<style type="text/css">a[data-mtli~="mtli_filesize629kB"]:after {content:" (629 kB)"}</style><style type="text/css">a[data-mtli~="mtli_filesize629kB"]:after {content:" (629 kB)"}</style>{"id":9567,"date":"2021-04-09T12:12:11","date_gmt":"2021-04-09T10:12:11","guid":{"rendered":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/?p=9567"},"modified":"2021-04-10T15:16:14","modified_gmt":"2021-04-10T13:16:14","slug":"finanzielle-ueberlastung-der-menschen-in-pflegeheimen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/2021\/04\/finanzielle-ueberlastung-der-menschen-in-pflegeheimen\/uwiemann\/","title":{"rendered":"Finanzielle \u00dcberlastung der Menschen in Pflegeheimen beenden!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Oder abgezockt im Altenheim! Ein Wahlkampfthema?<\/strong><\/p>\n<p>Gegenw\u00e4rtig h\u00e4ufen sich Medienberichte \u00fcber drastische steigende Heimkosten f\u00fcr Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen. Seit Januar 2017 sind die pflegebedingten Eigenanteile f\u00fcr alle Bewohnerinnen und Bewohner innerhalb einer station\u00e4ren Pflegeeinrichtung unabh\u00e4ngig vom Pflegegrad gleich hoch. F\u00fcr Menschen in den unteren Pflegegraden bedeutete diese Neuregelung bereits eine Erh\u00f6hung des Eigenanteils. Seit Jahresbeginn 2018 werden die im Jahr 2017 festgelegten einrichtungseinheitlichen Eigenanteile nun in\u00a0 vielen Pflegeheimen angehoben. Nicht nur die Arbeiterwohlfahrt (AWO) begr\u00fcndet diese Erh\u00f6hung mit dem Abschluss eines Tarifvertrags f\u00fcr die Pflegebesch\u00e4ftigten. Neben dem einrichtungseinheitlichen Eigenanteilen der Pflege (EEE) erh\u00f6hen viele Einrichtungen zus\u00e4tzlich auch Unterkunft und Verpflegungskosten sowie Investitionskostenzuschl\u00e4ge. Es ergeben sich monatliche Mehrbelastungen f\u00fcr die Bewohnerinnen und Bewohner zwischen <span style=\"text-decoration: underline;\">500 und 900 Euro.<\/span> ohne dass sich die Pflegeleistungen verbessern. <strong>Viele Menschen mit Pflegebedarf, vor allen Rentnerinnen und Rentner, k\u00f6nnen sich die Kosten f\u00fcr den Platz im Pflegeheim nicht mehr leisten. Sie sind auf Hilfe zur Pflege nach dem Zw\u00f6lften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) angewiesen. <span style=\"text-decoration: underline;\">Das ist ein Weg in die besch\u00e4mende Bed\u00fcrftigkeitspr\u00fcfung und in Armut durch Pflege, wenn nicht Angeh\u00f6rige finanziell oder als Pflegeperson einspringen.<\/span><\/strong> Die Kommunen werden als Sozialhilfetr\u00e4ger zus\u00e4tzlich finanziell belastet.<\/p>\n<p><strong>Die Kosten f\u00fcr Pflege und Unterbringung in einem Pflegeheim \u00fcbersteigen die Leistungen der Pflegekasse um ein Vielfaches. Hierf\u00fcr m\u00fcssen die Pflegebed\u00fcrftigen oder deren Angeh\u00f6rige aufkommen. Wer wei\u00df\u00a0 schon: wie hoch der zu zahlende Eigenanteil ist und welche Freibetr\u00e4ge und Schonverm\u00f6gen beim Pflegebed\u00fcrftigen und den Angeh\u00f6rigen anzurechnen sind.<\/strong><\/p>\n<p>Anders als bei der gesetzlichen Krankenversicherung \u00fcbernimmt die Pflegeversicherung nur einen festgelegten Betrag als Zuschuss zu den Pflegekosten. Das bedeutet, die Pflegekassen zahlen je Pflegegrad einen festen Anteil an den Pflegekosten. Dar\u00fcber hinausgehende Kosten m\u00fcssen von den Pflegebed\u00fcrftigen oder deren Angeh\u00f6rigen getragen werden, die zuvor von den Pflegekassen mit den Einrichtungen verhandelt wurden. Das hei\u00dft in der Regel einen eigenen Anteil an den Pflegekosten als Differenzkosten zum Pflegekassenanteil, zuz\u00fcglich die Aufwendungen f\u00fcr die Unterbringung &amp;\u00a0 Verpflegung (Hotelkosten) und Investition in einem Pflegeheim.<\/p>\n<p>Ein Pflegeheimplatz in Deutschland kostet in Monat durchschnittlich brutto <span style=\"text-decoration: underline;\">3.000 Euro,<\/span> bei gro\u00dfen regionalen Unterschieden. Anfang 2018 mussten Pflegebed\u00fcrftige f\u00fcr die Unterbringung in Pflegeheimen im Durchschnitt selbst 1.751 Euro pro Monat zahlen. Im Mai 2017 waren es noch 1.696 Euro, wie Daten der Pflegedatenbank des Verbandes der Privaten Krankenversicherungen zeigen. Damit sind die Pflegekosten im Bundesdurchschnitt um gut drei (3) Prozent gestiegen. K\u00f6nnen die Menschen ihren Eigenanteil nicht aufbringen, muss die Sozialhilfe einspringen. Und: Mittlerweile sind immer mehr Pflegebed\u00fcrftige auf erg\u00e4nzende F\u00fcrsorgeleistungen angewiesen.