{"id":9892,"date":"2016-02-12T01:44:08","date_gmt":"2016-02-12T00:44:08","guid":{"rendered":"http:\/\/unser-quartier.de\/stadt-bergheim\/?p=9892"},"modified":"2016-02-12T01:44:08","modified_gmt":"2016-02-12T00:44:08","slug":"amuesante-begebenheiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/unser-quartier.de\/stadt-bergheim\/2016\/02\/amuesante-begebenheiten\/","title":{"rendered":"Am\u00fcsante Begebenheiten &#8230;"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: medium\"><b>Am\u00fcsante Begebenheiten <\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium\"><b>Ernst Ludwig Heim (1747 \u2013 1834)<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium\">Ernst Ludwig Heim, geboren in Th\u00fcringen, war einer der geachtetsten und volkst\u00fcmlichsten \u00c4rzte des alten Berlin. Er war seit 1776 beamteter Arzt in Spandau, siedelte sich 1788 in Berlin an und wurde 1799 zum Geheimrat ernannt. Er galt als exzellenter Diagnostiker, gef\u00fcrchtet waren allerdings sein derbes Wesen und seine humorvolle Schlagfertigkeit, die auch vor hochgestellten Pers\u00f6nlichkeiten nicht halt machte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium\">Nachstehende Anekdoten verdeutlichen dies: <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium\"><b>1. Kopf-Konfektionen<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium\">Eine Unsitte zur Zeit Heims war es, die einfachsten deutschen Worte durch franz\u00f6sische Ausdr\u00fccke zu ersetzen. Die Ursache lag vor allem darin, dass die franz\u00f6sische Sprache im 18. Jahrhundert bei Hofe als besonders vornehm galt. Und wie es nun einmal mit Fremdw\u00f6rtern so ist, verwechselt man bei mangelnder Kenntnis der Herkunftssprache allzu leicht den einen oder anderen Ausdruck.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium\">Eines Nachts wurde Heim zu einer ausw\u00e4rtigen Dame gerufen, die unter heftigen Kopfschmerzen zu leiden hatte. Sie habe eine \u201eExplosion\u201c nach Berlin gemacht und m\u00fcsse ihn nun konsultieren, da sie an \u201eKonfektionen\u201c nach dem Kopfe leide.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium\">Heim, der \u00fcber die gest\u00f6rte Nachtruhe einer Bagatelle wegen etwas ver\u00e4rgert war, gab ihr den Rat: \u201eGehen Sie am besten gleich hier in die \u201eHypothek\u201c und lassen sich von dem \u201eHypotheker\u201c eine Flasche \u201eRhinozeros\u00f6l\u201c geben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium\"><b>2. Kaltschn\u00e4uzig<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium\"> Heim war nicht nur ein wohlhabender, sondern auch ein vielbesch\u00e4ftigter Arzt. Neben seiner Praxist\u00e4tigkeit, morgens in seiner Klinik und abends in seiner Wohnung, besuchte er tags\u00fcber oft bis zu 70 Patienten. Aufgrund dieser Auslastung waren ihm Patienten, die ihn wegen Nichtigkeiten rufen lie\u00dfen, ein Greuel. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium\">So hatte ihn die Gr\u00e4fin Soden mitten in der Nacht an ihr Bett zitiert, um ihre \u201eschrecklich kalte Nase\u201c behandeln zu lassen. Heim sagte darauf w\u00fctend: \u201eBei einem Hund bedeutet eine kalte Nase beste Gesundheit. Ich wei\u00df allerdings nicht, wie es sich bei einer Gans verh\u00e4lt.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium\"><i>Anekdoten-Sammlung von Georg Butz<\/i><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am\u00fcsante Begebenheiten <\/p>\n<p>Ernst Ludwig Heim (1747 \u2013 1834)<\/p>\n<p>Ernst Ludwig Heim, geboren in Th\u00fcringen, war einer der geachtetsten und volkst\u00fcmlichsten \u00c4rzte des alten Berlin. Er war seit 1776 beamteter Arzt in Spandau, siedelte sich 1788 in Berlin an und wurde 1799 zum Geheimrat ernannt. 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