Knapper Wohnraum ist nicht nur ein Thema in großen Städten wie Köln, Wohnraumknappheit findet sich auch in Lohmar. Darum denkt die Stadtverwaltung über neue Formen der Wohnraumvermittlung nach. Eine mögliche Form sind Wohnpartnerschaften, auch bekannt unter dem Stichwort „Wohnen für Hilfe“. Was genau ist das?

Am Donnerstag, 16. Januar 2020 wird um 15 Uhr im Begegnungszentrum Villa Friedlinde zu diesem Thema eine offene Infoveranstaltung stattfinden. Mit dem Impulsreferat „Zusammen ist man weniger alleine“ von Herrn Sebastian Kreimer, FH Dortmund, beginnt der Auftakt in eine offene Projektentwicklung. Sebastian Kreimer, der für seine Bachelorarbeit zu diesem Thema aus dem Jahr 2018 den Forschungspreis für Angewandte Sozialwissenschaften erhielt, steht für die Diskussion und Ideenfindung im weiteren Verlauf zur Verfügung.

Die grundsätzliche Idee ist so einfach wie erfolgreich: Menschen erhalten Wohnraum und zahlen dafür keine Miete, sondern leisten dem Wohnraumanbietenden vereinbarte Hilfen im Alltag. Als Wohnungssuchende sind dabei v.a. junge alleinstehende Menschen im Blick (Geflüchtete, Studierende, Auszubildende …), als Wohnraumanbietende Menschen, die über genügend Wohnraum verfügen und zugleich Hilfe im Alltag wünschen (Senior*innen, Alleinerziehende, Menschen mit Behinderungen, Familien mit Kleinkindern …). Die Faustregel heißt: pro m2 überlassenem Wohnraum wird eine Stunde Hilfe im Monat geleistet; Nebenkosten müssen natürlich gezahlt werden; Pflegeleistungen jeglicher Art sind von den Hilfeleistungen ausgeschlossen. Bei der Entstehung solcher Wohnpartnerschaften werden Interessierte durch einen Arbeitskreis der Stadt begleitet.

Doris Klenter

Bitte melden Sie sich in der Villa Friedlinde für diesen Themennachmittag an.

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