Kriegsbeginn

Hitlers Rede im Reichstag vom 01. September 1939 verfolgten er und seine Freunde vor dem Radiogeschäft Taube auf dem Rathausmarkt in Mülheim. Das Geschäft gehörte dem Vater seines Schulfreundes Werner, den er dann öfter besuchte, um Radio zu hören. Den Ausspruch Hitlers ‚Seit 5.53 Uhr wird zurück geschossen‘ konnte er damals nicht mit dem Beginn eines Krieges in Verbindung bringen. Darüber wurde er erst in der Schule aufgeklärt. Jeder wusste etwas von den Vorbereitungen in der Stadt zu berichten: Die Kasernen waren voller Soldaten, Pferde wurden für die Kavallerie dorthin transportiert, und es gab plötzlich jede Menge Pferdefuhrwerke. Lastwagen mit Soldaten wurden angekarrt, Kanonen am Güterbahnhof in Mülheim verladen, die sofort Richtung Osten fuhren. Er und seine Mitschüler wunderten sich, wo alles so schnell herkam.

Hier ist Horst Heckmann mit seinen Kameraden am Schießstand zu sehen
Heckmann war gerne mit seinen Kameraden zusammen

Am anderen Tag wurde sein Vater eingezogen, und das, obwohl er schon 4 Jahre Weltkrieg hinter sich hatte. Die Mutter war wieder alleinerziehend, praktisch während seiner ganzen Jugendzeit, was ihr während des Krieges schon so einiges abverlangte.

Der gewonnene Polenfeldzug stärkte auch das Selbstbewusstsein von Horst Heckmann: „Wir haben einen Krieg innerhalb von 14 Tagen gewonnen!“ – Es bestätigte ihm, dass er in der richtigen Nation lebte und Gott es ja auch dann so gewollt zu haben schien.

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