Kleinkindalter

Jugend im Kampf

Die Hitlerjugend kam schon vor 1933 auf, und war öfter in Kämpfe mit der kommunistischen Jugend verstrickt. Es war wohl im Sommer an der Wedau, eine Seen- und Badelandschaft im Duisburger Süden, wo der kleine Horst mit seinen 3 Jahren die Besorgnis hatte, seinen Badeanzug nicht nass zu machen. Er bekam einen Kampf zwischen den  beiden politischen Lagern mit. Wie heftig muss dieser gewesen sein, dass es bei dem jungen Horst bis heute noch so einen großen Eindruck hinterlassen hat.

Erster Kontakt mit politischen Auseinandersetzungen

Zu Hause

Horst Heckmann beim Kinderfest 1935

Spielkameraden fand der junge Horst direkt in der Nachbarschaft. Fußball wurde auf einem großen Bürgersteig vor einer Bäckerei gespielt, auch wenn der Ball schon mal über einen niedrigen Zaun ging und die Erwachsenen entsprechend reagierten. Auch Scherze waren eine beliebte Freizeitbeschäftigung, wie z. B. „Klimpermännchen“: Da wurde ein Streichholz in den Klingelknopf gedrückt … Schützenfeste waren willkommene Anlässe zum Verkleiden, Sackhüpfen, Eierlaufen.

 

Schützenfeste waren willkommene Anlässe zum Verkleiden, Sackhüpfen, Eierlaufen. Kasperletheater fanden ebenso regelmäßig Beifall wie kleinere Ernteeinsätze bei Bauern der Umgebung. Bei Besuchen bei den Großeltern auf einem Kotten war auch Reiten angesagt. Damals standen Filmvorführungen hoch im Kurs: Filme mit Shirley Temple, Dick und Doof, Pat & Patachon.on mal über einen niedrigen Zaun ging und die Erwachsenen entsprechend reagierten. Auch Scherze waren eine beliebte Freizeitbeschäftigung, wie z. B. „Klimpermännchen“: Da wurde ein Streichholz in den Klingelknopf gedrückt …

Schützenfeste waren willkommene Anlässe zum Verkleiden, Sackhüpfen, Eierlaufen. Kasperletheater fanden ebenso regelmäßig Beifall wie kleinere Ernteeinsätze bei Bauern der Umgebung. Bei Besuchen bei den Großeltern auf einem Kotten war auch Reiten angesagt. Damals standen Filmvorführungen hoch im Kurs: Filme mit Shirley Temple, Dick und Doof, Pat & Patachon.

Machtübergabe

An den Tag nach seinem 6. Geburtstag kann Horst Heckmann sich noch gut erinnern, es war der Tag, an dem in Mülheim die sogenannten „Machtübernahme“ gefeiert wurde. Alle in der Familien zogen zur Adolfstraße, um das große „Drama“ anzusehen, denn es sollten Männer kommen, in braunen Uniformen und mit Fackeln. Dem Fackelzug wohnten Massen von Menschen bei, es wurden kleine Hakenkreuzfähnchen verteilt, die auf Zuruf ordentlich geschwenkt werden sollten; dennoch ertönten auch einige Zwischenrufe, wie „Fahnen runter!“ Das ging aber in dem ganzen Getöse unter.

Die SA und ihre Leute hatten dabei Fackeln aus Pech, etwas, das viele unter den Anwesenden noch nie gesehen hatten und bei ihnen mächtigen Eindruck hinterließ. Die Kinder waren ganz verrückt nach diesen Fackeln: Wenn sie ausgebrannt waren, wurden sie aufgesammelt, um sie später vielleicht zu Hause noch einmal anzuzünden. Zu Marschlieder wurde laut gesungen und dazu im Gleichschritt marschiert. Der kleine Horst Heckmann war sehr beeindruckt – konnte er doch noch keinen Hintergrund für Weltgeschichte vermuten.

Schloßbrücke Mai 1936 – Mit freundlicher Genehmigung des Stadtarchivs Mülheim an der Ruhr
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