Der 1. Dezember

Adventus

Unser Adventskalender beginnt am 1. Dezember mit dem Öffnen des ersten Türchen . Dieser Adventskalender ist nicht nur für Kinder eine schöne Alternative, um die Wartezeit auf Weihnachten zu verkürzen, auch Erwachsene lieben diese Zeit der Heimlichkeit.

Adventsstimmung
die Zeit vor Weihnachten

Advent, eigentlich adventus Domini (lat. für Ankunft des Herrn), es ist die Jahreszeit, in der sich die Christenheit auf das Fest der Geburt Jesu Christi vorbereitet. Mit dem ersten Adventssonntag beginnt nach katholischer wie evangelischer Tradition auch das neue Kirchenjahr.

Wann beginnt der Advent ? … und überhaupt, wie bestimmt sich seine Dauer und seit wann gibt es den Advent ?

Ursprünglich war die Adventszeit eine Fastenzeit. Die frühe Kirche legte diese Fastenzeit auf die Tage zwischen dem 11. November und dem ursprünglichen Termin für Weihnachten, dem Fest der Erscheinung des Herrn am 6. Januar, fest.

Es war eine sogenannte Geschlossene Zeit und in dieser Zeit durfte weder getanzt noch aufwendig gefeiert werden. Auch kirchliche Trauungen waren in geschlossenen Zeiten verboten. Stille Trauungen durften jedoch stattfinden. Seit 1917 verlangt das katholische Kirchenrecht kein Adventsfasten mehr.

Die Adventszeit, wie wir sie heute kennen, geht zurück bis auf das 7. Jahrhundert. Bis Papst Gregor der Große die Zahl auf vier Adventssonntage festlegte, gab es zwischen vier und sechs Sonntage im Advent.

Der Straßburger Adventsstreit

Im Jahr 1038 feierte Bischof Wilhelm von Straßburg den ersten Advent schon am 26. November. Weil der Heilige Abend ein Sonntag war. Er war der Meinung, vier volle Wochen solle die Adventszeit dauern.

Kaiser Konrad (990- 1039) hingegen wollte nicht schon am 26. November in Straßburg den ersten Advent feiern sondern erst am 3. Dezember auf seiner Limburg. Am 3. Dezember 1038 entschied eine Synode im Kloster Limburg auf Betreiben Kaiser Konrad II. und in seiner Anwesenheit, daß es nur vier Adventssonntage geben solle. Fortan solle also zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember der erste Advent gefeiert werden.

Die anwesenden Bischöfe entschieden, so im Sinne des Kaisers, wenn der vierte Advent auf den Heiligen Abend fällt, beginnt das Weihnachtsfest mit der Vesper, dem Abendgebet. Diese Entscheidung war die Einigung im Straßburger Adventsstreit. 500 Jahre später wurde dies vom Konzil zu Trient bestätigt.

Der Heilige Abend und Advent

In diesem Jahr fällt der erste Advent sehr spät auf dem 2. Dezember und den vierten Advent feiern wir einen Tag vor dem Heiligen Abend. Im kirchlichen Verständnis beginnt Weihnachten um 18 Uhr des 24. Dezember. Religiöse Kalender beginnen am ersten Adventssonntag.

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Seite, das Redaktionsteam wünscht noch eine besinnliche Adventszeit.