Eine Schnecke wurde gefragt: „Warum kriechst Du so langsam?“ Sie antwortete: „Dadurch sehe ich sehr viel mehr von der Welt.“

Dreizehn erwartungsfrohe Mitglieder des #senioren-netzwerk-lohmar trafen sich am Donnerstag, 24.8.2017 auf der Insel Grafenwerth, um von dort mit der MS Poseidon bei schönem Wetter eine „Minikreuzfahrt“ mit Ausflugsprogramm zu erleben.

Unser Schiff fuhr schön langsam, so dass wir uns schon nach wenigen Minuten als Flusskreuzfahrt-Passagiere fühlen konnten. Im Salon nahmen wir unser Mittagessen ein, das allen sehr gut geschmeckt hatte.

Um 13:15 Uhr bestiegen wir den Bus, der uns in einer kurzen Fahrt nach Bendorf zum Schloss Sayn brachte, wo im alten romantischen Schlosspark mit seinen Baumriesen und dem Schlossteich der Garten der Schmetterlinge liegt. Das kleine exotische Paradies ist in zwei Glaspavillons untergebracht.

Wir erfuhren in einer kurzen Einführung durch eine Biologin sehr interessante Dinge über das Leben der Schmetterlinge und weiterer Tiere. Eine Schmetterlingsart lebt verpuppt neun Monate bis sie schlüpft und dann nur eine Woche. Die Natur hat ihr keine Fresswerkzeuge mitgegeben. Nach der Paarung stirbt das Männchen sofort, das Weibchen legt die Eier und stirbt ebenfalls. Shit happens!

Danach konnten wir uns im Schmetterlingsgarten Hunderte Schmetterlinge und die unterschiedlichsten Tierarten wie tropische Finken, Zwergwachteln mit ihren nur hummelgroßen Küken, Schildkröten, Koi-Karpfen, Schlangen und einem großen Waran in ihrer natürlichen Umgebung anschauen. Highlights sind der ca. 25 cm große Atlasspinner aus China sowie der blaue Morpho aus Braslien, die beide auch im Flug sehr beeindruckend sind.

Anschließend besuchte ein Teil der Gruppe Schloss Sayn mit seinen fürstlichen Salons und dem Küchentrakt sowie dem Rheinischen Eisenkunstguss-Museum mit seiner einzigartigen Sammlung von Kunstwerken und Einrichtungsgegenständen. Der andere Teil ließ es sich draußen auf der Terrasse des Restaurants „SaynerZeit“ bei Kaffee und Kuchen gut gehen.

Bei weiter gestiegenen Temperaturen fuhren wir mit dem Schiff um 17:10 Uhr in Richtung Grafenwerth zurück. Das Wetter lud uns ein, sofort das Oberdeck zu entern und uns die ganze Zeit über an der Schönheit der Landschaft des Rheintals zu erfreuen. Gegen 18:30 Uhr gingen wir noch immer voll von sehr schönen Eindrücken zum Parkplatz.

Die Schnecke hatte recht. Wenn man einen Tag lang das Tempo aus seinem Leben herausnimmt, sieht man mehr von der Welt.

Für die Gruppe: Dieter Decker und Franz König

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