Rhein-Hochwasser 2018

Hochwasser 2018, Bild 1, Foto: Rolf Raskopf

Hochwasser, das Zauberwort für Abenteuer und Verbote. Schon als Kind eine tolle Sache.  Von den Eltern verboten,  von uns Kindern geliebt. Die tollen Bilder in den Zeitungen erinnern mich an meine Jugend und an unsere Abenteuer. Wenn die Schule aus war, zog es uns Kinder magisch zur Mühlenweide in Ruhrort am Rhein. Der Rhein trat über die Ufer und es gab nur noch Land unter. Für uns Kinder gab es nur den Spielplatz an der Mühlenweide, ein toller Spielplatz. Mit Gummistiefel an den Füssen, rein in die Fluten und so weit, bis das Wasser in die Stiefeln lief. Das hat riesig Spaß gemacht, nur unseren Eltern nicht, da gab es schon mal was auf den Hosenboden.

Hochwasser 2018 Bild 2, Foto: Rolf Raskopf

Doch so lang das Hochwasser da war, waren wir Kinder auch am Wasser. Am Pegelstand könnten wir sehen, ob das Wasser fällt oder steigt. Oft hatten wir unsere Fahrräder dabei, wagten uns mutig ein Stück damit ins Wasser zu fahren, wer von uns am weitesten reinfuhr, war unser Held. Unsere kleinen Boote aus Papier ließen wir im Hochwasser treiben, an einer langen Leine waren sie angebunden, konnten so mit der Hafenströmung weit ins Wasser gleiten. Ja unsere Kindheit hatte schon etwas Abenteuerliches zu bieten gehabt. Nun stehe ich hier oben am Deich und schaue mit vielen Menschen dem Hochwasser zu, sehe die Kinder, genau wie früher mit dem Wasser spielen.

Hochwasser 2018, Bild 3, Foto Rolf Raskopf

Ja, Ja , gerne würde ich mir die Gummistiefel noch einmal anziehen und mit planschen, doch meine Jugend ist vorbei. Bald wird sich die Flut in ihr Bett zurückziehen, in meinem Herzen bleiben aber immer die Erinnerungen.

Autor: Rolf Raskopf