Aberglaube zum Jahreswechsel

Mit vielen Raketen und mit dem Geknalle der Böller werden wir das neue Jahr begrüßen. Schon in vorchristlicher Zeit sollten mit viel Lärm die bösen Geister  verscheucht werden. Sie sollten nicht ins neue Jahr schlüpfen. Mit Pauken und Trompeten wurde ab dem Mittelalter gelärmt und es erklangen die Kirchenglocken.

Woher kommt eigentlich Silvester?

Das Silvesterfest geht auf Papst Silvester I. zurück, der ab dem Jahr 314 in Rom residierte. Unter seinem Pontifikat vollzog sich die Einführung des Christentums als Staatsreligion des römischen Reiches. Am 31. Dezember 335 verstarb er in Rom. Seither wird dieser letzte Tag des Jahres zu seinen Ehren als Silvester gefeiert.

Die Zeit der Orakel

Orakel sind geheimnisvolle, rätselhafte Prophezeiungen und haben symbolischen Charakter. Häufig wird Silvester im Kreise der Familie oder mit Freunden gefeiert. Prosit rufen wir uns zu, ursprünglich aus der Studentensprache, eine Wunschformel:

möge es gelingen
es nützen

Wir verschenken Glücksbringer. Schornsteinfegerfiguren, kleine Glücksschweinschen und vierblättrigen Klee. Beim Bleigießen versuchen wir aus den entstehenden Figuren die Ereignisse des neuen Jahres zu deuten.

Für genug Geld im Portemonai sorgt eine Schuppe des Neujahrskarpfen. Damit das Essen im neuen Jahr nicht knapp wird, sollte ein kleiner Rest des Silvestermenues mit ins neue Jahr genommen werden. Selbstgebackene Glückskekse mit einer Zettelbotschaft für die Gäste, ein Neujahrsorakel verbunden mit einer süßen Leckerei.

Was Hält das Neue Jahr für uns bereit? Was wird es uns bringen ? Ein Blick in die Zukunft wäre da natürlich besonders interessant. Aber wie heißt es so schön: Wir müssen es eh nehmen, wie es kommt. Wat kütt, dat kütt!

Wir sehn aufs alte Jahr zurück und haben neuen Mut. Ein neues Jahr, ein neues Glück, die Zeit ist immer gut.

Hoffmann von Fallersleben, dt. Lyriker, 1798–1874

Viel Freude, Gesundheit und viele schöne Momente für das Neue Jahr 2020!

E.Krause