Der Vorstand des Vereins zur Förderung der Seniorenarbeit in Lohmar e.V. (FöS) ehrt im Zwei-Jahres-Rhythmus Persönlichkeiten, die sich mit besonderem ehrenamtlichen Engagement in die Lohmarer Seniorenarbeit einbringen. So war sich der Vorstand einig: Annemarie van Allen und Erich Wiemer sollen den Preis für 2016 erhalten. Der Preis wurde vom Vorsitzenden des Vereins, Dr. Günther van Allen, und dem Bürgermeister und Schirmherrn, Horst Krybus, im Rahmen einer Feierstunde im Ratssaal übergeben. Mit der Preisverleihung war jeweils ein Preisgeld in Höhe von 750 Euro verbunden, dass wieder nach Maßgabe der Ausgezeichneten in die Lohmarer Seniorenarbeit investiert wird.
Werner Schönewolf von der Musik- und Kunstschule Lohmar unterstützte die Veranstaltung am Flügel. Wie in den Jahren zuvor stellte Rüdiger Ramme die Blumendekoration.

Annemarie van Allen ist seit 1987 Mitglied im Stadtrat und war während dieser Zeit 15 Jahre stellvertretende Bürgermeisterin. Dieses Amt ist mit viel Kontakt zu Menschen

v.l.n.r.: Erich Wiemer, Annemarie van Allen, Bürgermeister Horst Krybus, 1. Vorsitzender FöS Dr. Hans Günther van Allen nach der Preisverlehung (Foto: Frank Kremer)

verbunden, das entspricht ihrem Wesen, sie versteht es, auf Leute zuzugehen.
Annemarie van Allen war von Anfang an beim Bürgerbus dabei und hat 10 Jahre bis Ende letzten Jahres selbst den Bürgerbus gefahren.
Seit 22 Jahren ist sie in der Flüchtlingsbetreuung aktiv, die ihr sehr am Herzen liegt.

Sie ist nach mehr als 40 Jahren immer noch Vorsitzende der AWO. Man wird lange suchen müssen, um einen Verein zu finden, mit einem oder einer Vorsitzenden mit so vielen Dienstjahren.

Seit Anfang der neunziger Jahre gibt es die Kleiderstube der AWO, die auf Annemaries Initiative zurückgeht und heute im Untergeschoss der Villa Friedlinde zu finden ist.
Drei Teams mit insgesamt zehn fleißigen Frauen kümmern sich in der Kleiderstube um bedürftige Personen mit geringem Einkommen und zunehmend auch um Flüchtlinge.
Mit den durch den Kleiderverkauf erzielten Einnahmen werden Senioren- und Jugendarbeit unterstützt.

Annemarie hat mehrere Vorstandsämter in diversen Vereinen inne, fast alle seit vielen Jahren. Sie ist Schatzmeisterin im Partnerschaftsverein „Plus Europa“, zu deren Gründungsmitgliedern sie gehört.

Im Verein zur Förderung der Seniorenarbeit in Lohmar, dem sie seit Gründung im Jahr 2006 angehört, ist sie Beisitzerin. Annemarie hat aber an der Meinungsbildung und an der Abstimmung im Vorstand nicht mitgewirkt.

Annemarie, Du hast den Preis sehr verdient. Im FöS-Vorstand, der darüber zu entscheiden hatte, gab es nicht den geringsten Zweifel.

Sie ist auch Mitglied in drei Karnevalsvereinen, ist aber keine rheinische Frohnatur, weil wie Sie ja aus Bayern stammt. Aber eine Frohnatur ist sie allemal, ohne Zweifel einer ihrer markanten Wesenszüge.

Sie hat so viele nette und gute Eigenschaften und sie ist weithin beliebt.

Erich Wiemer ist seit drei Jahren stellvertretender Vorsitzender der Seniorenvertretung und betreut das Projekt „Anti-Rost“, bei dem es darum geht, älteren Menschen Hilfestellungen bei kleinen Arbeiten im Wohnbereich zu leisten.
Mit diesem Projekt steht die SV noch ziemlich am Anfang. Es soll erheblich ausgebaut werden. Wir sind froh, dass sich Erich jetzt schon bereit erklärt hat, dieses Projekt , auch in der neuen SV weiter zu betreuen.

Erich Wiemer ist seit 10 Jahren Sprecher der ZWAR-Gruppe Lohmar (Zwischen Arbeit und Ruhestand).

Beim Lohmarer Verein für Bildung und Kultur, kurz LoBiKu genannt, bekannt für seine großartigen Reisen, ist unser Preisträger Geschäftsführer. Er macht das offenbar so gut, dass der Verein ihn für den Seniorenpreis vorgeschlagen hat.

Erich hatte die Idee, viermal im Jahr ein besonderes Programm anzubieten.
Das soll nicht mehr nur mit Ehrenamtlichen gestaltet werden, und deshalb wird man auch gelegentlich Geld in die Hand nehmen müssen, um interessante Akteure von außen zu gewinnen. Es ist kein Geheimnis, dass Erich einen Teil des Fördergeldes für diesen Zweck vorgesehen hat, weil er das für besonders förderwürdig hält.

Erich Wiemer war vier Jahre stellvertretender Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins; mehr als ein Jahr hat er de facto die Rolle des Interims-Vorsitzenden übernehmen müssen, als der Verein eine schwierige Phase durchlief.

Man kann von einem Engagement der besonderen Art sprechen, wenn wir die Betreuung eines Demenzkranken erwähnen. Seit vielen Jahren kümmert sich Erich um einen an Demenz Erkrankten und macht dessen Leid erträglicher.
Das kann nicht jeder, und das darf auch nicht jeder. Dazu bedarf es einer Ausbildung, die Erich durch das Sozial-Psychiatrische Zentrum in Troisdorf erhalten hat.

Unter „Houck on Tour“, ein Markenzeichen in der Seniorenbetreuung, organisiert Erich seit Jahren Touren und Ausflüge für ältere Menschen. Gisela Houck, eine äußerst engagierte Ehrenamtlerin und selbst Preisträgerin aus 2010, hat diese Idee geboren und zum Erfolg geführt. Erich, wen wundert‘s, engagiert sich auch hierbei. In Frau Houcks Vorschlag, Erich Wiemer den FöS-Seniorenpreis zu verleihen, stehen einige Sätze, die ich gerne zum Schluss zitiere und die viel über unseren Preisträger aussagen.

Gisela Houck schreibt u.a. in ihrem Vorschlag: „Herr Wiemer ist der Motor in unserem Team. Und er hat stets ein offenes Ohr für die Mitfahrenden, und er sorgt immer für gute Laune bei den Fahrten.“

Ja, in der Tat, Erich ist nicht nur in außergewöhnlicher Weise ehrenamtlich engagiert, er ist auch eine rheinische Frohnatur. Wahrhaft, ein würdiger Preisträger.