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Die unzerbrechlichen Vielzweckschüsseln

Schüsseln aus Stahlhelmen

Wir schrieben das Jahr 1938. Der alte Kochherd, im Ruhezustand mit blank gescheuerter Kochfläche und auf Hochglanz polierten Nickelteilen, war kurz gesagt Prunkstück und wichtigstes Mobiliar in unserer Wohnküche, bis er durch einen in weißem Emaille gekleideten sogenannten Elektroherd Konkurrenz bekam. Dem Elektroherd schrieb man unzählige bisher nie gekannte Eigenschaften zu, beispielsweise war die Hausfrau in der Lage, nur durch Knopfdrehen Hitze zu erzeugen. Er entwickelte keine unangenehmen Gerüche. Die Kochhitze konnte reguliert werden etc. Die Tätigkeit des Kohleherdes beschränkte sich von da an nur noch auf Warmwasserzubereiten und Wärmespenden.

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Wie ich an den Kochherd kam

Museum der Dinge, Berlin, Teil der Frankfurter Küche

Zu Beginn meiner ersten Ehe fragte meine Mutter anlässlich eines Besuches in meinem Elternhaus meinen Vater, ob er mir nicht gelegentlich Fleischwaren zu günstigeren Konditionen beschaffen könne. Schließlich betrieb mein Vater noch im Rahmen des großelterlichen Geschäftes traditionell eine Großschlachterei am städtischen Schlachthof in Duisburg-Meiderich. Da mein Vater sich fast ausschließlich mit dem Schlachten von Großvieh, also Rindern, befasste, wandte er ein, dass eine Versorgung meiner jungen in Familie aus dem Fleischbestand sich für ihn schwierig gestalten würde.

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Lesung: Haushalt im Wandel der Zeit

vom 15.08.2019

Die Buchhandlung am Löhberg Nr. 4 hat gemeinsam mit der ZeitZeugenBörse Mülheim an der Ruhr zu einer Lesung eingeladen. Thema dabei war:

Mutti hat jetzt Zeit für uns, denn sie kocht elektrisch

Haushalt im Wandel der Zeit

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Haushalt: Veränderung durch Modernisierung

Museum der Dinge, Berlin:

Die Form, wie ich in meiner Kindheit den bürgerlichen Haushalt und die damit verbundene Haushaltsführung und Aufgabenteilung unter den Familienangehörigen, insbesondere dem Elternpaar, erlebte, steht im Gegensatz zu den heutigen Verhältnissen. Man mag mutmaßen, dass die bis heute erfolgte beinahe stürmische Modernisierung des Haushaltes das heute gepflegte Familienleben verändert oder eine solche erst bewirkte.

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Der erste Fernseher

Als unser 2. Kind – unsere Tochter B. – zur Welt gekommen war, schafften wir den ersten Fernseher an. Es handelte sich zu jener Zeit 1966 um ein TV Portable-Gerät schwarz/weiß. Die heute übliche Fernbedienung gab es noch nicht. Vielmehr musste man die Bedienung an einer Bedienungsleiste am Gerät selbst vornehmen. Allerdings verfügte unsere Wohnung bereits über eine hausinstallierte Gemeinschaftsantenne, die einen qualitativ guten Empfang der damals noch geringen Anzahlt an TV-Sendern garantierte. So ergab sich eine gewisse Veränderung der wöchentlichen und alltäglichen Feierabendgestaltung.


Ach Wäsche, wasche dich doch selbst!

Ausstellungsraum in der Kirche in Oostkapelle, Niederlande

Als ich noch ein kleines Kind war, lebte ich auf einem Bauernhof. Dort wohnten meine Eltern, meine Oma, eine Magd und ein Knecht. Ich bin 1934 geboren.

Der Waschtag war immer ein anstrengender Tag, denn es gab noch keine Waschmaschine. An dem Tag vor dem eigentlichen Waschtag wurde schon das Mittagessen für den nächsten Tag gekocht. Am Abend davor kam auch schon die  schmutzige Wäsche in die Waschküche. Dort stand der große Waschkessel und jede Menge Wannen, in denen die Wäsche eingeweicht wurde. Zum Einweichen wurde das Wasser im Kessel warm gemacht. Dann konnte der Waschtag kommen.

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Wie wäscht man Wäsche rein und weiß wie Schnee?

Früher mussten Windeln mühsam mit der Hand gewaschen werden

Beim Lesen der Überschrift werden junge Leute sagen: „He, Alter, Windeln wäscht man nicht, Pampers fliegen in den Müll.“ 

Leider war das vor ca. 60 Jahren etwas anders, denn die Säuglinge wurden in Stofftücher gewickelt. Bei jedem „Geschäft“ der Kleinen musste die Stoffwindel gewechselt werden, sonst gab es ein eindringliches Gebrüll der lieben Kleinen bei Tag und Nacht. Gegenüber einer 12-Stunden-Pampers bildete sich rasend schnell ein Berg Wäsche, der gewaschen werden musste.

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Die alte Kaffeemühle

Zeitzeugentreffen im Juni 2019 mit Haushaltsgegenständen

Im Familienbestand hat sich eine alte Kaffeemühle erhalten. Ein schlichtes, gewöhnliches Holzmodell aus den 30er Jahren.  Um dieses Küchengerät ranken sich aber einige Geschichten.

Meine Eltern betrieben bereits vor dem 2. Weltkrieg ein kleines Hotel mit Gastwirtschaft in einer Kleinstadt im Alpenvorland. Im Krieg wuchsen die Stammgäste – soweit nicht zum Militär eingezogen oder woandershin verpflichtet – und alte Freunde zu einer Art Notgemeinschaft zusammen.

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