Die Bislicher Insel

Wegweiser NaturForum Bislicher Insel; Foto: privat
Wegweiser NaturForum Bislicher Insel; Foto: privat

Was für ein Tag, blauer Himmel, keine Wolke zu sehen. So wünschen sich Wanderer den Tag. Heute soll es zur Bislicher Insel gehen. Die Bislicher Insel liegt zwischen Ginderich und Xanten.
Schon am Treffpunkt waren wir am schwitzen. Bei 29 ° Grad in der Sonne lief uns der Schweiß nur so am Körper herunter. Trotzdem waren wir voller Erwartung, was uns vor Ort erwarten würde. Mit drei klimatisierten Autos machten wir uns auf den Weg.
Im Naturforum, erwartete uns schon der Forstwart. Nach einem super gutem Vortrag über die Entstehung und der heutigen Nutzung der Bislicher Insel, lag eine Wanderung von ungefähr 3,5 Stunden vor uns.  Trotz hoher Temperaturen machten wir uns auf den Weg, um das Naturschutzgebiet für Mensch und Tier kennen zu lernen.

Kornblumen; Foto: privat
Kornblumen; Foto: privat

Gleich am Anfang, der Wanderung wurde uns eine nette Geschichte erzählt, die ich den Lesern nicht vorenthalten möchte. Am Wegesrand stand die Wegwarte. Wir alle hielten diese Blume für eine Kornblume, das war falsch. Die Geschichte:

Ein unglückliches Mädchen bekam keinen Mann ab, da hörte sie das der liebe Gott hier vorbeikommen sollte. Das Mädchen wartete den ganzen Tag vergebens am Straßenrand, doch der liebe Gott kam nicht vorbei. Am anderen Tag suchten die Eltern nach Ihrer Tochter. Am Straßenrand fanden die Eltern aber nur eine schöne Blume. Weil niemand mehr da war, nannten sie die Blume Wegwarte zum Gedenken an ihre verloren gegangene Tochter.

Der Naturschutz steht im Vordergrund. Auf der Bislicher Insel darf nicht mehr gebaut werden, alte Bewohner aber schon. Ihre Häuser stehen auf einer sogenannten Warte, die Anhöhe liegt ein Meter über der Hochwassermarke des Rheins.
Auf unserer Wanderung konnten wir von den Beobachtungsständen aus mit unseren Ferngläsern die schönsten Tiere beobachten. Da waren Blesshühner, Haubentaucher, Tauchenten, Wildgänse und der seltene Eisvogel. Der Eisvogel brütet im Wurzelwerk von großem umgestürztem Baumen. Auch die Landschaft war eine Augenweide: gelb blühende Wiesen, tolle Seen, sogar die Spur der Biber haben wir am Wegesrand gefunden, angenagte. umgefallene Bäume zeugten davon. Nach gut 3,5 Stunden ging unsere Lehrwanderung zu Ende. Müde und geschafft kehrten wir ins Auen-Cafe ein.

Pause im Auen-Café; Foto: privat
Pause im Auen-Café; Foto: privat

An einem großen Tisch nahmen wir alle Platz, der Ruf nach Wasser war groß. Doch so mancher bestellte sich auch ein riesiges Stück Kuchen. Frohen Mutes traten wir vergnügt die Heimreise an. In der Hoffnung das es die Bislicher Insel noch lange gibt.

Neues aus dem Lesekreis 55plus!

Alexas_Fotos / Pixabay

Datum 3. August 2018

Liebe Lesefreunde,

Sie wundern sich vielleicht, dass Sie so schnell wieder die nächste Einladung erreicht. Aber die Dauerhitze lähmt nicht nur fast alle Aktivitäten, sie droht auch, noch frische Eindrücke und Erinnerungen auszutrocknen.

Daher nutze ich die imaginäre Kühlung durch eine zarte Wolkendecke, um unser letztes Treffen noch einmal kurz aufzurufen.

Wir waren wieder Gast in der Bücherei Meerbeck. Herr Weinbrenner schilderte die schwierige Lage der ehrenamtlich geführten Bücherei. Das nachlassende Leserinteresse mit entsprechendem Besucherschwund, insbes. die geringe Nachfrage von Kindern und Jugendlichen, machen ihr zu schaffen. Hinzu kommt die Sorge um den (bisher mietfreien) Standort, da die städt. Wohnungsgesellschaft die Räume an der Jahnstraße aufgeben und in ein neues Gebäude ziehen wird.

