{"id":25188,"date":"2025-12-25T12:08:57","date_gmt":"2025-12-25T11:08:57","guid":{"rendered":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/?p=25188"},"modified":"2025-12-18T16:51:33","modified_gmt":"2025-12-18T15:51:33","slug":"zukunft-der-sozialversicherungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/2025\/12\/zukunft-der-sozialversicherungen\/sraebiger\/","title":{"rendered":"Zukunft der Sozialversicherungen"},"content":{"rendered":"<h2><strong>\u201eBeitragsschock\u201c und \u201eexplodierende Kosten\u201c<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Keine sch\u00f6nen Aussichten f\u00fcr die kommenden Jahre. Lassen wir uns nicht blenden von der &#8222;Haltelinie&#8220; von 48% der Rentenversicherung.\u00a0 Die \u00d6sterreicher und Niederl\u00e4nder sind sozialer.<\/strong><\/p>\n<p>Der \u201eBefreiungsschlag\u201c von Bismarck ist vergessen. Negativschlagzeilen in den Medien bringen Quoten. Grunds\u00e4tzliches wird selten angesprochen. Solidarit\u00e4t gilt nach den Gesetzen nur f\u00fcr Arbeitnehmer bis zur H\u00f6he der Bemessungsgrundlage. Fehlendes und kurzsichtiges politisches Handeln gef\u00e4hrdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt.\u00a0<\/p>\n<p>80 Prozent der B\u00fcrger sehen die gesetzlichen Krankenkassen als wichtigen Teil des Sozialstaats an, 73 Prozent bef\u00fcrworten das finanzielle Solidarprinzip \u2013 das gemeinsame Tragen der Kosten \u00fcber alle Versicherte hinweg. 83 Prozent sind der Meinung, dass alle Versicherten \u2013 unabh\u00e4ngig von ihrer Lebenslage \u2013 den gleichen Anspruch auf Versorgung haben sollten.<\/p>\n<p><strong>\u201eIm Zweifel zahlen die Beitragszahlenden\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Gro\u00dfz\u00fcgig greifen, die von der Zahlungspflicht befreiten, Bundestagsabgeordneten direkt und indirekt in die Sozialkassen und verteilen ihre \u201eGeschenke\u201c. War es \u00fcblich, dass sich die Arbeitgeber mindestens h\u00e4lftig an den Sozialbeitr\u00e4gen beteiligten, wurde das System verlassen. Die gesetzlich Versicherten tragen die Zusatzkosten der letzten Jahre allein. Die Arbeitgeber werden einseitig geschont.<\/p>\n<p><strong>Das Vertrauen ins Solidarsystem ist da \u2013 aber auch die Sorge um dessen Zukunft.<\/strong><\/p>\n<p>Rund 75 Millionen Menschen und damit rund 90 Prozent der Bev\u00f6lkerung sind in der GKV versichert und alle stehen f\u00fcreinander ein: Gesunde f\u00fcr Kranke, Junge f\u00fcr Alte, Alleinstehende f\u00fcr Familien, unabh\u00e4ngig von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Glauben. Au\u00dferhalb des Solidarsystems stehen gr\u00f6\u00dftenteils Abgeordnete, Beamte und andere \u201eBessergestellte\u201c.<\/p>\n<p><strong>Die Selbstverwaltung wurde durch den Gesetzgeber ausgeh\u00f6hlt.<\/strong><\/p>\n<p>Kurzfristige politische Interessen werden \u00fcber die langfristige Stabilit\u00e4t der gesetzlichen Sozialversicherungen gestellt. Die notwendigen Kosten f\u00fcr die gesundheitliche Versorgung von B\u00fcrgergeldbeziehenden bleibt der Bund den gesetzlichen Krankenkassen Jahr f\u00fcr Jahr rund zehn Milliarden Euro schuldig. Die seit Jahrzehnten \u00fcberf\u00e4llig Reformen der Sozialversicherungen wurden aus wahltaktischen Gr\u00fcnden bisher verschleppt. Die aktuelle Bundesregierung hat sich im Rahmen des Koalitionsvertrags zum Ziel gesetzt, die strukturelle L\u00fccke zwischen Ausgaben und Einnahmen in der gesetzlichen Krankenversicherung zu schlie\u00dfen. F\u00fcr diese Aufgabe soll eine Kommission unter Beteiligung von Expertinnen und Experten und Sozialpartnern eingerichtet werden. Sie solle die gesundheitspolitischen Vorhaben des Koalitionsvertrags in der Gesamtwirkung betrachten, bis zum Fr\u00fchjahr 2027 Ableitungen treffen und konkrete weitere Ma\u00dfnahmen vorschlagen. \u00a0Eine weitere Kommission, die Rentenkommission, wurde am 17.12.25 konkretisiert und eingesetzt.<\/p>\n<p><strong>Union und SPD benennen Wissenschaftler <\/strong><\/p>\n<p>Nach viel Gezerre um ein erstes Rentenpaket, soll ein Gremium mit Experten Vorschl\u00e4ge f\u00fcr eine &#8222;gro\u00dfe Reform&#8220; machen. Das von der schwarz-roten Koalition vereinbarte Gremium soll eine umfassende Neuordnung der Alterssicherung erarbeiten. Gleichberechtigte Vorsitzende der fr\u00fchere Chef der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit, Frank-J\u00fcrgen Weise (74) von der CDU nominiert und die Sozialrechtsprofessorin Dr. jur. Constanze Janda (49) von der SPD. Von den 13 Mitgliedern sind sechs Wissenschaftler.