{"id":25419,"date":"2026-01-30T10:07:47","date_gmt":"2026-01-30T09:07:47","guid":{"rendered":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/?p=25419"},"modified":"2026-01-30T17:55:20","modified_gmt":"2026-01-30T16:55:20","slug":"digitaler-marktplatz-fuer-ambulante-pflege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/2026\/01\/digitaler-marktplatz-fuer-ambulante-pflege\/sraebiger\/","title":{"rendered":"Digitaler Marktplatz f\u00fcr ambulante Pflege"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Wo Teilhabe gelingt, w\u00e4chst Demokratie \u2013 <\/strong><\/h2>\n<h2><strong>Wo sie verweigert wird, verliert die Gesellschaft.<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Kommunalverwaltungen sehen selten einen sozialen Planungsbedarf.<\/strong><\/p>\n<p>Aktuell gepflegte kommunale Homepages zur Unterst\u00fctzung der Senioren sind vielf\u00e4ltig. Sie geben mehr oder weniger einen \u00dcberblick \u00fcber die in den Sozialr\u00e4umen ans\u00e4ssigen sozialrelevanten Institutionen und Kooperationen. Die Begr\u00fcndung der Zur\u00fcckhaltung ist schnell gefunden. Der Deutsche St\u00e4dte- und Gemeindebund warnt vor einer \u00dcberlastung der Kommunen durch stark steigende Ausgaben unter anderem bei der Hilfe zur Pflege. Die \u00dcberalterung und Verarmung nehmen zu, die Steuereinnahmen stagnieren bestenfalls. Beh\u00f6rden, Parteien und Wohlfahrtsbeh\u00f6rden haben sich eingerichtet.<\/p>\n<p>Wer aus dem Arbeitsleben ausscheidet, verliert oft Netzwerke, soziale Kontakte, vereinsamt. Tritt ein Notfall, wird er aus Scham den Nachbarn und Bekannten verheimlicht. Hilfe wird gesucht, wenn nichts mehr geht. Die Pflegekasse hilft, wenn ein Antrag gestellt wird. Die Angebote der Kommune werden oft nicht gesehen oder aus Schwellenangst nicht wahrgenommen. <strong>Wir verweigern uns, nicht die Gesellschaft verweigert sich.<\/strong><\/p>\n<h2><strong>Wer sich nicht einbringt, verliert!<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Wir brauchen Effizienz.<\/strong> Von den derzeit 5,8 Mio. anerkannt Pflegebed\u00fcrftigen kommen knapp 900.000 in einem Heim unter, 4,9 Mio. m\u00fcssen in der H\u00e4uslichkeit gepflegt werden, 3,3 Mio. ohne fachliche Hilfe. Warum wird weiterhin die \u00dcberforderung der An- und Zugeh\u00f6rigen im \u201efreie\u201c Markt der Pflegeanbieter \u00fcbersehen, gleichzeitig wird \u00fcber fehlende Finanzierung gesprochen. Tr\u00e4ger ambulanter Pflege geben auf. Die eigentlichen Gr\u00fcnde bleiben oft im Dunkeln. Die <a href=\"https:\/\/www.carevor9.de\/care-inside\/grosse-diakonie-station-in-nrw-stellt-den-betrieb-ein\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: Presse vermeldet\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">Presse vermeldet<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a>, am 30.12.25 haben zum 31.3.26 der Diakonischen Einrichtung 9 der\u00a0 15 Mitarbeiter k\u00fcndigen. Wer wird die 399 Pflegebed\u00fcrftigen versorgen?\u00a0 F\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.rundschau-online.de\/region\/euskirchen-eifel\/kreis-euskirchen\/euskirchen-aus-fuer-ambulante-pflege-der-diakonie-landrat-reagiert-1-1190505\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: Landrat Markus Ramers\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">Landrat Markus Ramers<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a> ist die Nachricht ein Alarmsignal.<\/p>\n<p>M\u00fcssen drei bis zehn ambulante Dienste im Quartier\/Dorf gleiche Dienste anbieten und gro\u00dfe Zeiteinheiten auf der Stra\u00dfe im Kfz verbringen? K\u00f6nnen wir wirklich abwarten, bis durch Insolvenzen Konzerne den Markt \u00fcbernehmen und die Einsparungsm\u00f6glichkeiten nicht den Versicherten zugutekommen.