Endlich zur Schule dürfen

Wir sind als Flüchtlinge aus Pommern nach Schleswig-Holstein gekommen. Am Ende unserer Flucht landeten wir auf einem Gut, das einem Herzog gehörte. Herzogliche Güter gab es oben in Schleswig-Holstein einige. Wir hatten ein Zimmer, das war sehr primitiv – z. B. gab es nur eine Waschschüssel, das war alles, was wir hatten, da wurde nicht nur drin gewaschen, sondern sie wurde auch benutzt, um Gemüse sauber zu machen.

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Schulzeit nach dem Krieg

Meine Mutter war in den letzten Kriegszeit bereits zu ihrer Schwester nach Mülheim-Heißen gezogen; in Essen-West waren wir ja ausgebombt. Wir wohnten in der Nähe der zeche Rosendelle. Deswegen besuchte ich von November 1945 bis Mitte April 1946 (Ostern war am 19.04.1946) noch die 8. Klasse die Wilhelmschule am Fünter Weg in Mülheim. Damals hieß sie noch Wilhelmschule, heute am Blötter Weg. Das Mobiliar war noch genau so, sie ich es 1938 bei der Einschulung kennengelernt hatte. Fest verbundene Bänke mit Schreibplatz für jeweils 2 Schüler, allerdings angepaßt an das Alter und die Größe der Schüler. In diesem letzten halben Jahr konnte ich nicht mehr viel lernen. Die Klasse war neu eröffnet mit Schülern, die wegen der Kriegsereignisse ein oder zwei Jahre in diese Schule gehen konnten und somit noch viel Nachholbedarf hatten.

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Schule

Grundschule in der Musfeldstraße (1941 - 1943)

Karl Heinz Ruthmann mit obligatorischer Einschulungstüte
Karl Heinz Ruthmann zur Einschulung 1941

Meine Schulzeit war geteilt durch die unterschiedlichen politischen Systeme. Ich wurde 1941 während der Kriegszeit in Duisburg  in der Schule an der Musfeldstraße eingeschult. Wir hatten eine Klassenlehrerin, die zuvor bereits meine ältere Schwester unterrichtet hatte. Ich habe  im Grunde genommen keine besonders herausragenden Erinnerungen an diese Schulzeit, ausser dass wir eben dem System gemäß morgens die Lehrerin mit einem „Heil Hitler“ begrüßten.

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Schulzeit

Volksschule

Für Eva Timm begann die Volksschule 1933. Es waren 42 Kinder in der Klasse. Sie hatte fünf jüdische Mitschülerinnen in der Klasse, meist waren sie die intelligenteren. An Diskriminierungen kann sich Frau Timm nicht erinnern. Das schönste Mädchen in ihrer Klasse war Halbjüdin und hieß Ellen Rothschild; sie wurde nicht ‚abgeholt‘. – Noch heute weiß sie alle Namen: Dieta Elden, Gertrude Breslauer, Ilse Lesser.

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Meine Schulzeit von 1944 bis 1953

Klassenfoto_Kölner_Dom_1952_OriginalWährend des 2. Weltkrieges, März 1944, brachten meine Eltern mich aus gesundheitlichen Gründen in den Solling¹ am Harz zu Pflegeeltern. Zu dem Zeitpunkt war ich noch keine 6 Jahre alt.

Nach den Sommerferien, ich glaube es war September 1944, wurde ich im Solling in einer Dorfschule eingeschult. Wir waren mit 8 Jahrgängen in einer Klasse. Vor uns stand ein 75-jähriger, längst pensionierter Lehrer und teilte uns mit, alle Lehrer auch Junglehrer seien an der Front, und deswegen konnte noch kein Unterricht stattfinden. Das hieß also: Kaum waren wir eingeschult, wurden wir schon wieder ausgeschult. Für uns als die Kleinsten war es eigentlich gar nicht so unangenehm.

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