Ist Singen denn wirklich Medizin?

Lesen Sie und singen Sie!

Warum Gesang so sinnvoll und lustvoll ist.
Über drei Millionen Menschen in Deutschland singen in Chören.  Die Stimme gilt als ein Spiegelbild unserer Seele. Mit ihr reden, schreien, flüstern und krächzen wir. Unendlich viele Töne lassen sich ihr entlocken.

Und manchmal, wenn wir singen, kann die Stimme andere Wesen verzaubern.

Musikpsychologen haben herausgefunden: Menschen, die singen, sind in der Regel lebenszufriedener und ausgeglichener und besitzen mehr Selbstbewusstsein als Nichtsänger.

Die Wirkungen des Musizierens mit der eigenen Stimme auf Körper, Geist und Seele beschäftigen die Wissenschaftler aber erst in jüngster Zeit. Was sie an´s Licht bringen, führt unweigerlich zu dem Schluss:

Regelmäßiges Singen ist so gesund, dass es eigentlich ärztlich verordnet werden sollte.

Wer regelmäßig singt, bleibt länger gesund. Singen ist eine der ältesten Ausdrucksmöglichkeiten des Menschen. Was tun wir, wenn es uns mal richtig gut geht, wenn wir uns freuen? Da gibt es sicher viele Möglichkeiten – eine davon ist Singen.

Wir singen, weil wir damit unsere Gefühle viel stärker zeigen können als beim Sprechen. Wissenschaftler haben heraugefunden, daß beim regelmäßigen Singen sich die Synapsen im Gehirn neu verbinden und den Sänger klüger machen.

musizieren im Kindergarten

Singen macht Kinder klug. Kinder, die im Chor singen, schulen damit nicht nur ihre Stimme.

Das Singen wirkt sich auch auf ihre kognitiven Fähigkeiten aus, berichten Neurologen. Es werden dadurch sowohl die Verarbeitung von Sprache als auch von Musik geschult. Der Grund: Sprachliche und musikalische Informationen werden in den gleichen Abschnitten des Gehirns verarbeitet. Musikmachen macht aber auch glücklich.

Die Sprache geht –  die Musik bleibt

Alzheimer-​Patienten verlieren ihre kognitiven Fähigkeiten – doch trotz Demenz können sie noch altbekannte Lieder singen oder ein Instrument lernen. Selbst wenn das Sprechen und Spielen nicht mehr möglich ist, bleibt Musik als Kommunikationsmittel.

„Schon ein kleines Lied kann viel Dunkel erhellen“,

das wusste bereits Franz von Assisi.

Doch dieses Wissen um die gesundheitsfördernden Wirkungen des Singens hilft uns nicht nur im Alltag Stress zu überwinden und Kraft zu schöpfen. Es hilft auch älteren Menschen und Menschen mit Demenz, wieder in Kontakt mit ihren Selbstheilungskräften zu kommen.

Selbstausdruck, Selbsterfahrung und Selbstwirksamkeit werden gestärkt und auf diese Weise Heilungsressourcen und Selbstheilungskräfte aktiviert. Singen macht glücklich, gesund, bringt Lebensfreude. Singen kann helfen, Einsamkeit und Isolation zu überwinden und verbindet die Menschen durch ein tiefes Gefühl der Freundschaft und Zuneigung zu einer starken Gemeinschaft.

Der Volksmund sagt nicht umsonst:,

„Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder.“

E.Krause
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