Infos zu Akuthilfen für pflegende Angehörige, Verlängerung der Ansparmöglichkeit von Entlastungsleistungen, Dienstleistungen bis zur Haustür, Neuigkeiten zu den zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln und andere Tipps finden sie in diesem Beitrag. Weitere Informationen zu den Stichworten finden Sie unter der Überschrift Corona-Aktuell auf unserer Link-Seite.

Akuthilfe für pflegende Angehörige: Wer coronabedingt Angehörige pflegt, kann bis zu 20 Arbeitstage Pflegeunterstützungsgeld in Anspruch nehmen und ebenso lang der Arbeit fernbleiben. Darüberhinaus können Familienpflegezeit und Pflegezeit flexibler genutzt werden.

Unterstützung im Alltag:  Die Ansparmöglichkeit von nicht verbrauchten Entlastungsleistungen verlängert sich in diesem Jahr bis Ende September. Weiterhin können Pflegebedürtige mit dem Pflegegrad 1 den Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro, abweichend von den regulär geltenden Vorgaben, auch anderweitig verwenden – beispielsweise für haushaltsnahe Dienstleistungen. Das Angebot anerkannter Leistungsanbieter wird um „Dienstleistungen bis zur Haustür“ erweitert. Darunter fallen beispielsweise Einkäufe, Holen und Bringen der Wäsche zur Reinigung, Anlieferung von Speisen, Botengänge, Organisation von Behördenangelegenheiten oder Arztkonsultationen sowie telefonische Kontaktaufnahme und Gespräche.

Nachbarschaftshilfe: In NRW können Entlastungsleistungen unter anderem durch „bürgerschaftlich engagierte EinzelhelferInnen“ erbracht werden. In diesem Jahr ist für ihre Anerkennung, befristet bis zum 30. September, kein Qualifizierungsnachweis erforderlich.

Pflegehilfsmittel: Für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel können zur Zeit monatlich 60 Euro anstatt 40 Euro abgrechnet werden.

Feststellung der Pflegebedürftigkeit: Persönliche Pflegebegutachtungen werden bis Ende September 2020 ausgesetzt. Die Begutachtung findet ersatzweise durch ein Telefoninterview bzw. nach bereits vorliegenden Unterlagen statt.

Beratungsbesuche: Die Pflicht zu Beratungsbesuchen für Pflegegeldempfänger ist ausgesetzt.

Besuchsregelungen in Pflegeheimen: Die Ausgangs- und Besuchsregelungen für stationäre Pflegeeinrichtungen sind in den Bundesländern unterschiedlich gehandhabt. Welche Vorgaben in NRW gelten, regelt die aktuelle Corona-Schutz-Verordnung des Landes NRW.

Corona und Demenz: Menschen, denen das Tragen von Mund-Nase-Masken aus erkrankungsbedingten Gründen nicht möglich ist, können unter bestimmten Umständen von der Maskenpflicht befreit werden.

Lokale Hilfen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen: Die Demenzberatung und der Stammtisch für pflegende Angehörige sind für Sie da,  wenn Sie Fragen haben, wenn Ihnen die Pflege im Moment zuviel wird, wenn einfach mal jemanden brauchen, der Ihnen zuhört. Rufen sie uns einfach an: Heidrun Mildner (Demenzberatung): 05221/275495, Ute Meyer zu Lenzinghausen (Leitung des Stammtisches): Tel: 0151/16350812. Das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Demenz im Kreis Herford hat eine Telefonkette gegen Einsamkeit bei Demenz eingerichtet. Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger aus Spenge ist Traugott Pfaff, Tel. 05224/937563.