Pfannkuchenessen bei den Großeltern

Text von Ursula Ulrike Storks

Sehr, sehr gerne bin ich zu meinen Großeltern gegangen. Wir wohnten in Mülheim-Dümpten – auch „Königreich Dümpten“ genannt – und meine Großeltern in Styrum nahe der Kirche, die heute noch steht.  Der Weg zu ihnen war zu Fuß immer sehr weit. Weil die Straßenbahn damals viel Geld kostete, was meine Mutter nicht hatte, sind wir gelaufen.  

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Berufsleben

Trotzdem blieb ich 3 Jahre in der Möbelbranche, bis ich zur Firma Siemens in eine leitende Position als Sekretärin wechselte. Nach weiteren Jahren wechselte ich zur Firma Seibert Sinnes, ebenfalls in leitender Position. Nach der Heirat mit  meinem 2. Ehemann wechselte ich in sein Metier über, nämlich in den Bereich Gastwirtschaft/Restaurant. Meine letzte Stelle hatte ich bei der Firma Wissoll in Mülheim, ebenfalls in leitender Position als Sekretärin.

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Berufswahl

Als Kind wollte ich Lebensmittelverkäuferin werden. Ich bekam auch als Kind einen Kaufladen geschenkt, und dann habe ich mit meinen Freundinnen Verkaufen gespielt. Ich hatte  die Handelsschule 1954 mit 15 Jahren abgeschlossen und wusste, dass ich irgend etwas mit Büro machen wollte, Schreibmaschine und Stenographie hatte ich ja bereits gelernt, und beides lag mir.

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Die Sache mit der Religion

Erst-Kommunion

Ostern 1949 ging ich zu meiner Erst-Kommunion. In der Nachbarschaft und Familie wurde besprochen, wer etwas zu diesem Fest beisteuern kann: Wer hat Brot, Wurst, Mehl,  Salz usw.. Meine Mutter hatte für mich ein schönes Kleid von einer weiter weg wohnenden Verwandten bekommen. Ich fand mich auch sehr schick da drin, es war schön. Wenn man allerdings die Fotos sieht, sehe ich viel älter und krank aus, ganz schlimm.

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Schulzeit

Einschulung

Die Schildberg-Schule  wurde nach dem Auszug der Amerikaner ein bisschen renoviert, und im Spätherbst – es war schon Oktober 1945 – bin ich dann eingeschult worden. Da gab es ja nichts für eine große Feier. Ich besaß keinen Tornister. Ich hatte  nur eine aus Pappe gebastelte Mappe, Format DIN 4. Darin befand sich – wie bei allen anderen Schülern auch – meine Tafel. Einen Griffel hatte ich auch dazu, der so kratzte, und natürlich meine selbst gehäkelten Tafellappen, die ich während der Bombenangriffe im Bunker mit meiner Mutter gehäkelt hatte.

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Nachkriegszeit

Die Angst lässt nach

Der Dolmetscher hat dann zu uns gesagt, wir könnten reingehen, und es wäre alles in Ordnung. Es würde eine Regelung getroffen, wann und wie wir wieder zurück in unsere Wohnungen könnten. Das würde alles besprochen werden, aber es würde noch dauern. Danach durften wir einmal nach Hause gehen und nach unserer Wohnung gucken, wie es da aussah. Dort war auch unser Blockwart vor Ort und schrieb auf, in welchem Zustand sich unsere Wohnung befand. Gott sei Dank, unser Haus war stehen geblieben; die Wohnung selbst wies erhebliche Schäden auf und hatte keine Fensterscheiben mehr.

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Kriegsende

Einzug der Amerikaner

Als die Amerikaner am 11. April 1945 nach Mülheim kamen, waren wir Kinder aufgeregt, weil  es die Eltern auch waren. Was würde wohl passieren, wenn die jetzt kommen. – Und dann sind wir alle auf diesen Schlackenberg rauf, es war ja herrlichstes Wetter, und dann haben wir sie von mehreren Seiten sternförmig auf Mülheim  zukommen sehen. Als sie näher kamen, sind wir natürlich alle wieder runter, weil Panzer dabei waren.

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