<\/p>\n<p><strong>Mitglieder in Sozialaussch\u00fcssen <\/strong>sehen die STILLE Not der Pflegende Angeh\u00f6rige im eigenen Umfeld, doch oft keine M\u00f6glichkeit der Ver\u00e4nderung<strong>. Ehrenamtliche Seniorenbeir\u00e4te <\/strong>verlassen sich auf die Fachlichkeit der<strong> Mitglieder in der Kommunalen Konferenz Alter und Pflege. <\/strong>Die vielf\u00e4ltigen Aufgaben und Zusammensetzung regelt das Alten- und Pflegesetz (APG) nebst Durchf\u00fchrungsVO, siehe <a href=\"https:\/\/recht.nrw.de\/lmi\/owa\/br_bes_detail?bes_id=28544&amp;aufgehoben=N&amp;det_id=649328&amp;anw_nr=2&amp;menu=1&amp;sg=1\" data-wpel-link=\"external\" target=\"_self\" rel=\"nofollow external noopener noreferrer\" title=\"Externer Link: \u00a7 8 APG NRW\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">\u00a7 8 APG NRW<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a>.<strong> Behindertenr\u00e4te <\/strong>genie\u00dfen durch das SGB IX i.V. m \u00a7 27b Gemeindeordnung NRW einen Sonderstatus und k\u00f6nnen so auch die Problematik der pflegenden Angeh\u00f6rigen auf kommunaler und <a href=\"https:\/\/www.mags.nrw\/landesausschuss-alter-und-pflege\" data-wpel-link=\"external\" target=\"_self\" rel=\"nofollow external noopener noreferrer\" title=\"Externer Link: Landesebene\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">Landesebene<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a> einbringen. Nicht zu vergessen ist der eigenst\u00e4ndige <strong>Ausschuss f\u00fcr Chancengerechtigkeit und Integration <\/strong>mit seinen Mitgliedern. Formal k\u00f6nnen sich Gremienvertreter mit der Sorge der Senioren befassen. Warum sollten sie, es ist keine Pflichtaufgabe, es fehlt an Geld und an dem direkten Handlungsdruck.<\/p>\n<p><strong>AfD erkundigt (<\/strong><a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/21\/035\/2103527.pdf\" class=\"mtli_attachment mtli_pdf ext-link wpel-icon-right\" data-wpel-link=\"external\" target=\"_self\" rel=\"nofollow external noopener noreferrer\" title=\"Externer Link: &lt;strong&gt;BtDr 21\/3527&lt;\/strong&gt;\"><strong>BtDr 21\/3527<\/strong><span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a><strong>) sich nach Pflegeleistungen f\u00fcr Ukrainer<\/strong><\/p>\n<p>Es ist muss Pflichtaufgabe der Kommunen werden, die Betreuung von Menschen mit Behinderung und von Senioren wieder als \u00f6ffentliche Daseinsvorsorge zu begreifen. Notwendige Einsparungen von 20% bis 30% ergeben sich, wenn rechtzeitig privatwirtschaftlich betriebene Pflegeeinrichtungen in gemeinn\u00fctzige oder genossenschaftliche Verantwortung genommen werden. Das derzeitige Konkurrenzverhalten ist nicht dem Markt mit freien Preisen, sondern dem Kapitalmarkt geschuldet. Es bedarf neben einer Pflegereform eine aktive Seniorenpolitik in den Kommunen. B\u00fcrger m\u00fcssen sich aktiv einbringen; Forderungen allein bewirken keine Verhaltens\u00e4nderung. Die Hoffnung, der Markt wird es im Sinne der sozialen Marktwirtschaft richten, ist nicht aufgegangen.\u00a0 Das Schild &#8222;sozial&#8220; hat sich in das Gegenteil gewandt. Haben wir den Mut die Wahrheit anzuerkennen.<\/p>\n<p><strong>Pflege neu denken<\/strong><\/p>\n<p>Wie l\u00e4sst sich pflegerische Versorgung neu denken \u2013 und trotz des Fachkr\u00e4ftemangels dauerhaft sicherstellen?<\/p>\n<p>Es bedarf verl\u00e4sslicher lokaler Netzwerke in denen Nachbarn und Angeh\u00f6rige die pflegerische Grundversorgung \u00fcbernehmen<\/p>\n<p>\u00a0Angestellt, \u00fcber Minijobs oder Zuverdienste, unterst\u00fctzen sie die Pflegekr\u00e4fte bei den Alltagsaufgaben. So entstehe eine arbeitsteilige, wohnortnahe Versorgung, die soziale N\u00e4he mit professionellen Standards verbindet.