Weitere Bilder und eine kleine Beschreibung vom Ostsee Segeltörn 2019

So, jetzt sind die letzten Bilder vom Labor zurück. Es sind soo viele, dass ich nur ein Bruchteil verwenden konnte.

Gleich bei der Ankunft  im Museumshafen von Greifswald  hat Elvira eine Liste mit Lebensmittel für die kommende Woche zusammengestellt. Diese Liste habe ich mit ihr dann im „Marktkauf“ eine Stunde vor Ladenschluss abgearbeitet. Auf drei Zettel waren die unterschiedlichsten Sachen aufgeschrieben. So sind wir durch den Laden hin und herlaufen, um, ich sag mal zu 95%, alles einzukaufen.

Wir wurden schon auf die Vermisstenliste gesetzt, da wir beschlossen hatten, am ersten Abend zum „Chinesen“ zu gehen und die „Mann(frau)schaft“ auf uns wartete, denn die Getränke waren schneller eingekauft, als die Lebensmittel. Schon mal vorweg bemerkt, die Lebensmittel und auch der Einkauf der Getränke reichte bis zum Ende des Segeltörns. Am letzten Abend gab es Resteessen, das so super aussah und schmeckte, dass es so eine Kombination nie wieder geben wird.

Am Sonntagmorgen segelten wir zum nächsten Hafen nach Stralsund. Bei aufgewühlter See wurde nur das Focksegel gesetzt. Na, die Bilder von Stralsund sprechen für sich.

Die kommende Nacht war sehr stürmisch, sodass sich das Klappern der Segel anderer Segelboote, wie ein schöner Gesang in meinen Ohren anhörte. Der Klabautermann hatte über Nacht unsere Stelling „entwendet“, sodass die Skipper sich in jedem Hafen etwas haben einfallen lassen müssen.

Montagmorgen ging es sehr stürmisch nach Hiddensee. Im Hafen von Vitte angekommen, mussten die Skipper noch mal umsetzen, da der Hafenmeister für uns einen anderen Platz vorgesehen hatte.

Die Besonderheit an diesem Hafen bestand darin, dass wir für den Strom immer einen Euro einwerfen mussten. War er „aufgebraucht“ wurde wieder ein Euro eingeworfen, das konnte zu jeder Tages-  oder Nachtzeit passieren.

Dienstag war „Landtag“ vorgesehen. Dieser Tag gestaltete sich recht ungemütlich, da es immer wieder Regenschauer gab. Ganz Verwegene schaffen es aber doch, bis zum Leuchtturm am Dornbusch zu kommen. Wir anderen waren mit der Kutsche bis Kloster gefahren worden und hielten uns in dem Ort auf.

Mittwochmorgen sollte es nach Sassnitz weitergehen, doch unsere Skipper endschieden zusammen mit Wolfgang nach einer kurzen Beratung, einen weiteren Landtag einzulegen, da die Ostsee noch zu stürmisch war. Hurra, noch einen Tag auf Hiddensee. Für mich war es ein unerwartetes Geschenk, denn ich liebe diese Insel. Elvira, unsere Finanzministerin,  „kaufte“ Karten für den Inselbus, sodass wir den ganzen Tag „freie“ Fahrt auf der Insel hatten, die jede/r für sich anderes nutze.

Donnertag segelten wir über Kap Arkona nach Sassnitz. Damit wir schöne Fotos machen zu konnten, segelten unser Skipper nahe am Naturschutzgebiet vorbei – zu nahe. Oh, oh da hatte uns die Wasserschutzpolizei auf dem Kieker und wir bekamen ein Ticket.

Im Hafen Sassnitz angekommen, legte der Skipper nahe der sanitären Anlagen an. Der Hafenmeister hatte einen anderen Platz für uns vorgesehen, ließ uns aber gewähren. Hier gab es für uns keine Stromzufuhr. Unserem Skipper Harry ließ es keine Ruhe. Er telefoniere mit einem, der einen kannte, der wusste, wie wir mit Hilfe von irgendwelchen „Überbrückungskabeln“ doch Strom  bekamen.

Am Freitag ging es von Sassnitz nach Greifswald zurück. Bei schönem Wetter segelten wir los und kamen bei Schietwetter an. So ging unsere Seereise mit  „ Freudentränen“ zu  Ende. Eva sang zum Abschied ein selbstkomponiertes Lied.

