{"id":25013,"date":"2018-09-19T10:26:08","date_gmt":"2018-09-19T08:26:08","guid":{"rendered":"https:\/\/unser-quartier.de\/stadt-bergheim\/?p=25013"},"modified":"2019-05-28T00:36:47","modified_gmt":"2019-05-27T22:36:47","slug":"demenz-dabei-und-mittendrin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/unser-quartier.de\/stadt-bergheim\/2018\/09\/demenz-dabei-und-mittendrin\/","title":{"rendered":"Demenz &#8211; dabei und mittendrin"},"content":{"rendered":"<p><strong>Welt-Alzheimertag am 21. September<\/strong><\/p>\n<table border=\"0\" width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"10\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<div class=\"csc-textpic csc-textpic-left csc-textpic-above\">\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"25014\" data-permalink=\"https:\/\/unser-quartier.de\/stadt-bergheim\/2018\/09\/demenz-dabei-und-mittendrin\/csm_wat_plakat_2018_ausschnitt_eeeb21539e\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/unser-quartier.de\/stadt-bergheim\/files\/2018\/09\/csm_WAT_Plakat_2018_Ausschnitt_eeeb21539e.jpg?fit=600%2C709&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"600,709\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"csm_WAT_Plakat_2018_Ausschnitt_eeeb21539e\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/unser-quartier.de\/stadt-bergheim\/files\/2018\/09\/csm_WAT_Plakat_2018_Ausschnitt_eeeb21539e.jpg?fit=254%2C300&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/unser-quartier.de\/stadt-bergheim\/files\/2018\/09\/csm_WAT_Plakat_2018_Ausschnitt_eeeb21539e.jpg?fit=600%2C709&amp;ssl=1\" class=\"alignleft wp-image-25014 \" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/unser-quartier.de\/stadt-bergheim\/files\/2018\/09\/csm_WAT_Plakat_2018_Ausschnitt_eeeb21539e.jpg?resize=242%2C286&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"242\" height=\"286\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/unser-quartier.de\/stadt-bergheim\/files\/2018\/09\/csm_WAT_Plakat_2018_Ausschnitt_eeeb21539e.jpg?resize=254%2C300&amp;ssl=1 254w, https:\/\/i0.wp.com\/unser-quartier.de\/stadt-bergheim\/files\/2018\/09\/csm_WAT_Plakat_2018_Ausschnitt_eeeb21539e.jpg?resize=127%2C150&amp;ssl=1 127w, https:\/\/i0.wp.com\/unser-quartier.de\/stadt-bergheim\/files\/2018\/09\/csm_WAT_Plakat_2018_Ausschnitt_eeeb21539e.jpg?w=600&amp;ssl=1 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 242px) 100vw, 242px\" \/>Am 21. September ist Welt-Alzheimertag. Im Jahr 2018 steht dieser Tag in Deutschland unter dem Motto \u201eDemenz &#8211; dabei und mittendrin\u201c. Weltweit und auch \u00fcberall in Deutschland finden rund um den Welt-Alzheimertag und in der \u201eWoche der Demenz\u201c vielf\u00e4ltige Aktionen statt, um auf die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angeh\u00f6rigen aufmerksam zu machen. In Bergheim laden die Alzheimer Gesellschaft und die Lokale Allianz f\u00fcr Menschen mit Demenz zu einem &#8220;Ged\u00e4chtnisparcours f\u00fcr Jedermann&#8221; ein. Die Veranstaltung findet <b><span style=\"color: #993366\">am Freitag, 21.09.18, 15:00-17:00 Uhr<\/span><span style=\"color: #993366\">, im Curacontreff, S\u00fcdweststr. 16, in Bergheim <\/span><\/b><span style=\"color: #993366\"><span style=\"color: #000000\">statt.<\/span><\/span> Au\u00dferdem besteht die M\u00f6glichkeit,\u00a0 die neue Anlaufstelle f\u00fcr Erkrankte und Angeh\u00f6rige kennenzulernen und sich zu informieren.<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><b>Kontakt: <\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Alzheimer Gesellschaft Bergheim e.V.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000\">Anni Wilbertz<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000\"> S\u00fcdweststr. 