Dabei verfügt die Bücherei über einen großen wohlsortierten Bestand und reagiert schnell auf Leserwünsche. So können Sie folgende Titel, die ich auf der Suche nach unterhaltsam spannender Literatur aus Georgien entdeckt habe, ab sofort dort entleihen:

  • Michel Dschawachischwili, Das fürstliche Leben des Kwatschi K.
  • Abo Iaschagaschwili, Royal Mary – ein Mord in Tiflis

Auch die in meiner Einladung vom 26. Juli genannten Werke von Tschingis Aitmatow  gehören zum Bestand der Meerbecker Bibliothek.

Nicht dazu zählt der von Frau Kühnen vorgestellte über 1200 Seiten starke Roman Das achte Leben von Nino Haratischwili, einer in Berlin lebenden und Deutsch schreibenden jüngeren Autorin. Das von der Kritik hochgelobte Buch schildert die Schicksale ihrer georgischen Familienmitglieder von 1900 bis ins Deutschland des Jahres 2006.

Bei der Suche nach zeitgenössischer Literatur aus dem Kaukasusraum ist mir aufgefallen, dass viele Autoren, die über ihre Heimat in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion schreiben, inzwischen im „Westen“ leben, vor allem in Europa und hier wiederum gerade in Deutschland. Das gilt auch für Schriftsteller aus dem Orient. Viele gehören inzwischen zum festen unverzichtbaren Bestandteil unserer deutschen Kultur – wie zum Beispiel Rafik Schami oder Navid Kermani.

Und wenn wir an die geflüchteten „Zuwanderer“ aus Südosteuropa denken, wie Paul Celan oder Rose Ausländer, Oskar Pastior oder Hertha Müller oder – noch davor – an „urdeutsche“ Autoren wie Siegfried Lenz oder Günter Grass: Sie alle haben ihre nicht-(mehr)-deutsche Heimat in ihrem Herzen bewahrt und mit ihren Worten beschworen, sie uns in ihren Erzählungen näher gebracht, anvertraut und so zu unserem gemeinsamen kulturellen Erbe gemacht.

Wenn wir uns dies bewusst machen, dann wird der Anachronismus der aktuellen Migrationsdebatte deutlich und entlarvt sich als perfide Inszenierung machtgeiler Spekulanten.

Gern möchte ich noch zwei Empfehlungen Herrn Weinbrenners nennen:

  • Kazuo Ishiguros Der begrabene Riese. Im durch den Bürgerkrieg zwischen keltischen Briten und Angelsachsen zerstörten England des sechsten Jahrhunderts macht sich ein Ehepaar auf die Suche nach seinem Sohn und begegnet im Nebel des frühen Mittelalters neben Gestalten aus der Artus-Sage auch Drachen und Dämonen.
  • Monika Maron, Munin oder Chaos im Kopf. Eine Schriftstellerin erhält den Auftrag, für eine Festschrift einen Beitrag über den 30jährigen Krieg zu schreiben. Tags muss sie die kakophone Geräuschkulisse einer Berliner Straße mit Alt- und Neubauten, Flüchtlingen, Wutbürgern, liberalen Besserverdienenden und einer krächzenden, sich für Maria Callas haltenden Bewohnerin ertragen, nachts hält sie Zwiesprache mit Munin, einer einbeinigen Krähe. Gespiegelt an Episoden des 30jährigen Krieges wird hier ein Panorama Deutschlands im Jahr  2018 gezeichnet – im Vorkriegszustand?

Beide Werke stehen in der Bücherei zur Verfügung. Vielleicht können wir einmal hierüber diskutieren.

Jetzt aber möchte ich Sie herzlich zu unserem nächsten Lesekreis einladen, der am

Montag, dem 27. August 2018, um 19 Uhr wieder im ev. Gemeindehaus, Bismarckstr. 35b, 47443 Moers stattfindet.

