Einmarsch der Amerikaner

… in ein kleines Dorf im Solling am Harz 1945

Schoningen_1944_MitteWir schrieben inzwischen das Jahr 1945. Ich war 7 Jahre alt und schon länger als ein Jahr bei meinen Pflegeeltern in Schoningen. Von Bombardierungen blieben wir weiterhin verschont, aber von Flüchtlingsströmen nicht.

Zunächst flüchteten deutsche Soldaten vor den Amerikanern, die in unserem Dorf Zwischenstation machten und dabei um Übernachtung und etwas zu essen baten. Einen Soldaten nahmen auch meine Pflegeeltern auf. Ich kann mich erinnern, dass er nur kurze Zeit blieb. An einem Tag musste er ins Dorf, um etwas zu erledigen entweder für meine Pflegeeltern oder für sich, genau kann ich es nicht mehr sagen, jedenfalls durfte ich mit ihm gehen. Unterwegs sagte er ganz traurig zu mir: „Zu Hause habe ich auch so ein kleines Mädchen wie dich, das auf mich wartet und ihren Papa wieder sehen möchte. Ich hoffe, dass es eines Tages wahr wird“. Ich wünschte es ihm, er war so ein netter Mensch. Jeder sehnte sich zu der Zeit nach irgendeinem Angehörigen. Von meiner Situation wusste er ja auch.

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Die Reise meines Lebens

Mallorca_1960_OriginalBevor ich über die Reise meines Lebens berichte, möchte ich noch erwähnen, wie ich auf die Idee gekommen bin, diese „Reise meines Lebens“  zu machen.

Ich war ca. 20 Jahre alt, also 1958, da habe ich einen Film mit Lilli Palmer und Carlos Thompson im Fernsehen gesehen.  Der Film hieß: „Zwischen Zeit und Ewigkeit“. Er spielte auf Mallorca, und zwar überwiegend in einem Fischerdorf. Die Bilder dieser Landschaft aber auch die Handlung faszinierten mich derart, dass ich den Wunsch hatte, dieser Insel mal einen Besuch abzustatten.

Im Mai/Juni 1960, ich war 22 Jahre alt, war es dann soweit. Es ging ausgerechnet in ein Fischerdorf, also wie im Film beschrieben: Romantik pur! Ich war sehr gespannt auf diese Reise, denn es war ja meine erste große Reise nach Spanien.

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