Zwei auf einen Streich

Fachforum für Seniorenvertretungen im Rhein-Sieg-Kreis und SeniorInnenleiterrunde Lohmar

Ein Rückblick auf den Workshop in Bad Honnef von Franz König
Franz König und Karl-Heinz Bayer im Gespräch mit anderen Teilnehmenden
Franz König und Karl-Heinz Bayer im Gespräch mit anderen Teilnehmenden

Schon die Ankündigung des Workshops für Coesfeld hatte ich gelesen und erfahren, dass in jedem Regierungsbezirk des Landes Nordrhein-Westfalen ein solcher stattfinden soll, insgesamt also fünf. Als ich die Ausschreibung für Bad Honnef gelesen hatte, hatte ich Lust gehabt, mich anzumelden. Das Thema reizte mich. Aber ich zögerte, weil mir klar war, dass ich mir mit der Teilnahme an diesem Workshop wieder etwas Neues „ans Bein binden würde.“ Die Information leitete ich an Karl-Heinz Bayer weiter, denn er ist mit verschiedenen Projekten im Internet unterwegs und außerdem gewählter Seniorenvertreter der Stadt Lohmar. Erst zögerte er, beschäftigte sich aber dann mit der Ausschreibung und motivierte mich, als Tandem-Mann mitzumachen.Wir meldeten uns an und waren gespannt, was uns erwarten würde. Die Art der Online-Zusammenarbeit mit Foren und Wiki kannte ich schon von früheren Workshops, für Karl-Heinz Bayer war das neu. Wie einfach wird sich aber die Arbeit mit WordPress gestalten? Ist es wirklich so einfach, wie man vielerorts liest und hört? Schaue ich nämlich in diverse Foren, stelle ich fest, dass es viele Antworten gibt, viele Fragen, die sich mit speziellen Problemen der Plugins beschäftigen und es schien mir gar nicht so einfach zu sein, damit eine Homepage zu gestalten. Wen würde ich treffen? Ich war gespannt.

Wir bekamen die Anmeldebestätigung und so nach und nach konnte ich den Vorstellungsrunden entnehmen, dass ich mich auf den Workshop freuen konnte. Insbesondere, weil ich die Arbeit von Daniel Hoffmann als Moderator bereits kennengelernt hatte, war ich überzeugt, dass das etwas werden würde. Auch Antonie Dell, die ja bei Forum Lernen unheimlich aktiv ist, sollte ich endlich mal persönlich kennenlernen.

Die AG Online-Recht bei der Arbeit
Die AG Online-Recht bei der Arbeit

Und tatsächlich, es zeigte sich eine unglaublich entspannte Situation bei der Begrüßung am ersten Präsenztag und danach in den Arbeitsgruppen. Wir beschäftigten wir uns mit den Themen „Online-Recht“, „Dienste und Anwendungen im www“ und mit „Unterstützungsmöglichkeiten für potentiell interessierte NutzerInnen und Projektbeteiligte“. Die Ergebnisse stellten wir im Plenum vor und Aufgabe der nächsten zwei Wochen war es, innerhalb der jeweiligen Arbeitsgruppe ein Merkblatt zu erstellen. Dazu sollten wir ein Wiki nutzen und die Zusammenarbeit über Internet unter Nutzung der Möglichkeiten, die uns das Forum Lernen bietet, organisieren. Wir sollten alles ausprobieren. So tauschten wir uns innerhalb der Arbeitsgruppe „Online-Recht“ aus, nutzten den Chat und auch Skype und einigten uns, welche Formulierungen in die Endfassung genommen wurden und wer den Text als Ergebnis der Arbeitsgruppe auf die Plattform hochladen sollte. Das Ergebnis wurde von den anderen Teilnehmern des Workshops kommentiert und schließlich in die Endfassung gebracht. So lernten wir geradezu nebenbei verschiedene Funktionen der Plattform kennen.

Während der ersten beiden Präsenztage wurde uns eine Einführung in WordPress vermittelt. WordPress schien sehr einfach zu sein. Ich nutze Typo 3 als Content-Management-System in unterschiedlichen Varianten, und obwohl ich dabei nur eingeschränkte Möglichkeiten habe, ist es mir zu unflexibel und insgesamt zu kompliziert für einfache Anwendungen. Anders bei WordPress. Nach wenigen Übungen stand das Grundgerippe der Seite. Wir testeten verschiedene Vorlagen und passten diese dann an, aktivierten das mächtige PlugIn „Jetpack“, probierten einzelne Module aus und tauschten uns im WordPress-Forum aus. Das war der Schwerpunkt im zweiten Teil der Online-Arbeit.