<\/p>\n<p><strong>Eine Anfrage f\u00fcr alles<\/strong><\/p>\n<p>Wer nach Hilfe bei der Pflege sucht, wird bei der Kommune formal f\u00fcndig. Die Anbieterlisten mit Preisen sagen wenig \u00fcber die Qualit\u00e4t und Zufriedenheit der Kunden aus, noch weniger ob Vertr\u00e4ge angeboten und abgeschlossen werden. Es ist nicht nur schwierig einen Heimplatz zu finden auch einen der ambulanten Pflegedienste. 2\/3 der pflegenden Angeh\u00f6rigen finden keine fachliche Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p><strong>Eine einzige Anfrage\u2013 \u00fcber ein Onlineformular stellen.<\/strong><\/p>\n<p>Die Zeiten, in denen sich Suchende m\u00fchsam durchtelefonieren m\u00fcssen und m\u00f6glicherweise eine Absage nach der anderen bekommen, m\u00fcssen vorbei sein. Die digitale Plattform kann und soll niemals die pers\u00f6nliche Beratung von Hilfesuchenden ersetzen. Sie erm\u00f6glicht den Angeh\u00f6rigen eine neutrale gute erste Kontaktaufnahme.<\/p>\n<p>Nicht auf die gro\u00dfe Pflegereform auf Kosten der Versicherten warten. Die kommunale Politik ist gefragt und kann Zeichen setzen. Beispiele k\u00f6nnen gegeben werden.<\/p>\n<p>***************************<\/p>\n<p><strong>Erschienen sind:<\/strong><\/p>\n<ol start=\"23\">\n<li>Jan. <a href=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/2026\/01\/digitalisierung-im-haushalt\/sraebiger\/\" data-wpel-link=\"internal\">Digitalisierung im Haushalt, nicht so<\/a><\/li>\n<li>Jan. <a href=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/2026\/01\/digital-vor-ambulant-vor-stationaer\/sraebiger\/\" data-wpel-link=\"internal\">Digital vor ambulant vor station\u00e4r!<\/a><\/li>\n<li>Jan. <a href=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/2026\/01\/notstand-in-der-haeuslichkeit\/sraebiger\/\" data-wpel-link=\"internal\">NOTSTAND in der H\u00c4USLICHKEIT<\/a><\/li>\n<li>Dez. <a href=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/2025\/12\/einsam-einsamkeit\/sraebiger\/\" data-wpel-link=\"internal\">Einsam = Einsamkeit !?<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wo Teilhabe gelingt, w\u00e4chst Demokratie \u2013 Wo sie verweigert wird, verliert die Gesellschaft. 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Der Deutsche&hellip; <a class=\"continue\" href=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/2026\/01\/digitaler-marktplatz-fuer-ambulante-pflege\/sraebiger\/\" data-wpel-link=\"internal\"> \u00bb weiterlesen: <span> Digitaler Marktplatz f\u00fcr ambulante Pflege<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":612,"featured_media":10357,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"generate_page_header":"","footnotes":""},"categories":[1,2695,4],"tags":[4366,1498,1997,2325,4365,2879,1736,445,2240],"class_list":["post-25419","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-dies-und-das","category-seniorenbeirat","category-unterstuetzung","tag-btdr-21-3527","tag-demokratie","tag-kommunale-konferenz-alter-und-pflege","tag-netzwerk","tag-onlineformular","tag-planung","tag-sozialausschuss","tag-teilhabe","tag--8-apg-nrw"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25419","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/612"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25419"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25419\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25452,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25419\/revisions\/25452"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10357"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25419"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25419"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25419"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}