16,\u00a050126 Bergheim<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000\">Tel.: <a style=\"color: #000000\" href=\"tel:02271-5829326\">02271-5829326; E-m<\/a>ail: <a class=\"moz-txt-link-abbreviated\" style=\"color: #000000\" href=\"mailto:alzheimer-bergheim@outlook.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"color: #333399\">alzheimer-bergheim@outlook.de<\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><a class=\"moz-txt-link-abbreviated\" style=\"color: #000000\" href=\"http:\/\/www.alzheimer-bergheim.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"color: #333399\">www.alzheimer-bergheim.de<\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p><strong>Blick auf die Menschen &#8211; nicht die Krankheit<\/strong><\/p>\n<p>Trotz Demenz am normalen Leben teilhaben k\u00f6nnen und Teil der Gesellschaft sein. Das w\u00fcnschen sich Menschen mit Demenz und ihre Angeh\u00f6rigen. Sie m\u00f6chten ihren Alltag selbst gestalten, ihren gewohnten Hobbies nachgehen, etwas Sinnvolles tun und im Freundeskreis und in der Gemeinde aktiv bleiben. Das alles ist m\u00f6glich, wenn Menschen mit Demenz und ihre Familien die n\u00f6tige Unterst\u00fctzung erhalten.<\/p>\n<p>\u201eMenschen mit Demenz hilft es, wenn alle, die ihnen im Alltag begegnen, etwas \u00fcber die Erkrankung wissen\u201c, sagt Monika Kaus, Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG), \u201edas gilt f\u00fcr Familienangeh\u00f6rige ebenso wie f\u00fcr Nachbarn, Freunde oder den Verk\u00e4ufer im Supermarkt\u201c. Die bundesweite Initiative Demenz Partner der Deutschen Alzheimer Gesellschaft will dazu einen Beitrag leisten: In 90-min\u00fctigen Kursen wird ein Grundwissen \u00fcber Demenz vermittelt. Die Teilnehmenden lernen etwas \u00fcber das Krankheitsbild sowie Umgang und Kommunikation mit Betroffenen. Schon \u00fcber 30.000 Demenz Partner gibt es in ganz Deutschland. \u201eWir alle k\u00f6nnen dazu beitragen, dass Menschen mit Demenz dabei und mittendrin sind\u201c, sagt Monika Kaus \u201eWir k\u00f6nnen uns \u00fcber Demenz informieren, Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Betroffenen entwickeln, sie aktiv einbeziehen, Unterst\u00fctzung anbieten und unseren Blick auf den Menschen richten \u2013 nicht auf die Krankheit\u201c.<\/p>\n<p>\u201eIn den ersten Jahren der Erkrankung wird die \u00fcberwiegende Mehrzahl demenzkranker Menschen von ihren Angeh\u00f6rigen zu Hause betreut\u201c, so Prof. Michael Rapp, Berlin, Pr\u00e4sident der Deutschen Alterspsychiater DGGPP. \u201eMeist kommt jedoch fr\u00fcher oder sp\u00e4ter der Punkt, wo dies nicht mehr m\u00f6glich ist. \u00dcber 700.000 demenzkranke Menschen leben in Pflegeheimen, und Fragen der Qualit\u00e4t hinsichtlich Struktur, Personalausstattung, \u00e4rztlicher Versorgung, und\u00a0demenzsensibler Behandlung spielen hier eine zentrale Rolle, auch f\u00fcr die Sicherheit und Lebensqualit\u00e4t von Menschen mit Demenz. In vielen Heimen werden freiheitseinschr\u00e4nkende Ma\u00dfnahmen und Psychopharmaka noch zu oft, und alternative Therapieangebote zu selten genutzt.<\/p>\n<p>\u201eEs gibt nicht das \u201eperfekte Heim\u201c, entscheidend ist, dass in der Einrichtung dementiell erkrankte Menschen eine ganz individuelle und demenzsensible, kompetente Pflege und Betreuung erhalten und die Einrichtung bereit ist, sich fachlich und strukturell weiterzuentwickeln\u201c, so Prof. Rapp. \u201cEin gro\u00dfes immer wieder benanntes Problem ist neben dem Personalmangel in Pflege und Therapieberufen die mangelnde fach\u00e4rztliche Versorgung, insbesondere durch Gerontopsychiater. Hier ist die Politik ebenso wie die \u00c4rzteschaft gefordert, entsprechende Ma\u00dfnahmen zu treffen, dass mehr junge Menschen den Arztberuf ergreifen und ihr Herz f\u00fcr \u00e4ltere und demenzkranke Menschen entdecken k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>In der Versorgungsforschung konnten in Deutschland in den