Eigentlich ist das jedem klar. Doch im Alltag wird dieses wichtige Thema immer wieder weggeschoben. Dabei muss jeder damit, rechnen, dass er früher oder später seine Angelegenheiten nicht mehr selber besorgen kann. Fehlen dann die Vorsorgeerklärungen, hat das schlimme Folgen.

Machen Sie es anders! Reservieren Sie sich jetzt einmal 30 Minuten und beschäftigen sich mit dem Thema „Vorsorge“, vor allem mit der Vorsorgevollmacht, mit der Sie Personen Ihres Vertrauens ermächtigen, ihre Interessen wahrzunehmen. Diese können dann im Ernstfall als Bevollmächtigte für Sie handeln, d.h. entscheiden, was zu tun ist, und die dann rechtlich erforderlichen Erklärungen abgeben. Dies gilt für alle Angelegenheiten, d.h. sowohl in vermögensrechtlicher als auch in persönlicher Hinsicht und hier vor allem in Gesundheitsangelegenheiten und Fragen der Pflege und Unterbringung. Haben Sie hier nicht vorgesorgt, müsste vom zuständigen Amtsgericht ein Betreuer bestellt werden, was umständlich und zeitlich aufwändig ist und bei vermögenden Personen auch mit erheblichen Kosten verbunden sein kann. Neben der praktisch unbedeutenden Betreuungsverfügung  können Sie mit der Patientenverfügung vorab bestimmen, was in Fragen lebensverlängernder Maßnahmen geschehen soll, insbesondere sinnlose Behandlungen ablehnen. Schließlich empfiehlt sich eine Entscheidung zur Organspende, womit sie ihren Angehörigen belastende Gespräche im Zeitpunkt des Todes ersparen können.

Hilfreich ist hier in besonderem Maße die Broschüre von Dr. Gerhard Hohmann, der sich seit vielen vielen Jahren beruflich als Betreuungsrichter und danach als Dozent mit diesem Thema  beschäftigt hat. Seine Broschüre enthält auf wenigen Seiten gute Erläuterungen und das entsprechende übersichtliche Formular. „Das ist das Beste, was ich gesehen habe“, so ein begeisterter Nutzer: „Ich habe schon viele Beispiele gesehen, aber die Broschüre von Dr. Hohmann ist informativ und übersichtlich.“ Das der Broschüre beigelegte Formular muss nur noch ausgefüllt und unterschrieben werden und ermöglicht das Kopieren der Vollmacht für die Bevollmächtigten. Übrigens eine der vielen Empfehlungen von Dr. Hohmann: „Mit den Bevollmächtigten reden, reden, reden.“

Die Broschüre wird vom Verein zur Förderung der Seniorenarbeit in Lohmar e.V. (FöS) herausgegeben – nunmehr  in der 5. Auflage verfügbar –  und ist  kostenlos im Stadthaus und in den Begegnungsstätten erhältlich. Natürlich kann dem Verein auch gespendet oder mit einer Mitgliedschaft geholfen werden. 12 Euro kostet der Mitgliedsbeitrag im Jahr.

Foto: Übergabe der Broschüren von Dr. Gerhard Hohmann (r.) an den Vorsitzenden des FöS, Dr. Günther van Allen. Foto: Morich

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