Auf der Tagesordnung  der Arbeitssitzung der Seniorenvertretung am 23. 01.2020 standen eine Reihe interessanter Themen.

So beschloss die Seniorenvertretung, den Bürgermeister zu bitten, dem Rat vorzuschlagen, künftig die Wahl der Seniorenvertretung mit der Europawahl zusammenzulegen.  Dies würde eine Kontinuität bei den Wahlterminen gewährleisten. Es hat sich gezeigt, dass es bei Anknüpfung an die Wahlen  zum Deutschen Bundestag bzw. Landtag  NRW  bei außerordentlichen Neuwahlen zu Verwerfungen kommen kann. Diese Gefahr besteht beim  Europaparlament nicht. Eine vorzeitige Auflösung und ein Abbruch seiner fünfjährigen Amtszeit ist im EU-Vertrag nicht vorgesehen.

Am Altenbericht 2019 befindet sich in der Schlussphase. Es wird voraussichtlich am 28.05.2020 im  Ausschuss für Kultur, Sport, Generationen und Partnerschaften beraten werden.

Am  15.02.2020, 9:30 Uhr wird die Seniorenvertretung gemeinsam mit dem  Behindertenbeirat ihre Ortbegehungen in Muchensiefen fortsetzen. Treffpunkt ist die Straßenecke Am Schlagbaum/Schönau. Mit einer Teilnahme an der Begehung haben Senioren und Seniorinnen aber auch andere interessierte Bürgerinnen und Bürger die einmalige Gelegenheit, persönlich mit Vertretern der Seniorenvertretung  und des Behindertenbeirates die Situation der Senioren und Seniorinnen in Muchensiefen zu erörtern und Lösungen zu diskutieren.

Die Seniorenvertretung befasste sich auch mit den Generationenprojekten. Das Projekt Generationen-Café „Fröhstöck em Dörp“ in Lohmar-Breidt  wird sehr gut angenommen. Auch der „Generationen-Treffpunkt“ in Algert ist auf gutem Wege. Wegen des Erfolges sollen weitere Generationenprojekte folgen.

Die Seniorenvertretung stellt fest, dass nicht nur die Versorgung mit Altenheim-, Tages- und Kurzzeitpflegeplätzen,  betreutem Wohnen und preiswerten altengerechten Wohnungen sondern auch die medizinischen Versorgung der Seniorinnen und Senioren verbessert werden muss. Von Seiten der Kassenärztlichen Vereinigung sind da keine Hilfen zu erwarten. Nach deren Auffassung sei der Weg in die Gemeinschaftspraxen in Siegburg oder Troisdorf vertretbar. Dies ist insbesondere bewegungseingeschränkten älteren Mitbürgern nicht zumutbar.

Lohmar gilt als ländlich mit dem entsprechenden wenig attraktiven  Image bei Ärzten, die eine Praxis gründen wollen.

Die Seniorenvertretung spricht sich erneut die Gründung eines Medizinischen Versorgungszentrums mit Schwerpunkt Allgemeinmedizin oder einer vergleichbaren organisatorischen Verbundlösung aus. Damit könnte dem Trend entsprochen werden, dass Mediziner lieber angestellt sein wollen als das Risiko der Selbständigkeit einzugehen.

Die Seniorenvertretung ist der Auffassung, dass hier auch die Stadt gefragt ist. Sie sollte die Gründung der medizinischen Versorgungszentrums sowohl finanziell wie auch organisatorisch begleiten. Dazu gehört z.B.:

  1. Akquisitorische Initiativen in den Fachmedien, die die Vorzüge der stadtnahen Wohn- und Lebenslage von Lohmar aufzeigt.
  2. Die Bereitstellung von geeigneten Praxisräumen in der Größenordnung von 160 bis 180 qm, ebenerdig oder mit Personenaufzug.
  3. Die Abfederung von finanziellen Risiken in der Startphase von Praxisgründungen.
  4. Die Unterstützung bei der Wohnungssuche von Praxisgründern und ihren Mitarbeitern.
  5. Eine Planung der Entwicklung der langfristigen Versorgungssituation z.B. durch eine Bestandsaufnahme der bestehenden Praxen (Alter des Praxisinhabers und voraussichtliche Beendigung der Tätigkeit).

 Schließlich beschloss die Seniorenvertretung  für die Kommunalwahl im Herbst seniorenpolitische Wahlprüfsteine zu erarbeiten. Sie wird dabei die zu den Kommunalwahlen antretenden Parteien und Wählergruppen nach ihren Konzepten zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Lohmarer Seniorinnen und Senioren z.B. hinsichtlich der Versorgung mit Altenheimen und Ärzten fragen.

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