Hitzeprävention für alleinstehende Senioren

Die Hitze steigt
Norbert Jandt (l.) und Gerhard Kmoch vom Hitze-Pränventionsprojekt zeigen es symbolisch an: die Temperaturen steigen.

Pilotprojekt bei allein lebenden Seniorinnen und Senioren in Recklinghausen

Bereits heute werden in Deutschland in Hitzeperioden Höchsttemperaturen von 40 Grad Celsius und mehr erreicht. Alle Fachleute prognostizieren im Zuge des Klimawandels weiter ansteigende Temperaturen und häufigere und länger andauernde Hitzeperioden von 20 Tagen und mehr. In solchen Hitzeperioden steigt die Sterblichkeitsrate gerade bei älteren hochbetagten Menschen stark an. Allein für 2020 geht das Bundesgesundheitsministerium von 4000 Hitzetoten aus, das sind ein Drittel mehr Tote als jährlich im Straßenverkehr sterben, und das innerhalb weniger heißer Sommertage. Betroffen sind in Deutschland insbesondere ca.3 ,3 Millionen pflegebedürftige ältere Menschen,die noch allein zu Hause wohnen.

Der Seniorenbeirat der Stadt Recklinghausen hat deshalb einen Vorschlag für ein Pilotprojekt entwickelt, der im wesentlichen auf einer telefonischen Begleitung ( Information und Gesundheitsüberwachung ) während einer andauernden Hitzewelle beruht. Zur weiteren Planung und Umsetzung wurde die Universität Witten/ Herdecke als Projektpartner gewonnen, die voraussichtlich im Sommer 2022 das Pilotprojekt mit Unterstützung von Stadt und Seniorenbeirat durchführen wird. Nach erfolgreichem Abschluss des Pilotprojektes soll ein Konzeptvorschlag für eine wiederkehrende langfristige Betreuung allein lebender Seniorinnen und Senioren in Hitzeperioden entwickelt werden.

Im Ärzteblatt ist dazu ein interessanter Bericht veröffentlicht worden, den Sie unter folgendem Link finden:

Ausgabe_A – Schutz vor Hitze

Die Recklinghäuser Zeitung schrieb dazu in ihrer Online Ausgabe vom 22.01.22:

RZ Online Bericht HP

Der Projektpartner ist die Uni Witten-Herdecke für multiprofessionelle Gesundheitsvorsorge, sehen Sie selbst: