Im April ehrt die Stadt Lohmar Josef Lux und zeichnet ihn für die Gründung des Lohmarer Vereins für Bildung und Kultur e. V. (LoBiKu e.V.) und seine Verdienste mit dem Ehrenamt des Monats aus.

Alles begann mit einer Reise nach Wien, die Josef Lux als damaliges Mitglied des Stadtrats organisierte. Als er bald darauf den Rat verließ, erinnerte er sich an die tolle Mehrtagesreise. Davon müsse es für die Lohmarer mehr geben, auch sonstige gesellige und informative
Veranstaltungen fehlten seiner Meinung nach. So gründete er 2006 mit ähnlich Denkenden den Lohmarer Verein für Bildung und Kultur.
Ziel des Vereins ist es, mit Tagesveranstaltungen, Ausflügen und Vorträge einen Beitrag zur Bildung und Kultur zu liefern sowie Jung und Alt zu
diesen Themen zusammenzubringen. Auch das Stichwort „Altenhilfe“ hat sich der Verein auf die Fahne geschrieben.

Einmal im Jahr organisiert der Vorstand einen großen Ausflug und sechsmal jährlich werden Tagestouren angeboten. Die Veranstaltungen vor Ort werden mit 70 bis 80 Teilnehmer/-innen stets gut besucht. Heute zählt der Verein rund 220 Mitglieder. „Diese Zahlen zeigen, dass der Verein bei Lohmarer Bevölkerung voll angekommen ist“, so der Ehrenamtliche.

Josef Lux war seit der Gründung bis 2015 Vorsitzender des Vereins.
Anschließend wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Wichtig für ihn war, neben dem kulturellen Aspekt, auch das gesellige und gemütliche Miteinander der Mitglieder. Seine Aussage „Wir sind eine Familie“, trifft es auf den Punkt.
Gesellig ging es auch bei einem Ausflug in die Lüneburger Heide zu, als der Bus auf der Heimreise mitsamt 50 Mitfahrenden an einem Bauernhof auf der schmalen Zufahrt in den Graben fuhr. Der Bauer holte den Bus mit dem Traktor aus dem Graben und die Bäuerin schenkte auf den Schreck einen Schnaps aus.

Von 1994 bis 2007 war der heute 80-Jährige im Rat der Stadt Lohmar tätig.
Josef Lux packt gerne etwas an und macht gerne etwas Neues. So schrieb er 2009 unter dem Pseudonym Jivo Locolue das Buch „Die Adler, sie kreisen nicht mehr“ mit vielen autobiografischen Bezügen. Ein weiterer Buchentwurf wartet auf einen Verleger.
Josef Lux hat viel miterlebt und durchgemacht. Sein Vater fiel im Zweiten Weltkrieg. Geboren wurde er im Sudentenland. Mit seiner Mutter wurde er
1945 von Hof und Heimat vertrieben. Die Odyssee endet 1946 im Rheinland. Nach einem Maschinenbau-Studium leitete Josef Lux ein Büro für eine Wiener Firmengruppe und gründete schließlich seine eigene Firma mit 14 Mitarbeiter/-innen. Berufsgedingt war er sehr häufig auf Reisen.
Dennoch blieb das Rheinland, insbesondere Lohmar, sein Lebensmittelpunkt. Hier baute er für sich und seine kleine Familie ein Haus.

Bildunterschrift:
Mit der Urkunde zum Ehrenamt des Monats bedankte sich Bürgermeister
Horst Krybus Anfang März bei Josef Lux (r.) für sein ehrenamtliches
Engagement.
Kontakt: Stadt Lohmar, Hauptamt, Ricarda Gritzan, E-Mail: Ricarda.Gritzan@Lohmar.de,
Tel.: 02246 15-127

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