Horst Heckmann

Emma Heckmann

Seine Mutter, Emma Heckmann, wurde 1898 in Mülheim-Holthausen geboren. Sie wuchs mit einer Schwester und zwei Brüdern in einem auf der Anhöhe zur Walkmühle liegenden Kotten auf. Für Mädchen waren zu dieser Zeit die Möglichkeiten, einen Beruf zu erlernen, sehr gering.  So betätigte sie sich in dem Haushalt eines in der Nähe liegenden Bauern als Hausgehilfin und war eine billige Kraft für eine Vielzahl von teilweise niederen Arbeiten.

Heinrich Heckmann

Sein Vater, Heinrich Heckmann,1897 geboren, wuchs mit 11 Geschwistern in Mülheim-Winkhausen auf. Nach der Schule lernte er bei der Firma Thyssen in Mülheim den Beruf des Drehers, und als solcher arbeitete er auch dort. Er nahm am 1. Weltkrieg von 1914 - 1918 (alle vier Jahre) teil, meistens an der Front, wurde bei Verdun und später noch an der Somme verwundet. Als er zurückkam, herrschte große Arbeitslosigkeit vor, sodass er auch bei Thyssen keine Arbeit mehr fand. 

Großvater Heckmann

Der Großvater besaß in Holzhausen ein Restaurant und war später Schiffer auf der Ruhr.

Jugend im Kampf

Die Hitlerjugend kam schon vor 1933 auf, und war öfter in Kämpfe mit der kommunistischen Jugend verstrickt. Es war wohl im Sommer an der Wedau, eine Seen- und Badelandschaft im Duisburger Süden, wo der kleine Horst mit seinen 3 Jahren die Besorgnis hatte, seinen Badeanzug nicht nass zu machen. Er bekam einen Kampf zwischen den  beiden politischen Lagern mit. Wie heftig muss dieser gewesen sein, dass es bei dem kleinen Horst bis heute noch so einen großen Eindruck hinterlassen hat.

Zu Hause

Spielkameraden fand der junge Horst direkt in der Nachbarschaft. Fußball wurde auf einem großen Bürgersteig vor einer Bäckerei gespielt, auch wenn der Ball schon mal über einen niedrigen Zaun ging und die Erwachsenen entsprechend reagierten. Auch Scherze waren eine beliebte Freizeitbeschäftigung, wie z. B. „Klimpermännchen“: Da wurde ein Streichholz in den Klingelknopf gedrückt … 

Machtübergabe

An den Tag nach seinem 6. Geburtstag kann Horst Heckmann sich noch gut erinnern, es war der Tag, an dem in Mülheim die sogenannten „Machtübernahme“ gefeiert wurde. Alle in der Familien zogen zur Adolfstraße, um das große „Drama“ anzusehen, denn es sollten Männer kommen, in braunen Uniformen und mit Fackeln. 

Letzte Artikel von Brigitte Reuß (Alle anzeigen)