<\/p>\n<p><strong>Leistungen der Pflegeversicherung nach Pflegegrad<\/strong><\/p>\n<p>Gesetzlich oder privat Pflegeversicherte haben Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung. Diese richten sich nach dem Pflegegrad und werden unabh\u00e4ngig vom Verm\u00f6gensstand gew\u00e4hrt. Je h\u00f6her der Pflegegrad, desto h\u00f6her sind die Leistungen der Pflegekasse.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Die Pflegekassen \u00fcbernehmen die Kosten f\u00fcr die Pflege bis zu einem Betrag in H\u00f6he von:<\/span><\/p>\n<p><strong>Pflegegrad\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Leistung Pflegekasse<\/strong><\/p>\n<p>Pflegegrad 1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 125 Euro<\/p>\n<p>Pflegegrad 2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 770 Euro<\/p>\n<p>Pflegegrad 3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 1.262 Euro<\/p>\n<p>Pflegegrad 4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 1.775 Euro<\/p>\n<p>Pflegegrad 5\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 2.005 Euro<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Erh\u00f6ht sich der Pflegegrad, muss der Pflegebed\u00fcrftige nicht mit einem h\u00f6heren Eigenanteil an den direkten Pflegekosten rechnen. Er zahlt bereits die Durchschnittskosten f\u00fcr alle Pflegekr\u00e4fte!<\/span><\/p>\n<p><strong>Eigenanteil an den Pflegekosten variiert je nach Bundesland.<\/strong><\/p>\n<p>Die tats\u00e4chlichen Pflegekosten sind in der Regel h\u00f6her als der Zuschuss der Pflegekassen. Den Differenzbetrag m\u00fcssen die Pflegebed\u00fcrftigen oder deren Angeh\u00f6rige selbst tragen, auch Eigenanteil genannt.<\/p>\n<p>Seit Inkrafttreten des Pflegest\u00e4rkungsgesetzes II am 1. Januar 2017 gilt f\u00fcr die Pflegegrad 2 bis 5 ein einrichtungseinheitlicher pflegebedingter Eigenanteil (EEE). Damit werden die Pflegebed\u00fcrftigen finanziell nicht schlechter gestellt, wenn sie in einen h\u00f6heren Pflegegrad wechseln. Dies ist die offizielle Begr\u00fcndung, doch in Wahrheit ist es eine Verbesserung f\u00fcr die Einrichtung; sie erh\u00e4lt ohne weiteren Nachweis von Anbeginn die verhandelten Differenzkosten im Pflegebereich f\u00fcr die Pflegegrade 2-5. Nur der Eigenanteil den Pflegegrad 1 liegt h\u00f6her.<span style=\"text-decoration: underline;\"> Der Grund: Menschen mit diesem Pflegegrad sollten vorrangig zu Hause gepflegt werden.<\/span><\/p>\n<p>Einrichtungseinheitlicher Eigenanteil: Der pflegebedingte Eigenanteil ist innerhalb einer Einrichtung jeweils f\u00fcr die Pflegegrade 2 bis 5 gleich.\u00a0 Zwischen einzelnen Pflegeeinrichtungen kann es hier jedoch gro\u00dfe Unterschiede geben.<\/p>\n<p>Der Eigenanteil, den Patienten in einem Pflegeheim allein f\u00fcr die Pflegekosten zahlen m\u00fcssen, betrug im Jahr 2017 im Bundesdurchschnitt 581 Euro pro Stand 2017. <span style=\"text-decoration: underline;\">Hinzu kommen die Kosten f\u00fcr Unterkunft und Verpflegung, Investitionskosten, eine Ausbildungsumlage und Kosten f\u00fcr Zusatzleistungen. Die sich daraus ergebenen Pflegeheimkosten variieren ebenfalls je Einrichtung.<\/span><\/p>\n<p><strong>\u00c4nderung seit 2017:<\/strong> Der zu zahlende Eigenanteil ist seit Anfang 2017 nicht mehr abh\u00e4ngig vom Pflegegrad.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">\u00dcber die H\u00f6he der Pflegekosten und den Eigenanteil verhandeln die Pflegekassen mit jedem einzelnen Anbieter im jeweiligen Bundesland. Aus diesem Grund kann es zu gro\u00dfen Unterschieden kommen, wie die folgende Auflistung des durchschnittlichen Eigenanteils an den Pflegekosten zeigt.