durch fehlende Alternative als Beratungsaufsicht der Einrichtung.<\/li>\n<li>Das gesetzliche Kontrollorgan der Bewohner nach \u00a7 83 Abs. 3. Satz 2 SGB XI wird durch die Pflegekassen nicht eingefordert.<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzungsleistungen nach SGB XI d\u00fcrfen, so lange nicht jeder seinen Anspruch auf die Leistung durchsetzen kann, nicht l\u00e4nger in abgek\u00fcrzter Zahlung direkt als \u201eerh\u00f6htes Leistungsentgelt\u201c erfolgen. Der einzelnen Person wird die W\u00fcrde zur\u00fcckgegeben mitzuwirken und \u00fcber Geld zu verf\u00fcgen.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><strong>Fazit<\/strong><\/h2>\n<p>Die notwendige Aufarbeitung der intransparenten Kostenspirale mit allen Beteiligten, f\u00f6rdert die notwendige Akzeptanz und den Einsatz in einer \u00e4lter werdenden Gesellschaft. Erwartungen der B\u00fcrger m\u00fcssen mit der Wirklichkeit zu einem realistischen Ziel formuliert werden. Es darf nicht l\u00e4nger sein, dass die Umlage f\u00fcr sozialversicherte Arbeitnehmer durch nicht betroffene Abgeordnete st\u00e4ndig zum Vorteil der gewerblichen Anbieter erh\u00f6ht werden. Die Erl\u00f6se weiterhin zu 42 % der Einrichtungstr\u00e4ger mit Gewinnaufschlag zugutekommen, 48% auf die \u00fcbrigen anerkannt Pflegebed\u00fcrftigen verteilt werden. Die Verbesserung der Lebensumst\u00e4nde d\u00fcrfen sich nicht l\u00e4nger nach dem m\u00f6glichen Kapitaleinsatz bemessen werden und nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben enden. Anspr\u00fcche d\u00fcrfen nicht deshalb entfallen oder gar verweigert werden, weil sie nicht vorfinanziert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wir brauchen nicht nur eine Verbesserung im Pflegefall f\u00fcr die Versicherten und die gesellschaftliche Unterst\u00fctzung durch die gew\u00e4hlten Interessenvertreter und Verb\u00e4nde. Eine fr\u00fchzeitige Aufkl\u00e4rung und Vorsorge verhindern Kosten. Eine bessere Abstimmung zwischen den Gesetzen SGB V, SGB IX und SGB XI in einer Verantwortlichkeit tr\u00e4gt zur Transparenz und Verschlankung bei.<\/p>\n<h2><strong>Lasst uns Rentner nicht weiter ins Bergfreie fallen!<\/strong><\/h2>\n<p>Mit diesem Beitrag wollen wir im Interesse der demokratischen Gesellschaft mit wenigen Stichpunkten eine breite Diskussion im Pflege- und Gesundheitsbereich ansto\u00dfen, die in Seminaren zu vertiefen w\u00e4ren. Es reicht nicht Missst\u00e4nde zu benennen, \u00c4nderungen anzuk\u00fcndigen. Erfahrungen aus Modellf\u00f6rderungen sind gegeben. Wir brauchen eine schnelle allumfassende tragf\u00e4hige L\u00f6sungen. Das T\u00f6pfedenken nach Erl\u00f6sen dient nicht der Allgemeinheit. Jede Familie ist irgendwann von einem Notfall und der Pflege betroffen.<\/p>\n<h2>Solidarisches Handeln darf nicht l\u00e4nger eine Einbahnstra\u00dfe sein.\u00a0<strong><br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Nur wenn die Letztverantwortlichkeit in der Kommune gegeben ist und der heutige Verschiebebahnhof beendet wird, kann die Not der Rentner gemildert, die Demokratie gest\u00e4rkt werden. <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Pflege verlagert sich in die H\u00e4uslichkeit. Die Unterscheidung in Leistungsentgelt und Geldleistung im Pflegeversicherungsgesetz ist nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df noch gerecht? In Pflegeheimen gibt es deutlich mehr Nachfragen als freie Pl\u00e4tze, damit ist kein Markt vorhanden. Zum Stichtag 31. Dezember 2024 konnten nach Angaben der Th\u00fcringer Heimaufsicht 283 Pl\u00e4tze wegen Personalmangels nicht belegt werden. Bereits&hellip; <a class=\"continue\" href=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/2025\/06\/zukunft-der-pflege-2\/sraebiger\/\" data-wpel-link=\"internal\"> \u00bb weiterlesen: <span> Zukunft der Pflege<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":612,"featured_media":9186,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"generate_page_header":"","footnotes":""},"categories":[1,1122,5,2695,4,38],"tags":[2958,4192,4196,78,1651,755,67,4193,4194,3344,311,3815,168,4195],"class_list":["post-24118","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-dies-und-das","category-ernaehrung-hygiene","category-recht","category-seniorenbeirat","category-unterstuetzung","category-wohnen","tag-barbetrag","tag-benevit","tag-beratungsgespraech","tag-betreutes-wohnen","tag-geldleistung","tag-heimbeduerftigkeit","tag-kda","tag-leistungsentgelt","tag-pflegegrad-5","tag-prof-rothgang","tag-sozialhilfe","tag-stambulant","tag-taschengeld","tag--37-abs-3-sgb-xi"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24118","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/612"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=24118"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24118\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24139,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24118\/revisions\/24139"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9186"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24118"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24118"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24118"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}