Unsere Reisen in die DDR

Ich muss bekennen, auch falls ich mich dadurch der Kritik Betroffener aussetze, dass mich der Vorgang Mauerfall  und Wiedervereinigung eigentlich nur als Bürger der BRD berührt hat. Unsere Familie hatte auf dem Gebiet der Teilung des gesamtdeutschen Territoriums keine nennenswerten Nachteile erlitten, weil unsere Gesamtfamilie seit Generationen vollumfänglich in Nordrhein-Westfalen angesiedelt war. Eine Ausnahme ergab sich dennoch, weil als Resultat des Zweiten Weltkrieges Bruno Dittrich, gebürtiger Schlesier, in die Familie meiner Frau einheiratete und sich somit durch dessen familiäre Verbindung eine Erweiterung unseres Familienclans nach Leipzig ergab. Dieser Sachverhalt berührt jedoch meine Einstellung zu meinem vorher Gesagten nicht wesentlich.

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Wie ich an den Kochherd kam

Museum der Dinge, Berlin, Teil der Frankfurter Küche

Zu Beginn meiner ersten Ehe fragte meine Mutter anlässlich eines Besuches in meinem Elternhaus meinen Vater, ob er mir nicht gelegentlich Fleischwaren zu günstigeren Konditionen beschaffen könne. Schließlich betrieb mein Vater noch im Rahmen des großelterlichen Geschäftes traditionell eine Großschlachterei am städtischen Schlachthof in Duisburg-Meiderich. Da mein Vater sich fast ausschließlich mit dem Schlachten von Großvieh, also Rindern, befasste, wandte er ein, dass eine Versorgung meiner jungen in Familie aus dem Fleischbestand sich für ihn schwierig gestalten würde.

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Sprache und Dialekte

Gewisse Phänomene in der Umgangssprache wiederholen sich. Die Sprachbildung findet ihren Ursprung während der Kindheit bereits mit der Sprachübung der Kleinkinder in etwa parallel mit den Bewegungsübungen. Hierbei ist sicherlich die Art und Weise maßgebend, in welcher Form jene Erwachsenen, in der Regel die Mutter, sich mit dem Kleinkind in diesen Disziplinen beschäftigen. Defizite beim Kleinkind sind in diesen Bereichen leicht feststellbar. Ohne Frage sind allerdings Fehlausbildungen auch auf körperlich wachstumsbedingte Nachteile rückführbar. Ich beschränke mich in meinen Ausführungen jedoch auf Normalfälle.

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Stullen für die Fremdarbeiter

Karl Heinz Ruthmann

Zwangsarbeiter gehörten zum Alltag Herrn Ruthmanns als Kind

Zu Ihrer Orientierung führe ich zunächst meine elterliche 5-köpfige Familie während der Kriegszeit an. Ich war das jüngste Kind, Geburtsjahr 1934, meine nächst ältere Schwester, Jahrgang 1930, besuchte die Mittelschule, meine älteste Schwester, Jahrgang 1924 wurde nach ihrer Ausbildung im Jahre 1943 zur Kriegsmarine dienstverpflichtet und arbeitete in einem Versuchsbetrieb für Marinewaffen in der Nähe von Eckernförde als Telefonistin. Mein Vater wurde im Jahre 1941 zum Militär eingezogen und arbeitete in seinem Beruf als Metzgermeister bei einer Versorgungseinheit des Heeres in Cambrai/Frankreich.

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Resümee: Karl Heinz Ruthmann

Als wichtigsten Teil meines Resümees will ich die Klugheit und Umsicht unserer Mutter hervorheben:

Sie hat in den entscheidenden Momenten stets die richtigen Schlüsse gezogen und sich zu den Maßnahmen entschlossen, die uns die körperliche Unversehrtheit und den Zusammenhalt in all den Wirren während Evakuierung, Flucht und Heimfahrt bewahrt hat!

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Rückkehr ins Ruhrgebiet nach Duisburg (06/1945)

Rückkehr des Vaters

Mein Vater war sogar eher in Duisburg als wir. Er bekam ja noch im April 1945 einen Marschbefehl in irgendeinem Ort nach Deutschland zur Verpflegungsausgabe. Das war aber ein fingierter Befehl. Der Kommandeur dieser Versorgungseinheit schickte seine Leute über diesen Weg praktisch nach Hause. „Leute, macht Euch vom Acker! Hier ist der Krieg gleich zu Ende.“ Dann ist er nach Duisburg gekommen und suchte unsere Verwandtschaft.

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