Nach dem Resteessen, Leergutrückgabe, Tanken und Proviant für die Rückreise gingen wir noch mal zusammen durch die nächtliche Stadt, um uns ein letztes Eis zu Gönnen, das nicht ganz so gut schmeckte, wie auf Hiddensee in der Eismanufaktur.

Samstagmorgen gab es um 7 Uhr Frühstück. Es hatte sich so eingespielt, dass Grazi den Kaffee  kochte und ich den Frühstückstisch deckte. Es waren noch 10 Eier übrig, aus denen  Rührei mit Speck gebraten werden sollte. Mir erschien es zu aufwendig, sodass ich entschied, die Eier zu Kochen. Grazi setzte diese auf und ging dann eine rauchen. Als ich sah, dass die Eier kochten, wie lange weiß ich nicht, ließ ich sie noch 4 Minuten köcheln und schreckte sie dann ab. Jeder konnte sich zum Frühstück eines wegnehmen zum sofortigen Verzehr oder für die Heimfahrt. Die Bemerkung von Trygve war sinngemäß:
Ich habe noch nie so unterschiedlich, schlechtgekochte Eier eine Woche lang gegessen. Ihr solltet mal einen Kurs im Netzwerk 55plus anbieten, wie man Eier richtig kocht.

Für mich war es ein unvergessliches Erlebnis, das so nicht wiederkommt. Die unterschiedlichsten Temperamente kamen zusammen. Für Wolfgang als Hahn im Korb war es nicht immer leicht, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Teamgeist war gefragt, dass nicht allen klar war, sodass es schon mal harkte. Doch als Teamplayer habe ich jeden Sturm gemeistert.

Neues aus dem Lesekreis 55plus

Alexas_Fotos / Pixabay

 Datum 27. September 2019

Liebe Lesefreunde,

welch ein Fest der Farben, dieser Chagall! Auch wenn wir in kleinformatigen Abbildungen nur den Eindruck erahnen können, den die großen Originale und erst recht die Glasfenster der späten Epoche auslösen, so nimmt uns doch die einzigartige Komposition seiner Bilder auch in den Reproduktionen gefangen. Wir erkennen die Gestalten, Tiere, Pflanzen und Gebäude – aber es sind keine realistischen Abbildungen einer konkreten Begebenheit oder eines Ortes. „Dass ich Kühe, Milchmädchen, Hähne und russische Provinzarchitektur als Formvorlage nutze, liegt darin begründet, dass diese Dinge Teil  jener Umgebung sind, aus der ich stamme und die zweifellos von allen Ereignissen in meinem visuellen Gedächtnis die tiefsten Eindrücke hinterlassen hat“, so Chagall in einem Interview von 1944. Seine Zeichnungen und Gemälde sind Werke der Imagination, nicht Dokumentationen einer objektiven Realität. Wenn seine Figuren schon in den frühen Werken den festen Boden verlassen, schweben, fliegen, sich quer oder kopfüber durch das Bild bewegen, dann ist das kein formaler „Trick“, mit dem sich der Künstler interessant machen will, sondern ein bildnerisches Mittel, mit dem das Wesen der dargestellten Figur zum Ausdruck kommen soll:  Der in der Kammer im Bett liegende Mensch schläft, das fliegende Bett zeigt ihn als Träumer….  Schon das freie, bodenlose Stellen der Figuren in das Bild nimmt ihnen Erdenschwere. Auch die Darstellung von zeitlich differierenden Ereignissen auf einem Bild, seine „Erzählstruktur“ trägt dazu bei, zusammen mit anderen „surrealen“ Elementen Chagalls Werken jene „Geistigkeit“ zu verleihen, die viele seiner Werke auszeichnet.

Auch wenn sich viele einem Thema zuordnen lassen, entziehen sie sich einer einfachen Übersetzung von (wiederkehrenden) Symbolen. „Ich kenne meine Bilder nur zu gut. Sie sind ein Teil von mir, aber ich weiß nicht, wovon sie handeln“ (Chagall). Ein alles verbindendes Element gibt es: „In ihr (der Liebe) liegt die wahre Kunst: Das ist meine Technik, meine Religion; die neue und die alte Religion, die uns aus ferner Zeit überliefert ist“ (Chagall).