Schließen möchte ich mit einem nachträglichen muitos parabéns pelo seu aniversário, viele Glückwunsche zum Geburtstag, lieber Ramiro!“

Du hast uns mit Deiner lieben Inge am 30. Juli wunderbar bewirtet und einen heißen Sommerabend zur geselligen Lese- und Diskussionsfeier verwandelt. Euch und Ihnen allen wünsche ich noch schöne möglichst angenehme Sommertage

 Ihr Wolfram Reutlinger

P.S. Die Bücherei Meerbeck an der Jahnstr. 2 ist dienstags
von 16 bis 19 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr geöffnet.

Neues aus dem Lesekreis 55plus

Alexas_Fotos / Pixabay

Moers, 24. Juli 2018

Liebe Lesefreunde,

Eins, zwei, drei! Im Sauseschritt
So läuft die Zeit, wir laufen mit …

gefühlt ist es doch gerade erst wenige Wochen her, dass sich das Fähnlein der aufrechten Lesekreisler in der Bücherei Meerbeck versammelt hat. Dort haben wir verabredet, dass wir am 30. Juli wieder zusammen kommen wollen – und ich stelle erstaunt  fest, dass das ja schon der nächste Montag ist. Sehen Sie mir bitte nach, dass die Erinnerung an diesen Termin so spät kommt – aber die ungewohnte Dauerhitze geht auch an mir nicht spurlos vorüber. Und dann hat sich auch noch mein Computer verabschiedet und muckt auch nach einwöchigem Werkstattaufenthalt weiter herum. Wenn dann der freundliche PC-Fachmann noch mitleidig lächelnd meint, das gute Teil sei ja auch schon 4 Jahre alt, da müsse man eben mit der einen oder anderen Ausfallerscheinung rechnen, dann braut sich im überhitzten Kopf ein Donnerwetter zusammen, das zwar der dürstenden Natur guttäte, im Laien-Experten-Verhältnis eher wenig hilfreich wäre.

Aber jetzt läuft das Schreibgerät ja wieder, wenn auch mit Unterbrechungen. Daher lade ich Sie in Abstimmung mit Herrn Weinbrenner hiermit ganz herzlich zu unserem Lesekreistreffen am

Montag, dem 30.07.2018 um 19:00 Uhr
in der Bücherei Meerbeck, Jahnstraße 2

ein. Die Temperaturen sind dort auch bei andauernder Hitzewelle gut erträglich und die Bibliothek ist mit ihrem gut sortierten Bücherbestand immer einen Besuch wert.

Als Thema hatte ich letztlich die Literatur aus den post-sowjetischen Ländern des Schwarzmeerraumes und des Kaukasus zur Diskussion gestellt. Einmal, weil Georgien das Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse ist, zum andern, weil diese Länder als Urlaubsziele immer beliebter  werden. Inzwischen habe ich mit großem Gewinn drei Romane Tschingis Aitmatows aus der Meerbecker Bücherei entliehen und gelesen. Neben dem berühmten Erstling „Dschamilja“(1958), einer „scheuen“ Liebe im Widerstreit zwischen Tradition, Kollektiv und individueller Selbstbestimmung hat mich vor allem der 1967 veröffentlichte Roman „Abschied von Gülsary“  in seinen Bann gezogen. Die Begeisterung über die Befreiung aus feudalistischer Versklavung einerseits, die negativen Folgen von Kollektivierung und Beamtenwillkür andererseits werden hier eindrucksvoll geschildert, mit dem Bekenntnis zu naturverbundener traditionsbewusster Individualität. Ein ähnlicher allerdings deutlich resignativer Grundtenor durchzieht den1981 veröffentlichten Roman „Ein Tag länger als ein Leben“.

Hinweisen möchte ich noch auf zwei Leseempfehlungen, die mich erreicht haben:

  • Gabriele Krone-Schmalz, Eiszeit. Wie Russland dämonisiert wird und warum das so gefährlich ist. Die bekannte Journalistin rückt hier das einseitige Russlandbild, das uns unter dem Einfluss der USA seit Jahren, insbes. seit dem Ukrainekonflikt vermittelt wird, anhand von Fakten und fundierten Analysen zurecht.
  • Carmen Korns Jahrhundert-Trilogie: „Töchter einer neuen Zeit“, „Zeiten des Aufbruchs“, „Zeitenwende“. Das Schicksal von vier im Jahre 1900 geborenen Frauen wird hier vom Ende des 1. Weltkriegs bis zur Jahrtausendwende lebendig geschildert.