<\/span><\/p>\n<p>Th\u00fcringen: 225 Euro\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 Schleswig-Holstein: 289 Euro<\/p>\n<p>Mecklenburg-Vorpommern: 295 Euro\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Sachsen-Anhalt: 303 Euro<\/p>\n<p>Sachsen: 312 Euro\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0Niedersachsen: 346 Euro<\/p>\n<p>Bremen: 473 Euro\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Brandenburg: 479 Euro<\/p>\n<p>Hessen: 587 Euro\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Hamburg: 600 Euro<\/p>\n<p>Rheinland-Pfalz: 663 Euro\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Bayern: 725 Euro<\/p>\n<p><strong>Nordrhein-Westfalen: 758 Euro<\/strong>\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0Baden-W\u00fcrttenberg: 768 Euro<\/p>\n<p>Berlin: 856 Euro\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 Saarland: 869 Euro<\/p>\n<p>Der ausgehandelte Eigenanteil gilt f\u00fcr alle Pflegegrade und erh\u00f6ht sich nicht, wenn ein Patient h\u00f6her eingruppiert wird. Damit reagierte der Gesetzgeber darauf, dass sich vor dieser Neuregelung bis Ende vergangenen Jahres viele Patienten nicht h\u00f6her eingruppieren lassen wollten, obwohl es von der Pflegebed\u00fcrftigkeit her n\u00f6tig gewesen w\u00e4re. Sie bef\u00fcrchteten, einen h\u00f6heren Eigenanteil zahlen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Einrichtungsabh\u00e4ngiger Anteil an den Pflegeheimkosten<\/strong><\/p>\n<p>Ein Platz im Pflegeheim kostete im Bundes-Durchschnitt 2017\u00a0 1.750 Euro pro Monat. Zum oben aufgef\u00fchrten Eigenanteil summieren sich somit die Kosten f\u00fcr Unterkunft und Verpflegung sowie Investitionskosten, eine l\u00e4nderspezifische Ausbildungsumlage und sonstige individuelle Zusatzleistungen. Aufgrund der gro\u00dfen Unterschiede dieser Posten lohnt ein Vergleich verschiedener Pflegeheime und Standorte. Siehe hierzu unsere <a href=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/senioren-in-den-kommunen\/pflegesituation-in-den-staedten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-wpel-link=\"internal\">Ausf\u00fchrungen und Auswertungen<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Wichtig: <\/strong>Pflegebed\u00fcrftige m\u00fcssen die Kosten f\u00fcr Unterkunft, Verpflegung und f\u00fcr sogenannte Investitionskosten selbst tragen.<\/p>\n<p>Nach einer Aufstellung des Verbandes der Privaten Krankenversicherungen\u00a0 aus dem Jahr 2017 betr\u00e4gt der gesamte monatliche Eigenanteil an den Pflegeheimkosten 1.697 Euro. Auch hier zeigen sich erhebliche Unterschiede je Bundesland.<\/p>\n<p>Mecklenburg-Vorpommern: 1.104 Euro\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sachsen-Anhalt: 1.108 Euro<\/p>\n<p>Sachsen:\u00a0 1.144 Euro\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 Th\u00fcringen: 1.242 Euro \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Brandenburg: 1.368 Euro \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 Niedersachsen: 1.396 Euro \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Sschleswig-Holstein: 1.451 Euro \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Bremen: 1.663 Euro \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Hessen: 1.686 Euro \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0 Bayern: 1.692 Euro \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Berlin: 1.749 Euro\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 Hamburg: 1.849 Euro<\/p>\n<p>Rheinland-Pfalz: 1.878 Euro\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Baden-W\u00fcrttemberg: 1.893 Euro<\/p>\n<p>Saarland: 2.071 Euro\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 <span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Nordrhein- Westfalen: 2.163 Euro<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Durchschnittskosten in einem Bundesland schwanken stark von Gemeinde zu Gemeinde. Die Betreiber richten sich auch rein preism\u00e4\u00dfig nach der Konkurrenz bei variierenden Kosten.\u00a0 <a href=\"https:\/\/unser-quartier.de\/oberhausen\/files\/2019\/07\/Heimkosten-OB-im-Vergleich.pdf\" class=\"mtli_attachment mtli_pdf\" data-mtli=\"mtli_filesize629kB\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-wpel-link=\"internal\">Unsere beispielhafte Auswertung!