<\/p>\n<figure id=\"attachment_15318\" aria-describedby=\"caption-attachment-15318\" style=\"width: 140px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-15318 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/files\/2022\/09\/Frage-150x151.jpg\" alt=\"Hinweis\" width=\"150\" height=\"151\" srcset=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/files\/2022\/09\/Frage-150x151.jpg 150w, https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/files\/2022\/09\/Frage.jpg 220w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-15318\" class=\"wp-caption-text\">Ref\u00f6rmchen, Kompromiss f\u00fcr wen?<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Eine Reform,<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>mit den Vorgaben das bestehende System zu erhalten, kann <strong>keine<\/strong> notwendige tragf\u00e4hige Neuordnung f\u00fcr Jahrzehnte schaffen,<\/li>\n<li>wird von Nichtbetroffenen vorbereitet und von <a href=\"https:\/\/www.dwds.de\/wb\/alimentieren\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: alimentierten\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">alimentierten<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a> Abgeordneten abgenickt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Wer die erforderliche Mehrheit und Gerechtigkeit der B\u00fcrger finden und sichern will, muss: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>die Freiz\u00fcgigkeit in der EU miteinbeziehen, <\/strong><\/li>\n<li><strong>die Opposition miteinbinden und insbesondere<\/strong><\/li>\n<li><strong>die Bev\u00f6lkerungsprognose mitbedenken.<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Deutschland wird immer \u00e4lter \u2013 und die Bev\u00f6lkerung schrumpft. Das ergibt die <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Bevoelkerung\/Bevoelkerungsvorausberechnung\/_inhalt.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: Prognose des Statistischen Bundesamtes\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">Prognose des Statistischen Bundesamtes<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a>. Bei moderaten Annahmen k\u00f6nnte die Bev\u00f6lkerungszahl auf bis zu knapp 75 Millionen sinken. Bei notwendig st\u00e4rkerer Zuwanderung kann der Trend abgemildert werden. Besonders betroffen vom Schwund d\u00fcrften <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/deutschlandarchiv\/549435\/eine-phantomgrenze-durchzieht-das-land\/?utm_medium=email&amp;utm_campaign=Aufr%C3%BCsten%20ja%2C%20ausschreiben%20nein\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: die ostdeutschen Bundesl\u00e4nder\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">die ostdeutschen Bundesl\u00e4nder<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a> sein. Sie verlieren in den Modellrechnungen bis zu 30 Prozent an Bev\u00f6lkerung. <strong>Die Zeit dr\u00e4ngt.<\/strong><\/p>\n<h2><strong>Ein Kompromiss wird keine notwendige Reform. <\/strong><\/h2>\n<p><strong>Ein Schutz der eigenen Privilegien, gegen die Mehrheit der W\u00e4hler, zur weiteren Demontage der Demokratie.<\/strong><\/p>\n<p>71 % des letzten Gehaltes als Pension, diese H\u00f6he kann eine 48% Rente nicht durch eine zweite S\u00e4ule einer Betriebsrente, inklusiv der dritten S\u00e4ule mit der &#8222;Fr\u00fchstartrente&#8220; erreichen. <strong>Deutschland braucht einen europ\u00e4ischen Weg. Warum sich ein <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/41-2025\/starkung-der-rente-warum-ein-blick-auf-osterreich-lohnt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: Blick nach \u00d6sterreich\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">Blick nach \u00d6sterreich<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a> oder der Niederlande lohnt.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-10066 alignleft\" src=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/files\/2019\/11\/geschenke-300x225.jpg\" alt=\"Geschenke segeln davon\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/files\/2019\/11\/geschenke-300x225.jpg 300w, https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/files\/2019\/11\/geschenke-150x113.jpg 150w, https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/files\/2019\/11\/geschenke-768x576.jpg 768w, https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/files\/2019\/11\/geschenke.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><strong>***********************<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bunte P\u00e4ckchen ohne Inhalt<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ihre Meinung ist gefragt!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eBeitragsschock\u201c und \u201eexplodierende Kosten\u201c Keine sch\u00f6nen Aussichten f\u00fcr die kommenden Jahre. 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