Vielleicht bringen Sie ja noch Ihre Leseerfahrungen und –empfehlungen mit?

Ich freue mich darauf und grüße Sie, inzwischen durch einen Schauer erfrischt, sehr herzlich.

Ihr Wolfram Reutlinger

P.S. Die Bücherei Meerbeck ist samstags von 9 – 13 Uhr geöffnet.

Grillfest der Senioren Computer Gruppe 55 plus

Grillfest der Senioren Computer Gruppe 55plus; Foto: Rolf Raskopf

Der Mai hatte uns sehr schöne und heiße Tage geschenkt. Das war besonders an den Kurstagen der Computergruppe zu spüren. Ohne Klimaanlage kamen wir schnell ins schwitzen. Die Wärme nahm uns die Freude am Kurs.

Doch unsere Fantasien, sprühten um so besser. So hatte Lydia die tolle Idee, laßt uns zum Abschluss des Kurses doch Grillen. Stille in der Runde, mit so einem genialen Vorschlag hatte nun wirklich keiner gerechnet. Grillen, Grillen in froher Runde, super klang es durch den Raum und die Planungen nahmen ihren Anfang.

Heute ist eine Woche vorbei, wir sitzen zusammen und beraten was auf den Grill kommt. Da geht die Meinung ganz schön auseinander, doch am Ende siegt die Vernunft. Würstchen Bauch und viele andere Dinge sollen auf den Grill landen. Nun stand noch eine Frage im Raum was essen wir zum Grillfleisch. Hier schwiegen wir Männer und waren erstaunt wie schnell unser Frauen sich entschieden hatten. Also gibt es dazu Kartoffelsalat und Nudelsalat. Getränke nach eigener Wahl.

Am 20.06.2018 werden wir mit allen Kursteilnehmer  den Grill anwerfen.

Grillfest der Senioren Computer Gruppe 55plus; Foto: Rolf Raskopf

Ja, dann war es soweit, der Grilltag war da. Vom Himmel brannte die Sonne, der Grill stand erwartungsvoll im Schatten der Bäume. Mit guter Laune und strahlenden Gesichtern trafen die ersten Kurs- teilnehmer am Grillplatz ein. Beladen mit Grillfleisch und Esswaren, kam sofort gute Laune auf.

Ja, ja so wollten wir es haben.
Viel Sonne, Spaß und fröhliche Gesichter.
Das Grillen lief fast wie von selbst,

Die Grillmeister Jürgen und Rolf; Foto: privat

bei den erprobten Grillmeistern Jürgen und Rolf, tat der Grill fast alleine seine Arbeit, sodass wir am Tisch alles aufbauen konnten. Das Grillen nahm von alleine Fahrt auf, Steaks, Würstchen und Bauch wurden knusprig und schön braun. Der erste Essens- gang konnte beginnen. Das war essen wie Gott in Frankreich. Es dauerte nicht lange da war die Stimmung auf dem Höhepunkt.

 

Wie gut das es diese Computergruppe gibt, so schön und Jung kommen wir nicht mehr zusammen. Leider neigte sich so ein toller Tag auch dem Ende zu, kaum einer wollte gehen.

Doch was sein muß, muß sein, versprochen, im Herbst werden wir alle wieder hier sitzen.

Rolf

Hier bin ich Mensch, hier kann ich´s sein

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Bitte vormerken:

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Frühstück im  Netzwerk-Café 55plus am

Dienstag, den 11. September 2018 , 09:00 Uhr

im Gemeindehaus
der ev. Kirchengemeinde Meerbeck

Bismarckstr. 35b, 47443 Moers

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Die Evangelische Kirchengemeinde und  das Netzwerk 55plus Meerbeck  laden ein zum  Tanztee am

Sonntag, den 23. September 2018 , ab 15:00 Uhr

ins Gemeindehaus
der ev. Kirchengemeinde Meerbeck
Bismarckstr. 35b, 47443 Moers

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DRK – Blutspende am

Freitag,  den 19. Oktober 2018, 15:00 Uhr – 18:30 Uhr

im Gemeindehaus
der ev. Kirchengemeinde Meerbeck

Bismarckstr. 35b, 47443 Moers