letzten Jahren viele gesicherte Erkenntnisse zu Versorgungsl\u00fccken und Interventionsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr demenzkranke Patien-ten in Pflegeheimen gezeigt werden. In kleinen Teilen werden solche Erkenntnisse im Rahmen des Innovationsfonds des gemeinsamen Bundesauschusses in Studien \u00fcberpr\u00fcft und lokal implementiert. Es ist aber f\u00fcr die Versorgung entscheidend, diese Erkenntnisse auch bundesweit umzusetzen und Heimtr\u00e4ger wie Politik m\u00fcssen verstehen, dass f\u00fcr eine Verbesserung der Versorgung mehr geschultes Personal erforderlich ist.<\/p>\n<p>Als einen Baustein hat die Fachgesellschaft das \u201cDGGPP Qualit\u00e4tssiegel &#8211; Demenzsensible Einrichtung\u201c entwickelt und vergibt es jetzt seit einem Jahr erfolgreich (<a href=\"http:\/\/www.siegel.dggpp.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u200bwww.siegel.dggpp.de<\/a>). Das zusammen mit Alzheimer-Gesellschaften, dem Berufsverband f\u00fcr Altenpflege und Tr\u00e4gern von Einrichtungen entwickelte Siegel soll den Angeh\u00f6rigen bei ihren Entscheidungen bei der Wahl eines geeigneten Heimes helfen und die Heime in ihrer Arbeit und Weiterentwicklung unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>\u201eEine der wichtigsten Leistungen der klinischen Alzheimerforschung der vergangenen Jahre besteht darin, dass diese neurodegenerative Erkrankung heute mit Hilfe von sogenannten Biomarkern schon im Stadium einer leichten kognitiven St\u00f6rung diagnostiziert werden kann, deutlich bevor die geistigen F\u00e4higkeiten so stark eingeschr\u00e4nkt sind, dass bereits eine Demenz vorliegt. Darauf gilt es aufzubauen und therapeutische M\u00f6glichkeiten zu erforschen, die m\u00f6glichst lange verhindern, dass Betroffene mit leichter kognitiver St\u00f6rung das Vollbild einer Alzheimer Demenz entwickeln.<\/p>\n<p>Um dies zu erreichen bedarf es besonders auf dem Gebiet der klinischen Forschung, d.h. der Forschung mit Betroffenen, einer erh\u00f6hten Anstrengung und einer deutlich gr\u00f6\u00dferen finanziellen Unterst\u00fctzung der \u00f6ffentlichen Hand. Klinische Forschung ist besonders aufwendig, schwierig und anspruchsvoll, aber erst wenn Menschen mit leichter kognitiver St\u00f6rung von Therapien deutlich profitieren, kann von einem Durchbruch gesprochen werden. \u201eSo weit sind wir noch nicht, die Euphorie \u00fcber eine baldig verf\u00fcgbare, ursachenbezogene Behandlung ist l\u00e4ngst verflogen und hat einer realistischeren Einsch\u00e4tzung Platz gemacht\u201c, so Frau Prof. Isabella Heuser, Berlin, Vorsitzende der Hirnliga e.V., der Vereinigung der deutschen Alzheimerforscher.<\/p>\n<p>Mit Hilfe von Privatpersonen und Stiftungen kann die Hirnliga e.V. immer wieder wichtige Impulse, etwa mit Auszeichnung von Forschungsergebnissen oder direkter Forschungsfinanzierung, geben. \u201eWir sind sehr froh, dass durch die Unterst\u00fctzung der Manfred-Strohscheer-Stiftung sowohl in diesem als auch in den n\u00e4chsten 2 Jahren jeweils 100.000 Euro als Forschungsunterst\u00fctzung in erfolgversprechende Projekte flie\u00dfen.\u201c\u200b<\/p>\n<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<h3>Hintergrund<\/h3>\n<p>Seit 1994 findet jeweils am 21. September der Welt-Alzheimertag statt, der von der Dachorganisation Alzheimer\u2019s Disease International (ADI) mit Unterst\u00fctzung der WHO initiiert wurde, um die Aufmerksamkeit der \u00d6ffentlichkeit auf die Alzheimer-Krankheit und andere Formen der Demenz-Erkrankungen zu richten.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Welt-Alzheimertag am 21. September<\/strong><\/p>\n<p>Am 21. September ist Welt-Alzheimertag. Im Jahr 2018 steht dieser Tag in Deutschland unter dem Motto \u201eDemenz &#8211; dabei und mittendrin\u201c. 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