Drei Tage im Moerenhof zwischen Xanten und Marienbaum

War das ein  Abenteuer – zünftig und naturbelassen – unsere Vorbereitungstour Camp 66 vom Netzwerk 55plus, 20. – 22. Mai, auf einem großflächigen, sehr gepflegten Anwesen.

Die urwüchsigen Typen schlummerten abenteuerlich im Heu (ein Erlebnis der besonderen Art),

Die Heubetten; Foto: Netzwerk 55plus
Die Heubetten; Foto: Netzwerk 55plus

die Heuschnupfen- und Allergie-Geplagten verteilten sich auf ein Gästezimmer

Foto: Netzwerk 55plus

und einem‚ schnuckeligen **** Nobel-Schlafwagen mit Kochnische, Dusche und WC.

Blockhütte, Foto: Netzwerk 55plus
Blockhütte, Foto: Netzwerk 55plus

Die gemütliche Blockhütte (ebenfalls mit Kitchenette, Dusche und WC) war für eine Nacht an eine Gruppe von jungen, durstigen Polizeimeister-anwärtern / Innen vergeben. Die jungen Ordnungshüter verhielten sich relativ ruhig. Es schläft sich ja sooo entspannt unter Polizeischutz.

Während unseres Meetings wurde uns von Freddy, dem Mann für alle Fälle im Haus, ein Riesenblech mit Kuchen und  Kaffee kredenzt – vom Hause spendiert. Erklärlich, dass jeder ein Stückchen mehr als gewöhnlich aß. Tja, da sprudelten unsere Erleuchtungen und Geistesblitze über.

Das Programm mit großartigen Aktivitäten wie z.B. Lagerfeuer, Grillen, Bogenschießen, Bauerngolfen, Rad- und Wandertouren etc. unseres Projektes vom 22. bis 26. Juli stand schnell fest. Schnell fanden wir Übereinstimmung, und unser Tatendrang war nicht zu bremsen.

Mit vollem Bauch (Wampe verbietet mir meine gute Erziehung) machten wir uns auf zu einem gemütlichen Spaziergang an und um die Xantener Nordsee. Um ehrlich zu sein, die ganze Runde packten wir nicht. Zwei Wanderabstinenzler hatten ihr Rad dabei und waren uns um Längen voraus.

Unser gesundes Abendessen, chinesische Verköstigung, Gersten- und Rebensaft schmeckten vortrefflich. Der erste Tag klang unterhaltsam und mit einem lustigen, selbstgefriemelten Krimi aus, der selbst dem Tatort Paroli bieten konnte. Shocking: die schaurigsten Fantasien entwickelten die sonst Harmlosesten.

Frühstück servierte uns Freddy, der sehr unterhaltsam war, in Sonja‘s Cafe. Anschließend bummelten wir durch die Römer-, Dom- und Siegfriedstadt Xanten. Das gelbe Etwas am Himmel hat uns mit ihrem Fernbleiben zwar a bisserl 😉 enttäuscht, dafür konnte im Xantener Dom ein jeder für sich religiöse oder spirituelle Eindrücke wirken lassen.

Nach Rückkehr und kurzer Siesta kam unser geliebtes Mölkky (ein finnisches Geschicklichkeitsspiel) zum Zuge. Hochrufe und Gejuchze ohne Ende, und wir Verlierer sahen es souverän.

Abends Pizza, Bier und Wein – das musste sein! Dann wurde Stadt, Land, Tod gespielt; Krimifans kamen besonders auf ihre Kosten (Täter, Mordmotiv, Todesursache, Tatwaffe, Fluchtfahrzeug). Und wenn als Fluchtfahrzeug der Leiterwagen und als Tatwaffe die Laserpistole ins Spiel kommen, fällt einem vor Lachen der Stift aus der Hand. Genug mit Mord und Totschlag.

Nach heißer Weltverbesserungs-Debatte und tiefsinnigen Dialogen krochen wir müde ins Heu bzw. in die Betten.

Schlafen im Heu unterm Dach; Foto: Netzwerk 55plus
Schlafen im Heu unterm Dach; Foto: Netzwerk 55plus

Beim Frühstück das Resümee: Es waren äußerst entspannte, interessante und fröhliche Tage. Und das Schlafen im Heu ist bekanntlich gut für Gelenke, Muskeln und Immunsystem, vor allem wird Stress abgebaut.

Ich schnuppere immer noch den Duft vom Heu und denke an das Bett im Kornfeld mit meinen Jungs Jürgen und Otto.

Schade, dass aus krankheitsbedingten und Altergründen die Anzahl der Teilnehmer nicht sehr groß war.

Gerade deshalb möchten wir diese erlebnisreichen Tage mit aufgeschlossenen Einsteigern im Juli teilen. Nur Mut, meldet euch bei Wolfgang Angerhausen; es schlafen nur Freiwillige im Heu.