Nachsatz zur Lesung: Als es in der Küche noch nach Seife roch

Wasch- und Badesitten in den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts

Die Lesung in der Buchhandlung Fehst, am Löhberg 4 durch drei Mitglieder der Mülheimer Zeitzeugenbörse zeichnete sich durch eine interessierte Besucherzahl aus. Das Thema Hygiene in den 30-er und 40-er Jahren brachte in den drei Vorträgen zwar zahlreiche Überschneidungen, wies jedoch infolge unterschiedlicher Familien- und Wohnverhältnisse einen beträchtlichen Erfahrungshorizont auf. Auch mangelte es nicht an humorvollen Einzelheiten. Interessierte Fragen aus dem Besucherkreis offenbarten sehr deutliche Unterschiede zu den verflossenen 7 bis 8 Jahrzehnten.

Lesung: Bade- und Waschgewohnheiten

Verfasst und vorgetragen auf einer Lesung in der Buchhandlung Fehst

von Frau Ch. Goller

Frau Ch. Goller
Frau Ch. Goller

In meiner Kindheit, also in den 40-er und 50-er Jahren des letzten Jahrhunderts, war die Körper- und Haushaltspflege noch sehr einfach. Für die Körperpflege – also zum Baden und täglichen Waschen – gab es nur Wasser und  Kernseife. Allerdings hatten wir in unserer Wohnung schon ein Badezimmer mit Badewanne und einem Gasboiler. Gels oder Badezusätze waren in den 40er Jahren noch nicht bekannt. Zum Eincremen kannte man nur Penaten- oder Niveacreme.

In den 50er Jahren hatten meine Eltern dann aber schon zum Waschen und Baden Palmolive Seife oder auch FA Seife. Sobald es etwas Neues auf dem Markt gab, haben meine Eltern es gekauft.

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Lesung: Waschtag

Als es in der Küche noch nach Seife roch
Bade- und Waschtage

Es steht außer Frage, dass die im Haushalt gebrauchten Textilien bei der Behandlung des Themas Hygiene ebenfalls zu berücksichtigen sind. Auch in diesem Bereich hat die Technik in zahlreichen Facetten Einzug gehalten. Ich will gar nicht so weit in Zeiträume zurückgreifen, in denen die Frauen oft gemeinschaftlich am Brunnen vor dem Tore oder am Bach in primitivster Weise Wäsche gewaschen haben. Schon bei Rückbesinnung auf meine Kindheit, also vor etwa 70 Jahren, bedeutete der Waschtag für die Hausfrau und Mutter eine gehörige Portion körperlicher Anstrengung.

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Lesung: Als es in der Küche noch nach Seife roch

Als es in der Küche noch nach Seife roch
Bade- und Waschtage

In der Buchhandlung Am Löhberg Nr. 4 in Mülheim findet die nächste Lesung der Zeitzeugen der ZeitZeugenBörse Mülheim an der Ruhr statt.

An diesem Abend geht es rund um das Thema Waschen. Die Zeitzeugen berichten von ihren Erlebnissen in den 30-er und 40-er Jahren des letzten Jahrhunderts. Wasser war ein ebenso wertvolles Gut wie Seife. Waschen war Weiberkam. Was bedeuten eigentlich Begriffe wie Waschhaus, -küche und -kessel, Wohnküche, Waschtage und -wochen? Die Samstage, die dem Baden vorbehalten waren, kommen ebenso vor wie ein Einblick in die damals übliche Wasserversorgung. Und wie unterscheiden sich die damaligen Badesitten und -gewohnheiten von den heutigen?

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