Vom Treibweg zum Boulevard

Mit diesem digitalen Format können Tagestouristen und Einheimische Stadtgeschichte und Stadtgeschichten zum Lauschen, ganz unabhängig von einem geführten Rundgang, auf eigene Faust erleben. Das digitale Format für individuelle, zeitlich nicht gebundene Stadttouren hat das Stadtmarketing Herne zusammen mit dem Stadtarchiv und der Geschichtsgruppe „Die Vier!“ entwickelt.

Mit Karte, Smartphone und Kopfhörern ausgestattet können sich Interessierte ab sofort bei der ersten Folge von „Hömma Herne!“ auf einen Audiorundgang durch die bewegte Geschichte von Herne-Mitte begeben. Die erste Audiotour führt über die Bahnhofstrasse und besteht aus 16 Stationen mit ebenso unterhaltsamen wie informativen Hörbeiträgen über die Entstehungsgeschichte der Bahnhofstrasse und gibt einen Einblick in ihre wechselvolle Historie sowie den aktuellen Entwicklungen. Dieses Thema wurde auch bereits erfolgreich als Stadttour angeboten. Sie werden in etwa eine Stunde Zeit benötigen.

Lauschtour 1: Vom Treibweg zum Boulevard

„Inhaltliche Schwerpunkte sind etwa die Geschichte der jüdischen Gemeinde, die Architektur der Gründerzeit, Hernes Ruf als goldene Stadt und die Stadtentwicklung der 1970er-Jahre“, erläutert Jürgen Hagen, Leiter des Stadtarchivs, der die Tour ausgearbeitet hat. „Das Zielpublikum bringt ein unterschiedliches Vorwissen und eigene Ansprüche mit. Deshalb sind wir bei der Auswahl der Informationen einen Mittelweg gegangen und haben Schwerpunkte gesetzt.“ Am Ende sollen die Touren ebenso unterhaltsam wie informativ sein. Es lässt sich u. a. erfahren, dass Loki Schmidt die erste U-Bahn in Richtung Bochum lenkte und dass Konrad Adenauer einst im ehrwürdigen Hotel Schenkhoff gastierte.

 

Zur Entstehung der ersten Lauschtour
„Hömma Herne!“

„Hömma Herne!“ ist in Zusammenarbeit zwischen dem Stadtmarketing Herne, dem Stadtarchiv und der Geschichtsgruppe „Die Vier!“ entstanden. „Dahinter steckt die Idee, begrenzte Ressourcen zu bündeln und mit engagierten Menschen sowie den vorhandenen Mitteln gemeinsam etwas zu schaffen“, erklärt Astrid Jordan. Beispielsweise hat Gesa Hagen die Texte in einem improvisierten Tonstudio in den Räumen des Stadtmarketings eingesprochen. Gerd Biedermann von der Geschichtsgruppe „Die Vier!“ hat Fotos für das Faltblatt mit der Übersichtskarte beigesteuert. Die bei der ersten Audiotour gesammelten Erfahrungen und die Rückmeldungen der Teilnehmenden sollen in künftige Touren einfließen.

E.Krause
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