Lesung Buchhandlung am Löhberg Nr.4

Am 21. November 2019 fand  eine Lesung von Zeitzeugen der ZeitZeugenBörse unter dem Titel
“Reisen in und aus der DDR” statt.

Jutta Loose erzählte von “Reisen bis zum Eisernen Vorhang – und der Blick dahinter”
und Dieter Schilling erzählte unter dem Titel “Waren Westreisekader Stasi-Begünstigte?”

WeiterlesenLesung Buchhandlung am Löhberg Nr.4

Kriegsende und Besetzung

durch Amerikaner und Russen in Halle/Saale 

(Sachsen-Anhalt)

Ich habe im Alter von 6 Jahren die letzten Kriegsjahre in meiner Geburtsstadt Halle/Saale erlebt. Die ersten Jahre des Krieges sind wir häufig in der Nacht durch Sirenengeheul aus dem Schlaf gerissen worden. Dann musste man schnellstens in einen Bunker oder, wenn die Zeit knapp wurde, den Luftschutzraum im Keller des Wohnhauses aufsuchen. Bis zum Jahre 1944 waren die Angriffe durch Bomber der Amerikaner oder Engländer  häufig auf die im Umland liegenden Industriezentren begrenzt, so dass in der Stadt nur geringe Zerstörungen entstanden. Ab dem Jahr 1944 waren die Luftangriffe sehr intensiv, und das vor allem am Tag.

WeiterlesenKriegsende und Besetzung

Wie ich an den Kochherd kam

Museum der Dinge, Berlin, Teil der Frankfurter Küche

Zu Beginn meiner ersten Ehe fragte meine Mutter anlässlich eines Besuches in meinem Elternhaus meinen Vater, ob er mir nicht gelegentlich Fleischwaren zu günstigeren Konditionen beschaffen könne. Schließlich betrieb mein Vater noch im Rahmen des großelterlichen Geschäftes traditionell eine Großschlachterei am städtischen Schlachthof in Duisburg-Meiderich. Da mein Vater sich fast ausschließlich mit dem Schlachten von Großvieh, also Rindern, befasste, wandte er ein, dass eine Versorgung meiner jungen in Familie aus dem Fleischbestand sich für ihn schwierig gestalten würde.

WeiterlesenWie ich an den Kochherd kam

Lesung: Haushalt im Wandel der Zeit

vom 15.08.2019

Die Buchhandlung am Löhberg Nr. 4 hat gemeinsam mit der ZeitZeugenBörse Mülheim an der Ruhr zu einer Lesung eingeladen. Thema dabei war:

Mutti hat jetzt Zeit für uns, denn sie kocht elektrisch

Haushalt im Wandel der Zeit

WeiterlesenLesung: Haushalt im Wandel der Zeit

Stullen für die Fremdarbeiter

Karl Heinz Ruthmann

Zwangsarbeiter gehörten zum Alltag Herrn Ruthmanns als Kind

Zu Ihrer Orientierung führe ich zunächst meine elterliche 5-köpfige Familie während der Kriegszeit an. Ich war das jüngste Kind, Geburtsjahr 1934, meine nächst ältere Schwester, Jahrgang 1930, besuchte die Mittelschule, meine älteste Schwester, Jahrgang 1924 wurde nach ihrer Ausbildung im Jahre 1943 zur Kriegsmarine dienstverpflichtet und arbeitete in einem Versuchsbetrieb für Marinewaffen in der Nähe von Eckernförde als Telefonistin. Mein Vater wurde im Jahre 1941 zum Militär eingezogen und arbeitete in seinem Beruf als Metzgermeister bei einer Versorgungseinheit des Heeres in Cambrai/Frankreich.

WeiterlesenStullen für die Fremdarbeiter

Fremdarbeiter auf einem Bauernhof

Pommern 1940 – 1945

Meine Eltern hatten einen Bauernhof von etwa 40 bis 60 Morgen Land, 10/12 Hektar so in der Richtung, und sie brauchten immer Hilfskräfte zum Bewirtschaften. Zum Haushalt gehörten meine Eltern, meine Oma und wir zwei Töchter.  Nach der Kriegserklärung wurden die männlichen Helfer bereits eingezogen und durch Fremdarbeiter ersetzt.

WeiterlesenFremdarbeiter auf einem Bauernhof

Zivilarbeiterinnen in Österreich

Was geschah mit Ihnen nach 1945?

Zuerst ein paar Worte zu den Begriffen. Man unterscheidet die zahlenmäßig kleinere Menge der Fremdarbeiter von der großen Masse der Zwangsarbeiter. Fremdarbeiter wurden zu Beginn der Krieges in den besiegten Ländern Westeuropas (Frankreich, Belgien etc.) angeworben mit dem Versprechen auf gleichen Lohn und gleiche Behandlung, die auch für die deutschen Arbeiter galten. Die Enttäuschung an den Bedingungen der Realität war bald groß.

WeiterlesenZivilarbeiterinnen in Österreich