Berichte

INHALTSVERZEICHNIS

 

1 Führerscheinprüfung in den 1920 er Jahren in Paderborn – Kaufmann Johannes Bode, Paderborn erinnert sich
2 Ehemalige Frontsoldaten Paderborn 1932 – Ein Zeitzeuge erinnert sich
3. Arbeitslosigkeit in den 1930ern in Paderborn
4. Am Tag als der Zweite Weltkrieg begann – Zeitzeugen erinnern sich
5. Als mein Vater eingezogen wurde – Zeitzeugen erinnern sich

 

 

1. Führerscheinprüfung in den 1920 er Jahren in Paderborn – Kaufmann Johannes Bode, Paderborn erinnert sich

 

Führerscheinprüfung in den 1920er Jahren – ein Zeitzeuge erinnert sich

Ich hatte gespart, so dass ich das Geld für den Erwerb des Führerscheins und meines ersten Autos beisammen hatte.

Zu dieser Zeit besaßen in Paderborn lediglich, meiner Kenntnis nach, der Bürgermeister und ein Paderborner Arzt einen privaten Wagen. Die Aufregung in der Stadtverwaltung war groß als ich mich als Privatmann zur Führerscheinprüfung anmeldete.

Anfang 1928 wurde ich vom Bürgermeister zur Führerscheinprüfung ins Paderborner Rathaus geladen. Vor Ratsherren und Bürgermeister legte ich meine Prüfung ab. Ich erläuterte den anwesenden Herren die technischen Details des Motors meines neu erworbenen BMW Dixies. . Anschließend wurde mir im Rahmen einer Feierstunde mein Führerschein überreicht. Damit hatte Paderborn mindestens drei Autofahrer.

Quelle: Zeitzeugenbericht Johannes Bode von 1983- dokumentiert von seiner Tochter Christa-M. Riedel

 

2. Ehemalige Frontsoldaten Paderborn 1932 – Ein Zeitzeuge erinnert sich

An einem Spätnachmittag hörten wir Musik. Das konnte nur bei „Hesters Volkshalle“ am Rosentor sein, also hin.Dort war eine Formation mitMusikkapelle in feldgrau mit Stahlhelm angetreten. Es waren ehemalige Frontsoldatendes Krieges. Es stand dort auch eine große Gruppe in Zivil mit vielen Fahnen.Aus dieser Gruppe kam ein Sprachchor: „Lieber´n Papphelm auf´n Stahlkopp als nen Stahlhelm auf´n Pappkopp!“.Von den Feldgrauen kam: „ aus der Fahne schwarz-weiß-rot stahln se uns das weiße,se haben se dann mit Senfbeschmiert, jetzt ist es nur noch sch….ße.“

Zeitzeugenbericht – dokumentiert von Ch. Riedel

 

3. Arbeitslosigkeit in den 1930ern in Paderborn – ein Zeitzeuge erinnert sich

Ich ging mit meinem Vater die Heierstraße entlang. Vor einem Haus sah ich eine lange Schlange von Männern stehen.Mein Vater erklärte mir, dass das betreffende Haus das Arbeitsamt sei. Männer, die keinen Lohn mehr bekommen würden müssten hier ihr „Stempelgeld“ abholen.

Im Haus Nr. 18 in der Heierstraße war im Jahre 1926 die „Arbeitsvermittlungsstelle“ eingezogen. Sie wurde 1928 in„Arbeitsamt“ umbenannt. 1932 gab es in Deutschland 5,52 Millionen Arbeitslose mit ganz geringer Unterstützung.

 

Quelle: Zeitzeugenbericht – dokumentiert von Christa M. Riedel

 

4. Am Tag als der Zweite Weltkrieg begann – Zeitzeugen erinnern sich

Wir Kinder kamen vom Spielplatz am Kasseler Tor. Frau Ortmann saß im Fenster und rief uns zu “Kinder, lauft nach Hause, es ist Krieg”. Wir gingen nach Hause. Mit dem Wort Krieg konnten wir nichts anfangen.

Durch Radio und Mundpropaganda hatten meine Eltern von der Verdunkelung, die am selben Tag begann, erfahren. Meine Eltern, Geschwistern und ich hängten Decken vor die Fenster am Abend. Für uns Kinder war es spannend.

Zeitzeugenbericht – dokumentiert von Christa- Maria Riedel

 

5. Als mein Vater eingezogen wurde – Zeitzeugen erinnern sich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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