In unserer Diskussion am 23.9. hatten wir auch Gelegenheit, neben Barbara Krauses einfühlsamer Romanbiographie auch andere kritischere Berichte zu erörtern. Weil einige regelmäßige TeilnehmerInnen nicht dabei sein konnten, wollen wir bei unserem nächsten Treffen noch einmal über Chagall sprechen. Daneben wollen wir uns aber auch einer anderen Künstlerin zuwenden: Der 11 Jahre früher geborenen, leider schon mit 31 Jahren verstorbenen Paula Modersohn-Becker. Anders als der aus armen Verhältnissen stammende Moische Sacharowitsch Segal (Marc Chagall) kommt Paula Becker aus einem gutbürgerlichen Elternhaus. Während Chagall schon mit 27 Jahren internationale Anerkennung findet (1911), hat Paula zu Lebzeiten gerade mal 5 Bilder verkauft. Allerdings verschaffte ihre radikal vereinfachende, um nicht zu sagen „grobe“ Malweise ihr kaum spontane Anhänger. Erst nach ihrem Tod (1907) wurde sie in großen Ausstellungen bekannt und wird seit dem 2. Weltkrieg breit gewürdigt, insbesondere aus feministischer Sicht.

Zum Leseeinstieg empfehle ich den ausführlichen Wikipedia-Artikel und die Biographien von Barbara Beuys, P.M-B. und Rainer Stamm, Ein kurzes intensives Fest. Die Biographien enthalten auch eine Auswahl von Bildern. Mehr Werke finden Sie bei Brigitte Uhde-Stahl – Paula Modersohn-Becker – Gemälde.

Ich freue mich auf unser nächstes Treffen am
28. Oktober um 19 Uhr im Gemeindehaus
und grüße Sie herzlich

Ihr Wolfram Reutlinger

Die ersten Fotos vom Segeltörn

Wir laufen in Greifswald aus.

 

 

 

 

 

 

Hier war Mithilfe angesagt.

 

 

 

 

 

 

 

Ankunft in Stralsund.

In Vitte auf Hiddensee angekommen.

Sonnenaufgang in Vitte.

 

 

 

 

Zwei wunderschöne Tage auf Hiddensee.

 

Wir geniesen das schöne Wetter auf “ hoher“ See.

 

Es geht um Rügen herum über Kap Arkona nach Sassnitz.

Unser Knöllchen …
… die Einfahrt in den Greifswalder Museumshafen …

 

… umweltfreundlicher Empfang durch den Hafenmeister.
Sonnenaufgang in Sassnitz.

Für Wolfgang als Hahn im Korb,  war es nicht immer einfach, die gackernden Hühner zu bändigen. Damit er abends noch frisch aussah, habe ich ihm einmal mein Rouge geliehen.

Einlaufen in den Museumshafen von Greifswald.

 

Unser letzter Abend in Greifswald.

 

Es geht nach Hause.

Die Handyfotos sind von Elvira, Grazi, Karin und mir.

Eine Woche Ostsee-Segeltörn

Die Klipperaak Vertrouwen / Zwar Dortmund

Ich beginne meinen Beitrag mit dem Abschlußlied vom letzten Abend nach dem Einlaufen im Museumshafen Greifswald.
Eva hatte  nachfolgendes Lied verfasst und zum Besten gegeben.

Vertrouwen Song

nach der Melodie von: Hab mein Wagen vollgeladen….

Und das Schiff wurde beladen
mit `ner tollen Truppe.
Rund um Rügen übern Bodden
segeln sie mit der Vertrouwen.
Der Trygve und der Harry lachten
wenn die Truppe Scherze machte.

#Plattbodenschiff ahoi, ahoi #

Hiddensee,  das war schon Klasse
Kutschfahr`n hat auch sehr gefallen.
Kap Arkona zu umrunden
dauerte ganz viele Stunden.
Doch haben wir den Tag genossen
trotz Polizei und lauten Trossen.

#Plattbodenschiff ahoi, ahoi#

Unser Törn geht nun zu Ende
leider ist die Zeit nun um,
müssen von Euch Abschied nehmen.
Uns bleibt die „ERINNERUNG“.
Dank an die „Vertrouwen“Fahrer
wir wünschen Euch noch viele gute Jahre.

#Plattbodenschiff ahoi, ahoi#

Textidee und gesungen :
Eva Bundesmann

Hier bin ich Mensch, hier kann ich´s sein