Wie ich an den Kochherd kam

Museum der Dinge, Berlin, Teil der Frankfurter Küche

Zu Beginn meiner ersten Ehe fragte meine Mutter anlässlich eines Besuches in meinem Elternhaus meinen Vater, ob er mir nicht gelegentlich Fleischwaren zu günstigeren Konditionen beschaffen könne. Schließlich betrieb mein Vater noch im Rahmen des großelterlichen Geschäftes traditionell eine Großschlachterei am städtischen Schlachthof in Duisburg-Meiderich. Da mein Vater sich fast ausschließlich mit dem Schlachten von Großvieh, also Rindern, befasste, wandte er ein, dass eine Versorgung meiner jungen in Familie aus dem Fleischbestand sich für ihn schwierig gestalten würde.

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Haushalt: Veränderung durch Modernisierung

Museum der Dinge, Berlin:

Die Form, wie ich in meiner Kindheit den bürgerlichen Haushalt und die damit verbundene Haushaltsführung und Aufgabenteilung unter den Familienangehörigen, insbesondere dem Elternpaar, erlebte, steht im Gegensatz zu den heutigen Verhältnissen. Man mag mutmaßen, dass die bis heute erfolgte beinahe stürmische Modernisierung des Haushaltes das heute gepflegte Familienleben verändert oder eine solche erst bewirkte.

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Der erste Fernseher

Als unser 2. Kind – unsere Tochter B. – zur Welt gekommen war, schafften wir den ersten Fernseher an. Es handelte sich zu jener Zeit 1966 um ein TV Portable-Gerät schwarz/weiß. Die heute übliche Fernbedienung gab es noch nicht. Vielmehr musste man die Bedienung an einer Bedienungsleiste am Gerät selbst vornehmen. Allerdings verfügte unsere Wohnung bereits über eine hausinstallierte Gemeinschaftsantenne, die einen qualitativ guten Empfang der damals noch geringen Anzahlt an TV-Sendern garantierte. So ergab sich eine gewisse Veränderung der wöchentlichen und alltäglichen Feierabendgestaltung.


Sprache und Dialekte

Gewisse Phänomene in der Umgangssprache wiederholen sich. Die Sprachbildung findet ihren Ursprung während der Kindheit bereits mit der Sprachübung der Kleinkinder in etwa parallel mit den Bewegungsübungen. Hierbei ist sicherlich die Art und Weise maßgebend, in welcher Form jene Erwachsenen, in der Regel die Mutter, sich mit dem Kleinkind in diesen Disziplinen beschäftigen. Defizite beim Kleinkind sind in diesen Bereichen leicht feststellbar. Ohne Frage sind allerdings Fehlausbildungen auch auf körperlich wachstumsbedingte Nachteile rückführbar. Ich beschränke mich in meinen Ausführungen jedoch auf Normalfälle.

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Albert-Einstein-Gymnasium

Reise in die Vergangenheit 2002 zur Unterkunft in der Lausitz

Rumeln-Kaldenhausen

Zeitzeugeneinsatz am 08.07.2019 von 9:30 Uhr bis 10:45 Uhr

Zwei Jahrgangsstufen der neunten Klasse mit insgesamt 55-60 Schüler

In ihrem Vortrag schilderte Frau Storks die Lebensverhältnisse in ihrer Jugend während der Kriegszeit, indem sie auf die Beschränkungen in der Beschaffung alle benötigten Wirtschaftsgüter allgemein und ihrer Familie im Besonderen hinwies. Dazu fehlten nicht die Beeinträchtigungen durch Luftangriffe und die damit verbundenen Schrecken und nächtlichen Schlafunterbrechungen.

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Zeitzeugengespräch im Albert-Einstein Gymnasium

Unmittelbare Nachkriegszeit

Zeitzeugeneinsatz am 24.01.20189 um 16.00 h bis 17.45 h Albert-Einstein-Gymnasium, Rumeln-Kaldenhausen, Jahrgangsstufe 9, Geschichtskurs

Wir wurden nach witterungsbedingt verspäteter Ankunft auf dem Parkplatz des Gymnasiums von Frau Sp. empfangen und über komplizierte Wege und Treppen zum Klassenraum geleitet, in dem sich bereits 10 Schülerinnen und 7 Schüler zu einem Halbkreis formiert hatten.

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Resümee: Karl Heinz Ruthmann

Als wichtigsten Teil meines Resümees will ich die Klugheit und Umsicht unserer Mutter hervorheben:

Sie hat in den entscheidenden Momenten stets die richtigen Schlüsse gezogen und sich zu den Maßnahmen entschlossen, die uns die körperliche Unversehrtheit und den Zusammenhalt in all den Wirren während Evakuierung, Flucht und Heimfahrt bewahrt hat!

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Rückkehr ins Ruhrgebiet nach Duisburg (06/1945)

Rückkehr des Vaters

Mein Vater war sogar eher in Duisburg als wir. Er bekam ja noch im April 1945 einen Marschbefehl in irgendeinem Ort nach Deutschland zur Verpflegungsausgabe. Das war aber ein fingierter Befehl. Der Kommandeur dieser Versorgungseinheit schickte seine Leute über diesen Weg praktisch nach Hause. „Leute, macht Euch vom Acker! Hier ist der Krieg gleich zu Ende.“ Dann ist er nach Duisburg gekommen und suchte unsere Verwandtschaft.

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