Hoch her ging es vor dem 1. Weltkrieg. Während der deutsche Kaiser, Wilhelm II., die militärische Macht mit Prunk bedachte, lebte das gemeine Volk ein gnadenlos armes Leben. Die Berliner Künstler spürten Unmengen an Sprengkraft und machten auf die sozialen Missstände in Deutschland aufmerksam. Heinrich Zille, Käthe Kollwitz und Hans Baluschek veranschaulichen in der Ausstellung „Berliner Realismus“ Armut, Hunger und soziales Elend in einer vermeintlich glanzvollen Kaiserzeit.

Otto Nagel, Conrad Felixmüller und Werner Scholz als „zweite Generation“ der Berliner Realisten hatten nicht nur ein Auge auf den kleinen Mann, sondern ergriffen durch ihre Exponate vor allem Partei für die zunehmend politische Intention der gesellschaftlichen Zustände in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg.

Unter der Leitung von Smilja Piehl und Marianne Zienicke startete eine Gruppe von 16 kunstinteressierten Bürgerinnen und Bürgern von der Lohmarer Villa Friedlinde ins Kölner Käthe Kollwitz Museum. Im Rahmen einer professionellen Führung erfuhren sie viele Interna über die prekären Situationen vor und nach dem ersten Weltkrieg.

 

Bildunterschrift (Foto: Stadt Lohmar):

  1. 16 Personen besuchten die Ausstellung „Berliner Realismus“ im Käthe-Kollwitz-Museum

Die nächsten „Kulturpfade“ führen am 21. Januar ins Wallraf-Richartz-Museum zur großen „Rembrandt-Ausstellung“. Treffpunkt: Bushaltestelle Jabachhalle um 13:30 Uhr. Es fallen 16 Euro Kosten an (inklusive Fahrtkosten, Eintritt und Führung). Nur über Voranmeldung: 02246 – 30 16 30 oder per Mail: Susan.Dietz@Lohmar.de.

 

 

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