BürgerStiftungLohmar

Es sind die strahlenden Augen, die bisweilen zu Tränen gerührten Gesichter, und es sind Zitate wie „Sie haben Licht in unsere finsteren Stunden gebracht“. „Die Freude, die wir spenden und die große Dankbarkeit, die wir ernten, motivieren uns immer wieder aufs Neue“, sagt Gabriele Willscheid. Seit Gründung der BürgerStiftungLohmar vor fast 15 Jahren steht deren Geschäftsführerin zusammen mit der Vorsitzenden Renate Krämer und dem Kuratoriumsvorsitzenden Helmut Otto an der Spitze der Stiftung.

Nun gab es einen weiteren Motivationsschub. Bürgermeister Horst Krybus überreichte dem Führungsteam der Stiftung die Urkunde „Ehrenamt des Monats“. Allein schon die Fördersumme von 262.700 Euro seit 2006 fand der Bürgermeister sensationell. „Aber es steckt auch enorm viel Arbeit und persönliches Engagement der Stifterinnen und Stifter dahinter“, räumte er ein.

In der Tat sei Lohmar ohne die Bürgerstiftung mittlerweile kaum noch vorstellbar. Sie deckt nahezu sämtliche Lebensbereiche ab. Das Spektrum der Förderungen reicht von der Erziehung über die Bildung, Musik und Sport bis hin zu Tierschutz, Völkerverständigung und nicht zuletzt die Seniorenarbeit. Die Unterstützung von älteren Menschen wurde zu einem neuen Schwerpunkt, seit die Stifterin Jutta Fischer ihr Vermögen der Stiftung vermachte, verbunden mit der Auflage, überwiegend die ältere Generation zu unterstützen.

Die neue Weihnachtsaktion „Engel für Ältere“, die im vergangenen Jahr mit überwältigendem Erfolg startete, sei neben dem Studienstipendium ein Highlight der Stiftungsarbeit, aber zugleich nur die Spitze vielfältiger Projekte und Förderungen für Seniorinnen und Senioren, erläutert die Geschäftsführerin. Dass sich seit zwei Jahren auch notleidende Familien mit Kindern über einen finanziellen Zuschuss freuen können, ist wiederum dem Nachlass eines Lohmarer Ehepaares zu verdanken, dessen Vermögen in die unselbstständige „FamiKi-Stiftung“ floss, deren Verwaltung die BürgerStiftungLohmar übernahm. So konnten in den vergangenen zwei Jahren bereits über 23.000 Euro an Familien mit Kindern ausgeschüttet werden.

„Ja, das macht alles viel Arbeit“, bestätigt Gabriele Willscheid. Aber zum Glück könne sich der Vorstand, zu dem auch Rainer Krämer, Dr. Johannes Bolten und Joachim Schwellenbach gehören, auf ein engagiertes Team weiterer Ehrenamtlicher verlassen. Für die Unterstützung etwa bei der Verwaltungsarbeit, die Pflege des Offenen Bücherschranks oder die Hilfen bei diversen Aktionen ist die Geschäftsführerin sehr dankbar. Zumal: Die Stiftung hat noch mehr vor. Sie sucht regelmäßig den Kontakt zu allen gesellschaftlichen Gruppen in der Stadt, um an Runden Tischen neue Projekte zu entwickeln, die Lohmar noch liebens- und lebenswerter machen sollen, denn: „Mir för Üch“ hieß nicht nur Rosenmontag 2019 das Motto der Stiftung, als sie auf dem Wagen des Vereinskomitees mitfuhr. Das Motto war vielmehr der Leitgedanke, als 24 Bürgerinnen und Bürger im Jahr 2006 die BürgerStiftungLohmar aus der Taufe hoben. „Das ist uns auch in Zukunft eine Verpflichtung“, verspricht die Geschäftsführerin.

Bildunterschrift: Gabriele Willscheid, Helmut Otto (vorne), Bürgermeister Horst Krybus, Renate Krämer, Rainer Kärmer (mitte), Dr. Johannes Bolten, Joachim Schwellenbach (hinten), (v.r.n.l.)

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