Das Kornwunder

Das ist eine der drei Legenden vom Bischof von Myra

Einmal hatte es in Myra lange Zeit nicht geregnet und schließlich war sogar die Ernte vertrocknet. So kam eine große Hungersnot über die Stadt.

Bischof von Myra

Der Bischof von Myra sah das Leid der Menschen, die schweren Hunger litten und versuchte so gut es ging zu helfen. Schließlich wurde ihm zugetragen, dass im Hafen ein Schiff vor Anker lag, das große Mengen Getreide für den Kaiser in Konstantinopel transportierte. Sofort eilte der Bischof zu den Seeleuten und bat sie, zumindest einen Teil des Kornes für das hungernde Volk auszuladen. Doch die Seeleute weigerten sich, denn das Korn war ganz genau abgewogen. Es durfte kein Gramm fehlen, wenn sie schließlich in Konstantinopel anlegten. Da versprach ihnen Nikolaus, dass ganz sicher nichts von dem Getreide fehlen würde und sie daher keinen Schaden zu befürchten hätten. Das überzeugte die Seeleute schließlich. Sie öffneten die Weizensäcke, übergaben einen Teil des Korns an die Bevölkerung Myras und setzten ihre Reise fort.

Als die Schiffe wenige Tage später in Konstantinopel ankamen, stellten die Seemänner erstaunt fest, dass die Ladung tatsächlich bis auf das letzte Gramm genau stimmte. Obwohl sie einen großen Teil in Myra zurückgelassen hatten, konnten sie den Kaiser zufriedenstellen. Das Korn in Myra reichte für ganze zwei Jahre und ermöglichte der Bevölkerung darüber hinaus sogar noch die Aussaat. So rettete Bischof Nikolaus die Menschen in Myra vor dem Hungertod.

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