<\/a><\/p>\n<p>Diese r\u00fcckw\u00e4rtsgewandte Argumentation mit veralteten Daten erkl\u00e4rt auch den Ansatz des Bundesgesundheitsminister mit einer auf drei Jahre begrenzten Zuzahlung f\u00fcr den Pflegeanteil von 700 \u20ac pro Monat. <strong>Zwischenzeitliche und zuk\u00fcnftige Erh\u00f6hungen allein im Pflegebereich von bis zu 36 Prozent sind zu erwarten.<\/strong> Keiner spricht davon, dass auch die Hotelkosten weiter steigen und allein vom Bewohner gezahlt werden m\u00fcssen. Dazu kommt, dass allein von 2017 bis 2019 25 Prozent mehr pflegebed\u00fcrftig wurden. Nun m\u00fcssen \u00fcber 80 Prozent zu Hause gepflegt werden.<\/p>\n<p><strong>Durch die knappen Bettpl\u00e4tze haben die Einrichtungstr\u00e4ger goldene Zeiten.<\/strong><\/p>\n<p>Die <strong>Diakonie<\/strong> ver\u00f6ffentlichte bereits Ende 2020 <strong><a href=\"https:\/\/www.diakonie.de\/diakonie-texte\/062019-konzept-fuer-eine-grundlegende-pflegereform\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: ihr Konzept\" class=\"ext-link wpel-icon-right\">ihr Konzept<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a><\/strong> f\u00fcr eine grundlegende \u00c4nderung der Finanzierung. Sie schl\u00e4gt eine Pflegevollversicherung mit begrenzter Eigenbeteiligung vor.<\/p>\n<p>Ist nur Ministerpr\u00e4sidentin Frau Schwesig rechtzeitig aufgewacht!\u00a0<\/p>\n<blockquote>\n<p>Ist <a href=\"https:\/\/www.bundesrat.de\/SharedDocs\/drucksachen\/2021\/0201-0300\/210-21.pdf\" class=\"mtli_attachment mtli_pdf ext-link wpel-icon-right\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: der Antrag\">der Antrag<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a> dem Bundestagswahlkampf geschuldet?<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Mecklenburg-Vorpommern fordert mehr Mitwirkung der L\u00e4nder bei der Weiterentwicklung der Pflegeversicherung und hat einen entsprechenden <a href=\"https:\/\/www.bundesrat.de\/SharedDocs\/drucksachen\/2021\/0201-0300\/210-21.pdf\" class=\"mtli_attachment mtli_pdf ext-link wpel-icon-right\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow external noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" title=\"Externer Link: Entschlie\u00dfungsantrag\">Entschlie\u00dfungsantrag<span class=\"wpel-icon wpel-image wpel-icon-6\"><\/span><\/a> im Plenum des Bundesrates am 26.03.2021 vorgestellt. Er wurde zur weiteren Beratung in den Gesundheitsausschuss \u00fcberwiesen.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund: Initiative des Bundesministeriums f\u00fcr Gesundheit<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Mit Blick auf die sehr unterschiedlichen Strukturen und Voraussetzungen innerhalb der Pflege haben die L\u00e4nder der Bundesregierung bereits mehrfach eine enge und zielgerichtete Beteiligung bei der Erarbeitung einer Gesamtl\u00f6sung angetragen. Im Sinne einer ad\u00e4quaten Gesamtl\u00f6sung fordern sie erneut von der Bundesregierung ein, intensiv an der Erarbeitung der Pflegereform mitzuwirken.&#8220;<\/p>\n<p>Ab 19. April 2021 ber\u00e4t der federf\u00fchrende Gesundheitsausschuss \u00fcber die Landesinitiative. Sobald er seine Beratungen abgeschlossen hat, kommt der Entschlie\u00dfungsantrag zur Abstimmung wieder auf die Plenartagesordnung.\u00a0<\/p>\n<p>Welche Sprengkraft liegt in diesen Forderungen?\u00a0 <strong>KEINE,<\/strong> wenn die B\u00fcrger weiter hoffen, der Kelch wird an mir vorbeigehen. Unsere beiden kostenfreien Seminare wurden nicht angenommen. <strong>Wir m\u00fcssen uns k\u00fcmmern.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Fortsetzung folgt am 16. April 2021<\/strong>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oder abgezockt im Altenheim! Ein Wahlkampfthema? Gegenw\u00e4rtig h\u00e4ufen sich Medienberichte \u00fcber drastische steigende Heimkosten f\u00fcr Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen. Seit Januar 2017 sind die pflegebedingten Eigenanteile f\u00fcr alle Bewohnerinnen und Bewohner innerhalb einer station\u00e4ren Pflegeeinrichtung unabh\u00e4ngig vom Pflegegrad gleich hoch. 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