Beim dritten Präsenztag wurde von allen die schöne Atmosphäre und das gute Arbeitsklima während der vergangenen Online-Phase gelobt. Für die zweite Onlinephase erhielten wir eine Einweisung und beschäftigten uns mit der Erstellung von Werbematerialien. Tipps und Tricks konnten wir im Forum „Textwerkstatt und Öffentlichkeitsarbeit“ austauschen. Jeder konnte sich nach seinen Vorlieben und Kompetenzen einbringen. Ich biete z.B. kostenlose Visitenkarten zur Bewerbung eines Projektes an. Material für die Pressearbeit wurde uns zur Verfügung gestellt, Vorlagen für Flyer erarbeitet und Möglichkeiten der Sponsorengewinnung erörtert.

Während der letzten Online-Phase wurden uns verschiedene PlugIns für WordPress vorgestellt, deren Funktionsweise wir ausprobieren und prüfen sollten, was und ob davon etwas für unsere Gestaltung oder für die Funktionsweise der Seiten brauchen könnten. Durch spezielle Wünsche und Vorkenntnisse einzelner Teilnehmer erreichte das eine technische Tiefe, die ich nicht durchwaten konnte. Aber ich habe gelernt, dass WordPress einfach ist und dass es für fast jedes Problem eine Lösung gibt. Und ich finde es gut, dass man sich das an PlugIns heraussuchen kann, was von Interesse ist. Damit kann man sich intensiv beschäftigen und belastet sich nicht mit unnötigen Problemen.

Auch die letzte Online-Phase wurde beendet durch einen Präsenztag, bei dem die entstandenen Seiten präsentiert wurden. Besonders das vorläufige Ergebnis des Frankenthaler Tandems, die noch nicht fertigen Seite, rein offline und als „Touchware“ vorzustellen, war eine tolle Präsentation und hat für viel Spaß gesorgt.

Karl-Heinz Bayer hat eine Homepage erstellt für die Seniorenvertreter des Rhein-Sieg-Kreises, um die Vernetzung auf dieser Ebene voranzubringen. Die Arbeit an WordPress hat ihn so begeistert, dass er die anderen von ihm betreuten Systeme auf WordPress umstellt.

Offline-Kommentieren
Offline-Kommentieren

Mir hat er die Seite für die SeniorenleiterInnenrunde, ein Netzwerk der Lohmarer Seniorenarbeit eingerichtet, denn ich wollte als Tandem-Mann zwar ausprobieren, ihm aber seine Seite nicht „zerschießen“. Übungsweise hatte ich zuerst eine andere Seite, auf die wir allerdings dann verzichtet hatten.

Auf meiner Seite müssen noch Bilder eingearbeitet und die Darstellung der Netzwerkmitglieder umgestaltet werden. Auch sonst ist noch eine Menge zu erledigen. Karl-Heinz Bayer motiviert mich zurzeit, für den Verein zur Förderung der Seniorenarbeit in Lohmar eine weitere Homepage in WordPress anzulegen. Da ich aber bisher noch niemand dafür gewinnen konnte, der auch die Arbeit macht, ist abzusehen, dass ich mir damit wieder „etwas ans Bein binden würde.“

Der Workshop LoOG kann viele Projekte im Quartier sichtbar machen. Lokale Online-Gemeinschaften – eine geniale Idee und Möglichkeit zur Realisierung. Hier erhält man das Rüstzeug unter fachkundiger Anleitung und ist daher unerlässlich. Es war ein Workshop, der für mich in jeder Hinsicht eine Bereicherung war. Dafür danke ich allen Teilnehmern und vor allem dem Moderator. Spannend bleibt die weitere Entwicklung. Alle Teilnehmer sind nach Absolvierung des Workshops Mitglied des Netzwerkes LoOG.

Links zum Beitrag:

SeniorenleiterInnenrunde Lohmar
www.unser-quartier.de/slr-lohmar

Fachforum der Seniorenvertretungen im Rhein-Sieg-Kreis
www.unser-quartier.de/ksv-rhein-sieg

Socialmedia

Daniel Hoffmann

Seit 1995 Mitarbeiter im Kuratorium Deutsche Altershilfe in Köln. Projektleiter des Forum Seniorenarbeit NRW und verantwortlich für den Themenschwerpunkt "Engagement älterer Menschen in der digitalen Gesellschaft".
Socialmedia

Schreiben Sie einen Kommentar